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Interkommunale Entwicklung des GIB "Industriepark Elsbachtal-Ost"; Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen aus der Ratssitzung am 12.05.2026
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Jüchen |
| Datum | 2026-07-09 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
VORLAGE
Amt für Stadtentwicklung
61/090/2026
Beratungsfolge Termin Status
Planungsausschuss 25.06.2026 öffentlich
Rat der Stadt Jüchen 09.07.2026 öffentlich
1. Beratungsgegenstand
Interkommunale Entwicklung des GIB "Industriepark Elsbachtal-Ost"; Antrag der Fraktion
Bündnis 90 / Die Grünen aus der Ratssitzung am 12.05.2026
2. Zusammenfassende Darstellung
Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat in der Ratssitzung am 12.05.2026 beantragt, dass
der Rat der Stadt Jüchen das Verfahren zur Entwicklung des Gebietes Elsbachtal-Ost auch
formal begleiten soll. Darüber hinaus soll die Verwaltung die Federführung bei der
Projektentwicklung übernehmen (siehe Niederschrift der Ratssitzung vom 12.05.2026).
Die Verwaltung befindet sich bereits seit mehreren Monaten in einem intensiven Austausch
mit den Kommunen Grevenbroich und Mönchengladbach, um die Entwicklung des Gebietes
Elsbachtal-Ost voranzutreiben. Es werden verschiedene Beschlüsse vorbereitet und die
entsprechenden Unterlagen dazu interkommunal erarbeitet.
Die Möglichkeit, das interkommunale Industriegebiet Elsbachtal-Ost mit Hilfe des
Landesprogramms „Go4Gewerbe“ zu entwickeln, bedingt, dass eine der drei Kommunen die
Federführung bei der Projektentwicklung übernehmen wird. Diese Kommune wird dann
Vertragspartner von der NRW.URBAN KE GmbH und einen Entwicklungsträgervertrag mit
der NRW.URBAN KE GmbH abschließen.
Die Bürgermeister der drei Kommunen haben sich in einem Abstimmungstermin im April
2026 darauf verständigt, dass die Stadt Jüchen die Federführung bei der Projektentwicklung
hat. Im Anschluss daran wurde durch die Verwaltungen der drei Kommunen sowie dem
Zweckverband Landfolge Garzweiler und des KölnBonn e.V. zunächst der
Grundsatzbeschluss, dass die Kommunen die Entwicklung im Rahmen des
Unterstützungsprogramms „Go4Gewerbe“ durchführen wollen, vorbereitet. Dieser wird den
politischen Gremien der drei Kommunen in diesen Wochen bis zum 15.07.2026 vorgelegt.
Auf den entsprechenden Tagesordnungspunkt 6 in gleicher Sitzung wird verwiesen (Vorlage
61/085/2026).
Im Anschluss daran wird voraussichtlich in den jeweiligen Sitzungen nach den Sommerferien
in den politischen Gremien sowohl der Beschluss über den Entwicklungsträgervertrag als
auch der interkommunalen Vereinbarung beraten. Durch die interkommunale Vereinbarung
sollen der federführenden Kommune Rechte und Pflichten zugestanden werden, um die
erforderliche Steuerung gegenüber der NRW.URBAN KE GmbH vornehmen zu können und
gleichermaßen finanziell abgesichert werden, dass Nutzen und Lasten gedrittelt werden.
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Darunter fallen auch die Kosten für die Stellenanteile der Projektsteuerung.
Etwaige Zahlungen der mit der NRW.URBAN KE GmbH vertragsschließenden Kommune
werden folglich auch durch die beiden anderen Kommunen mitgetragen.
Der Entwurf der interkommunalen Vereinbarung zur Entwicklung des Gebietes über
„Go4Gewerbe“ befindet sich zurzeit durch die drei Kommunen sowie dem Zweckverband
Landfolge Garzweiler und dem KölnBonn e.V. in Erarbeitung.
Die Verwaltung begrüßt die politische Unterstützung bei der Entwicklung des
interkommunalen Industriegebietes Elsbachtal-Ost sehr. Es wird darauf hingewiesen, dass
sich auf Ebene der Hauptverwaltungsbeamten unter den drei Kommunen darauf verständigt
wurde, dass die Stadt Jüchen die Federführung bei der Projektentwicklung erhalten soll und
welche thematischen Schwerpunkte die interkommunale Vereinbarung haben soll. Die
entsprechende Vereinbarung wird den politischen Gremien nach den Sommerferien zur
Beratung vorgelegt.
Im Falle der Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Jüchen wird den Kommunen
Grevenbroich und Mönchengladbach gleichwohl der Letter of Intent, der den politischen
Willen zur Durchführung der Entwicklung unter der Federführung der Stadt Jüchen nochmals
bekräftigt und die Schwerpunkte der interkommunalen Vereinbarung hervorhebt, übersandt.
3. Nachhaltigkeit
Der interkommunale Industriepark Elsbachtal-Ost soll als nachhaltiges Gewerbe- und
Industriegebiet entwickelt werden. Im Fokus werden ressourcenschonende Infrastruktur,
erneuerbare Energien, effiziente Flächennutzung stehen.
4. Haushaltsmäßige Auswirkung und jährliche Folgekosten
Keine
5. Beigefügte Unterlagen
Entwurf des Letter of Intent
6. Beschlussvorschlag
Entsprechend der Empfehlung des Planungsausschusses vom 23.06.2026 beschließt der
Rat der Stadt Jüchen:
Die Verwaltung wird beauftragt, im Projekt Elsbachtal-Ost in Verbindung mit NRW.URBAN
die federführende Rolle zu übernehmen.
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Des Weiteren wird die Verwaltung beauftragt, den im Entwurf vorliegenden Letter of Intent im
Hinblick auf die geplante interkommunale Zusammenarbeit und die geplante öffentlich-
rechtliche Vereinbarung final auszuarbeiten und den Kommunen Grevenbroich und
Mönchengladbach zukommen zu lassen.
Jüchen, den 10.06.2026
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