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Wirtschaftsplan der USK AöR für das Wirtschaftsjahr 2027 hier: Vorstellung des Planentwurfes
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Kleve |
| Eingereicht von | XII. |
| Datum | 2026-11-02 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Umweltbetriebe der Stadt
Drucksache: 260 /XII.
Kleve AöR (USK)
XII. Ratsperiode
öffentliche Sitzung
Az.: USK.0.1
Wirtschaftsplan der USK AöR für das Wirtschaftsjahr 2027
hier: Vorstellung des Planentwurfes
Beratungsweg Sitzungstermin
Verwaltungsrat der Umweltbetriebe der Stadt Kleve AöR 02.11.2026
Finanzielle Auswirkungen JA X NEIN
Im Wirtschaftsplan vorgesehen JA NEIN
Erfolgsplan Vermögensplan
Produkt Nr.
Objekt Nr.
Betrag
einmalige Erträge Aufwendungen laufende Erträge Aufwendungen
Insgesamt Insgesamt
Beteiligter Dritter Beteiligter Dritter
Anteil USK AöR Anteil USK AöR
Teil des Klimaschutzfahrplans JA X NEIN
Handlungsfeld und Maßnahmetitel:
Erläuterungen:
1.Beschlussvorschlag
./.
2. Schilderung des Sachverhaltes / Begründung
Gemäß § 6 Abs. 3 Ziffer 11 der Anstaltssatzung der USK AöR stellt der Verwaltungsrat den
Entwurf des Wirtschaftsplanes fest.
Im Falle von § 6 Abs. 3 Ziffer 11 bedarf es lt. §6 Abs. 3 vorletzter Satz der Anstaltssatzung der
USK AöR der vorherigen Entscheidung des Rates der Stadt Kleve. Die Drucksache für den
Rat der Stadt Kleve für die Entscheidung über den Wirtschaftsplan 2027 der USK AöR erfolgt
gemeinsam mit der Haushaltssatzung der Stadt Kleve.
Dem Verwaltungsrat der USK AöR werden mit einem Vortrag die wesentlichen Eckdaten des
Wirtschaftsplanes vorgestellt.
Die erforderliche Haushaltskonsolidierung im Konzern Stadt Kleve zur Erhaltung der
Handlungsfähigkeit betrifft im besonderen Maßnahme auch die Umweltbetriebe der Stadt
Kleve AöR (USK) als Dienstleisterin der Stadt Kleve. Als kommunales Unternehmen werden
bereits Dienstleistungen durchweg wirtschaftlich und sparsam durchgeführt. In den nächsten
Jahren sehen sich die USK jedoch verstärkt in der Pflicht, nach weiteren Sparpotentialen zu
suchen, ohne die beauftragten Dienstleistungen der Stadt Kleve maßgeblich zu minimieren.
Im Rahmen der Aufstellung des Wirtschaftsplans 2027 wurde daher im Bereich des
allgemeinen Verwaltungs- und Betriebsaufwands eine pauschale Reduzierung der
veranschlagten Haushaltsansätze um 10 % vorgenommen. Betroffen sind unter anderem
Aufwandspositionen für Dienst- und Schutzbekleidung, Gebäudereinigung, sonstigen
Unterhaltungsaufwand oder Werkzeuge und Kleingeräte. Mit der Reduzierung der Ansätze
wird den bestehenden finanziellen Rahmenbedingungen und den Anforderungen an eine
wirtschaftliche und sparsame Haushaltsbewirtschaftung Rechnung getragen. Gleichzeitig
leisten die Umweltbetriebe der Stadt Kleve damit einen Beitrag zu den gesamtstädtischen
Konsolidierungsbemühungen. Die Bewirtschaftung der zur Verfügung stehenden Mittel soll im
Wirtschaftsjahr 2027 weiterhin bedarfsgerecht und unter Beachtung der Grundsätze der
Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit erfolgen. Hierbei sind insbesondere Möglichkeiten zur
Reduzierung bzw. Optimierung von Aufwendungen sowie zur Nutzung von Synergieeffekten
zu prüfen. Nicht zwingend erforderliche Ausgaben sollen, soweit dies mit der
ordnungsgemäßen Aufgabenerfüllung vereinbar ist, vermieden bzw. zeitlich zurückgestellt
werden. Die vorgenommene pauschale Ansatzreduzierung stellt somit einen ersten Beitrag
der USK zur Begrenzung des Aufwands und zur Unterstützung der erforderlichen
Haushaltskonsolidierung im Wirtschaftsjahr 2027 dar. Einsparungen sind dabei jedoch davon
abhängig, inwieweit weitere Einzelaufträge (W-Aufträge) von den Fachbereichen der Stadt
Kleve und Konzerntöchtern eingehen werden.
Im Wirtschaftsplan 2027 wird erstmals der Betriebsbereich 705
„Windenergieanlage/Stromerzeugung“ gesondert dargestellt. Der Betriebsbereich umfasst
den Betrieb der Windenergieanlage sowie die Verwertung des erzeugten Stroms. Für das Jahr
2027 wird eine Stromerzeugung von rund 4,078 Mio. kWh erwartet. Davon sollen rund 2,003
Mio. kWh im Klärwerk genutzt und zu einem internen Verrechnungspreis von 0,15 € je kWh
an den Betriebsbereich 701 abgegeben werden. Die verbleibenden rund 2,075 Mio. kWh
werden voraussichtlich zu einer Einspeisevergütung von 0,065 € je kWh in das öffentliche Netz
eingespeist. Aus der internen Stromlieferung und der Netzeinspeisung ergeben sich geplante
Gesamterträge von rund 435 T€. Dem stehen Aufwendungen von rund 325 T€ gegenüber,
insbesondere für Abschreibungen, Wartung, Versicherungen, Dienstleistungsentgelte und
Personal. Für den Betriebsbereich 705 wird somit ein geplanter Jahresüberschuss von rund
110 T€ erwartet. Darüber hinaus trägt die Windenergieanlage zur Reduzierung der
Strombezugskosten des Klärwerks bei. Gegenüber einem vollständigen Strombezug von den
Stadtwerken wird durch die Eigennutzung des erzeugten Stroms eine Einsparung von rund
168 T€ erwartet. Die interne Leistungsverrechnung dient der verursachungsgerechten
Darstellung der Ergebnisse der Betriebsbereiche und ist in der Gesamtbetrachtung der USK
ergebnisneutral.
