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Antrag der SPD-Fraktion vom 26.06.2026; Entwicklung Otto-Kind-Gelände
Ergebnis unbekannt6 Ja · 18 Nein · 3 Enthaltung
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Marienheide |
| Datum | 2026-07-14 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die SPD-Fraktion beantragt, dass die Gemeinde Marienheide das verfallene Gebäude auf dem Otto-Kind-Gelände kauft und gemeinsam mit Partnern zu einem Gewerbestandort entwickelt, optional auch mit Wohnraum. Die Fraktion weist auf Probleme wie Vandalismus, ungeklärte Altlasten und Wasserversickerung hin, betont aber die Chance für Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze angesichts der erschöpften Kapazitäten anderer Gewerbegebiete. Sie fordert die Verwaltung auf, regionale und überregionale Unterstützung zu aktivieren und dabei verfügbare Landesförderungen bis 2027 zu nutzen.
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Dokument
Extrahierter Text
AT/058/26
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion im Rat der Gemeinde Marienheide
SPD-Fraktion Marienheide • Paul-Lücke-Str. 28 • 51709 Marienheide
An den
Rat der Gemeinde Marienheide
- per E-Mail -
Betreff: Antrag zur nächsten Ratssitzung 26.06.2026 Fabian Geisel
-Vorsitzender -
Paul-Lücke-Str. 28
51709 Marienheide
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, 0175 9271780
liebe Ratskolleginnen und -kollegen,
Dr. Kai Pfundheller
-Vorsitzender -
der Rat der Gemeinde Marienheide möge beschließen, dass die Herreshagener Str. 28
Gemeinde das Gebäude am Otto-Kind Gelände kauft und mit Partnern 51709 Marienheide
0177 2682473
zu einem Gewerbestandort entwickelt. Hierbei soll auch die Option
geprüft werden, ob auch Wohnraum geschaffen werden kann.
Anke Vetter
Däinghausen 31
Für den Marienheider nicht wirklich überraschend, hat sich dieses
51709 Marienheide
Gebäude in den letzten Jahren zu einem Lost-Place entwickelt. 02264 287672
Unbefugtes Betreten der alten Fabrikhallen ist an der Tagesordnung. Es
Holger Maurer
ist sehr bedauerlich, dass der Grundsatz, dass Eigentum verpflichtet, in
Hermannsbergstraße 3
der Realität ein zahnloser Tiger ist. Es verwundert nicht, dass
51709 Marienheide
Vandalismus und Diebstahl auf der größten Grundstücksfläche in 02264 201808
Kotthausen zu einem noch schnelleren Verfall der Bausubstanz und
einem Verkommen der gesamten Fläche führen.
E-Mail-Kontakt
Dies hat zur Folge, dass mittlerweile nur noch ein Abriss als einzig [email protected]
realistische Option erscheint. Im Hinblick auf das Gebäude sowie auf die
gesamte Fläche bestehen aber weiterhin ungeklärte Fragen hinsichtlich
der Altlasten, die auch im Zuge eines Abrisses umfassend geklärt
werden müssen. Daneben gibt es die große Problematik der fehlenden
Versickerung von Niederschlagswasser. Verbunden mit dem regelmäßig
hohen Pegelstand auf der Straße „Im Kämpchen“ auf Höhe der
Turnhalle, bestehen grundstücksübergreifende Herausforderungen.
Infrastrukturell sind bei einem möglichen Entwicklungskonzept auch
neue Wegstrecken und die bereits bestehenden Zufahrten über kleinere,
für Schwerlastverkehr nur bedingt geeignete Straßen zu beachten.
Ziel eines Konzeptes muss sein, die erhöhte Verkehrsbelastung, insbesondere durch
LKW, in Einklang mit den Belangen der Dorfbewohnerinnen und -bewohnern zu bringen
und geeignete Kompromisse zu finden.
Die Herausforderungen sind enorm, gleichzeitig aber auch die Chancen, die in dieser
Fläche liegen Das Gewerbegebiet in Griemeringhausen ist nahezu vollständig erschlossen
und neben kleinen Flächen ist für die Entwicklung von Gewerbe in Marienheide das Ende
der Fahnenstange erreicht, mit all seinen Konsequenzen.
Seien es die fehlende Potenziale hinsichtlich der Gewerbesteuereinnahmen, fehlende gut
bezahlte Arbeitsplätze für die die Marienheider Bürgerinnen und Bürger, die fehlenden
aber stets nachgefragten Erweiterungsmöglichkeiten für bereits bestehende Marienheider
Betriebe. Uns oberstes Ziel muss sein, den Wegzug von Betrieben aus Marienheide eben
wegen jener fehlenden Flächen zu verhindern.
Bei einer Konzeptentwicklung muss aber auch die Frage berücksichtigt werden, welche
Art und Größe von Gewerbe wir dort ansiedeln möchten. Die Fläche Unternehmen bereit
zu stellen, die sehr große Flächen brauchen, aber gleichzeitig wenige Arbeitsplätze
schaffen und auch für die Gewerbesteuer keinen nennenswerten Vorteil bringen, wäre aus
unserer Sicht verschenkt. Insbesondere wenn dies mit einer hohen Frequenz an LKW-
Verkehr einhergeht.
Angesichts der beschriebenen Herausforderungen und Risiken ist uns bewusst, dass die
Gemeinde Marienheide bei einer Flächenentwicklung dieser Größenordnung
Unterstützung benötigt.
Als SPD Marienheide fordern wir daher die Verwaltung auf, alle
Unterstützungsmöglichkeiten bei Fragen zur Entwicklung dieser Fläche wahrzunehmen.
Hier gilt es nun, alle Kräfte der Region und darüber hinaus ins Boot zu holen. Neben dem
Oberbergischen Kreis zählen die OAG, das Wirtschaftsministerium des Landes NRW, die
Landtags- und Bundestagsabgeordneten, große Projektentwicklungsgesellschaften, aber
auch die IHK dazu.
Und es ist Eile geboten. Aktuell gibt es Landesförderungen zum Beispiel über das
Regionale Wirtschaftsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, die 90% der Kosten
der Entwicklung übernehmen. Dieses Programm läuft aber 2027 aus, so dass bei der
Antragsstellung Eile geboten ist.
Bei der Entwicklung des Geländes müssen folgende Ziele vorrangig verfolgt werden:
- Ansiedlung von Unternehmen mit langfristiger Perspektive bei sensibler Umfrage
mit den Themen Lärm und Zufahrt.
- Schaffung von gut bezahlten und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen für Menschen aus
der Region
Die SPD Marienheide stellt den Antrag in dem Wissen der immensen Herausforderung
und auch der Möglichkeit des Scheiterns. Aber diese Fläche ist zu wichtig für die
Gemeinde, als dass man diese große Chance ungenutzt lassen sollte.
Mit freundlichen Grüßen
gez. gez.
Fabian Geisel Dr. Kai Pfundheller
Text aus PDF extrahiert