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Prüfung einer alternativen schulorganisatorischen Standortlösung im Zusammenhang mit der Schulentwicklungsplanung Horkesgath / Hüls – Einbringung eines Antrags der Ratsgruppe FREIE WÄHLER vom 06.10.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Krefeld |
| Datum | 2026-11-03 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Rathaus, Zimmer B 40
Antrag der RatsgruppVeon - der-Leyen-Platz 1
FREIE WÄHLER
im Rat der Stadt Krefeld
-öffentlich-
Vorlagennummer
1641/26 A
Krefeld, 06.10.2026
Beratungsfolge Sitzungstermin Beschlussform
Ausschuss für Schule und Weiterbildung 03.11.2026 beschließend
Betreff
Prüfung einer alternativen schulorganisatorischen Standortlösung im Zusammenhang
mit der Schulentwicklungsplanung Horkesgath / Hüls – Einbringung eines Antrags der
Ratsgruppe FREIE WÄHLER vom 06.10.2026
Beschlussentwurf
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob im Rahmen der aktuellen Schulentwicklungsplanung
folgende alternative Standortlösung organisatorisch, räumlich, pädagogisch, schulrechtlich und
wirtschaftlich umsetzbar ist:
1. Verlagerung der Realschule Horkesgath an den bisherigen Standort des Hannah-Arendt-
Gymnasiums.
2. Verlagerung des Hannah-Arendt-Gymnasiums an den Standort Reepenweg in Hüls.
3. Erhalt des Gymnasiums Horkesgath am bisherigen Standort Horkesgath mit der Perspek-
tive, diesen Standort bei entsprechendem Bedarf von drei auf vier Züge weiterzuentwi-
ckeln.
Die Verwaltung wird gebeten, dabei insbesondere folgende Punkte darzustellen:
• die räumliche Eignung des heutigen Hannah-Arendt-Standortes für die Realschule Horkes-
gath
• die räumliche und bauliche Eignung des Standortes Reepenweg in Hüls für das Hannah-
Arendt-Gymnasium
• die Auswirkungen auf Inklusion, Integration, Gemeinsames Lernen und internationale Vor-
bereitungsklassen
• die Auswirkungen auf Schülerwege, Einzugsbereiche und ÖPNV-Anbindung,
• die Auswirkungen auf die Schulprofile der betroffenen Schulen
• die Investitions-, Umzugs- und Folgekosten im Vergleich zur bislang diskutierten Verlage-
rung des Gymnasiums Horkesgath nach Hüls
Ratsgruppe Freie Wähler, Rathaus, Von-der-Leyen-Platz 1, 47798 Krefeld
Gruppenvorsitzender: Andreas Drabben / stellv. Vorsitzender: Ralf Krings
Ratsgruppenbüro: Claudia Ellinghoven Pfennings • Christine Gahbler – Kontakt: Telefon: 02151/86-2070
E-Mail: [email protected]
So erreichen Sie uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Straßenbahnlinie 041 – Haltestelle Rathaus/Westwall
Drucksache 1641/26 A Seite - 2 -
• die schulrechtlichen Voraussetzungen und Abstimmungsbedarfe mit der Bezirksregierung
Düsseldorf
• die Auswirkungen auf die langfristige Entwicklung der Krefelder Schullandschaft
Begründung
Die Diskussion um die Zukunft des Schulstandortes Horkesgath zeigt, dass neben der von der
Verwaltung vorgeschlagenen Verlagerung des Gymnasiums Horkesgath nach Hüls auch weitere
Varianten sorgfältig geprüft werden sollten. Ziel muss eine Lösung sein, die pädagogisch tragfähig,
wirtschaftlich nachvollziehbar und für Schülerinnen und Schüler sowie Familien möglichst verträg-
lich ist.
Das Gymnasium Horkesgath verfügt am bestehenden Standort über gewachsene Strukturen, ein
ausgeprägtes Ganztagsangebot, ein MINT-Profil, Sport- und Musikangebote sowie schulische Ein-
richtungen wie Makerspace und weitere profilbildende Angebote. Auf der Schulhomepage wird das
Gymnasium Horkesgath unter anderem als Schule im MINT-Excellence-Netzwerk mit Makerspace,
vielfältigem Ganztagsangebot und Sport-Talentförderung beschrieben. Eine Aufgabe dieses
Standortes sollte daher nur erfolgen, wenn keine tragfähige Alternative besteht.
Eine mögliche Alternative könnte darin bestehen, nicht das Gymnasium Horkesgath, sondern das
Hannah-Arendt-Gymnasium an den Standort Reepenweg in Hüls zu verlagern und die Realschule
Horkesgath an den bisherigen Standort des Hannah-Arendt-Gymnasiums zu führen. Das Hannah-
Arendt-Gymnasium ist nach öffentlich zugänglichen Informationen Startchancen-Schule; der Stadt-
sportbund Krefeld führt es ausdrücklich in der Liste der Krefelder Startchancen-Schulen auf.
Zudem ist das Hannah-Arendt-Gymnasium nach eigener Darstellung eine Schule des Gemeinsa-
men Lernens. Die Schule verweist auf Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf im ziel-
gleichen und zieldifferenten Bildungsgang sowie auf sonderpädagogische Begleitung, Differenzie-
rung und individuelle Förderplanung.
Gerade vor diesem Hintergrund sollte geprüft werden, ob der modernisierte Standort Reepenweg
in Hüls mit Blick auf Barrierefreiheit, Raumangebot, Differenzierungsräume, kleinere Lerngruppen
und inklusive Beschulung möglicherweise besser geeignet ist, die besonderen Anforderungen des
Hannah-Arendt-Gymnasiums dauerhaft abzubilden.
Gleichzeitig könnte durch eine Verlagerung der Realschule Horkesgath an den bisherigen Hannah-
Arendt-Standort der bestehende Schulstandort Horkesgath entlastet werden. Dadurch würde die
Möglichkeit entstehen, das Gymnasium Horkesgath am bisherigen Standort zu erhalten und per-
spektivisch bedarfsgerecht von drei auf vier Züge zu erweitern.
Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Stadt Krefeld, der erheblichen Auswirkungen
auf Schulwege und gewachsene Schulprofile sowie der Bedeutung der Standorte für die jeweiligen
Schulgemeinschaften ist eine transparente Gegenüberstellung dieser Variante mit der bisherigen
Verwaltungslösung erforderlich. Ziel des Prüfauftrags ist daher ausdrücklich keine Vorfestlegung,
sondern eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
gez.
Hans Günther Schmitz
Schulpolitischer Sprecher
Text aus PDF extrahiert