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Benennung der Ringstraße im Bebauungsplan DÜ-237, "Schiricksweg / Viersener Straße"

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeViersen
Eingereicht vonII
Datum2026-11-05 geplant
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Öffentliche Sitzungsvorlage D e r B ü r g e r m e i s t e r Vorlagen-Nr.: 2026/4778/FB 80/II Aktenzeichen: FB 80/II/Straßenbenennungen/002/26 Datum: 17.09.2026 Tagesordnungspunkt: Benennung der Ringstraße im Bebauungsplan DÜ-237, "Schiricksweg / Viersener Straße" Beratungsfolge: Sitzungsdatum: Zuständigkeit: Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung 05.11.2026 Entscheidung Beschlussvorschlag: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung beschließt: Die geplante Ringerschließung im Bebauungsplan DÜ237, „Schiricksweg / Viersener Straße“ mit a) Zwirnerei oder b) Pfarrer-Wilhelm-Veit-Ring zu benennen. Finanzielle und personelle Auswirkungen: Finanzielle Auswirkungen: Nein Personeller Mehrbedarf: Nein Beschlusskontrolle: Beschlusskontrolle erforderlich: Nein Umsetzungsdatum: Seite 1 von 2 Sachverhalt: Der neue B-Plan DÜ-237, Schiricksweg / Viersener Straße setzt als Erschließung eine Ringstraße vom Schiricksweg aus in das Baugebiet fest. Diese Straße soll mit einem neuen Namen benannt werden. Allgemeines: Bei der Benennung von Straßen oder Plätzen ist in erster Linie die Eindeutigkeit und damit die Auf- findbarkeit von Adressen maßgeblich. Grundsätzlich haben alle Gebäude in Viersen durch den Stra- ßennamen und die zugehörige Hausnummer eine eindeutige Adresse. Neue Namen werden in Neubaugebieten oder bei ergänzenden Bebauungen von vorhandenen Stra- ßen, die einen ausreichend großen eigenen Abschnitt bilden, vergeben. Die Vorschläge, durch einen Straßennamen eine besondere Person zu würdigen, kommen aus der Bürgerschaft oder von Vereinen. Bei der Benennung nach Personen soll dabei eine Ausgewogenheit zwischen weiblichen und männlichen Personen hergestellt werden. Im Zusammenhang mit der Benennung sind der Heimatverein Viersen, das Kreisarchiv Viersen, der Verein Euregia – Frauenwege zwischen Rhein und Maas sowie der Verein Förderung der Erinne- rungskultur Viersen 1933-45 um Vorschläge gebeten worden. Vorschläge: a) Die Verwaltung schlägt vor, die Straße nach der langjährigen Nutzung mit dem Namen „Zwirnerei“ zu benennen. Die Benennung mit der Bezeichnung „Zwirnerei“ erhält die langjährige Nutzung des Geländes und die Textilhistorie des Stadtteils Dülken in Erinnerung. b) Seit Anfang der 2000er Jahre gibt es den Antrag (als Antrag eines Bürgers sowie als Antrag der evangelischen Kirchengemeinde), eine Straße nach Pfarrer Wilhelm Veit zu benennen. Am 9.11.1938 (Reichspogromnacht) hat Pfarrer Veit die brennende Synagoge gegen das ausdrück- liche Verbot vom ev. Kirchturm aus fotografiert – dieses Bild ist inzwischen weit bekannt geworden. Als er beim Fotografieren entdeckt wurde, musste er vom Turm herunterkommen und der Film wurde aus der Kamera gerissen – allerdings hatte Veit den Film mit den Fotos längst gewechselt und im Kirchturm versteckt. Die (vorher gewarnte) Dülkener Synagogengemeinde konnte die Thora-Rolle und weitere Kultgeräte vor dem Brand in Sicherheit bringen; vor der Deportation der letzten Juden (Fam. Marx) aus Dülken (1942) wurden diese Gegenstände an Pfr. Veit übergeben, der sie sicher über die Kriegszeit bringen und 1948 der wiedererstandenen Synagogengemeinde Krefeld überge- ben konnte, wo sie heute im Museumsteil der Synagoge ausgestellt sind. Am 23.07.1942 besuchte Veit die letzten verbliebenen Juden zum Abschied unter Gottes Wort, be- vor diese am nächsten Tag nach Theresienstadt deportiert wurden. Aus dem Krieg kehrte Pfr. Veit schwer kriegsbeschädigt zurück und führte die evangelische Ge- meinde ab 1946 weiter. Von April 1959 bis Oktober 1978 (Pensionierung) war Wilhelm Veit der erste Superintendent des neuen Kirchenkreises Viersen-Krefeld. 1978 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Das Kreisarchiv hat keine Einwände gegen eine Benennung nach Pfr. Wilhelm Veit. Weitere Vorschläge wurden nicht eingereicht. Der Heimatverein, der Verein für Erinnerungskultur Viersen 1933-1945 sowie das Kreisarchiv sind im Vorfeld um Vorschläge gebeten worden. Der VVV Dülken wurde über seine Vorsitzende telefo- nisch angefragt und zeigte sich mit den beiden gemachten Vorschlägen einverstanden. Die Fraktio- nen sind über die Benennungsvorschläge informiert worden. In Vertretung gez. Susanne Fritzsche Technische Beigeordnete Anlagen: 1. B-Plan Nr. 237 Schiricksweg-Viesener Straße, Ausschnitt Sitzungsvorlage 2026/4778/FB 80/II Seite 2 von 2

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