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Die Ansätze des vorliegenden Wirtschaftsplans folgen den haushaltsrechtlichen Planungs-
grundsätzen, indem sie auf spezifischen Berechnungen, beziehungsweise dort, wo dies nicht
möglich ist, auf begründeten und sorgfältigen Schätzungen beruhen. Im Vergleich zum Vorjahr
hat sich der Jahresüberschuss von rd. 2,28 Mio. € um 0,03 Mio. € auf rd. 2,31 Mio. €
geringfügig erhöht.
Die Ertragsansätze haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Wirtschaftsplan Wirtschaftsplan Abweichung
2026 2027
Umsatzerlöse 33.725.900 € 33.947.550 € 221.650 €
Andere Erlöse 2.415.200 € 2.377.700 € - 37.500 €
Finanzerträge 50.000 € 50.000 € 0 €
Gesamterlöse 36.191.100 € 36.375.250 € 184.150 €
Die Steigerung der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Einnahmen bei
den kostenrechnenden Einrichtungen Straßenreinigung und Winterdienst sowie Klärwerk
zurückzuführen. Im Bereich der Straßenreinigung und Winterdienst haben sich die
Umsatzerlöse aus veranschlagten Benutzungsgebühren im Vergleich zum Vorjahr um rd. 102
T€ erhöht und beim Betriebsbereich Klärwerk sind die veranschlagten Gebühreneinnahmen
um 204 T€ gestiegen. Die Reduzierung der anderen Erlöse um 37.500 € steht in
Zusammenhang mit den geplanten Verkäufen von bereits abgeschriebenen Fahrzeugen (z.B.
Hubsteiger für die Baumpflege, diverse Transportfahrzeuge) des Betriebsbereichs 770.
Insgesamt erhöhen sich die Gesamterlöse gegenüber dem Vorjahr um 184.150 €.
Die Gesamtaufwendungen des Wirtschaftsplans 2027 von rd. 34,07 Mio. € setzen sich
folgendermaßen zusammen:
Wirtschaftsplan Wirtschaftsplan Abweichung
2026 2027
Materialaufwand 9.612.300 € 9.751.550 € 139.250 €
Personalaufwand 13.721.000 € 14.232.500 € 511.500 €
Abschreibungen 5.095.200 € 5.326.000 € 230.800 €
Steuern 24.200 € 24.200 € 0 €
Betrieblicher Aufwand 4.644.800 € 3.918.300 € -726.500 €
Zinsen u.a. Aufwendungen 817.050 € 814.100 € -2.950 €
Gesamtaufwendungen 33.914.550 € 34.066.650 € 152.100 €
Der Gesamtaufwand erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 152.100.
Der Erhöhung des Personalaufwands um 511.500 € liegt das Ergebnis der Tarifrunde
2027/2028 zugrunde. Die Aufwendungen für Abschreibungen haben sich insbesondere
aufgrund der Abschreibung neuer Fahrzeuge und Maschinen sowie aufgrund der getätigten
Kanalbaumaßnahmen, verbunden mit bilanzieller Aktivierung und Abschreibung, um
insgesamt 230.800 € erhöht.
Der Aufwand für Material steigt gegenüber dem Vorjahr um rund 140 T€. Der Mehraufwand ist
im Wesentlichen auf größere Maßnahmen im Bereich der Maschinentechnik und der Gebäude
des Betriebsbereichs Klärwerk zurückzuführen. Hierzu zählen unter anderem
Emissionsmessungen an der Karbonisierungsanlage, die Sanierung der
Restentleerungspumpe der Biologie sowie der Austausch des Biofiltermaterials an der
Thermokompaktanlage.
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Der betriebliche Aufwand reduziert sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um insgesamt
726.500 €. Wie bereits dargestellt, wurden bei verschiedenen Positionen des betrieblichen
Aufwands die veranschlagten Ansätze pauschal um 10 % reduziert. Darin spiegeln sich die
monetären Auswirkungen der eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen wider. Darüber
hinaus werden die Aufwendungen für die Generalentwässerungspläne (FB 66) ab dem Jahr
2027 im investiven Haushalt veranschlagt. Die Aufwendungen für das Starkregenkonzept
werden ab dem Jahr 2027 unmittelbar bei der Stadt Kleve eingeplant.
Insgesamt erhöhen sich die Gesamtaufwendungen im Jahr 2027 von rd. 33,92 Mio. € um rd.
0,15 Mio. € auf rd. 34,07 Mio. €.
Im Vermögensplan für das Jahr 2027 erhöhen sich die Einnahmen und Ausgaben von rund
17,33 Mio. € um 17,19 Mio. € auf insgesamt rund 34,52 Mio. €.
Die deutliche Steigerung auf der Ausgabenseite resultiert im Wesentlichen aus der erhöhten
Veranschlagung für die Instandhaltung des Kanalnetzes in Höhe von rd. 18,58 Mio. €. Hiervon
entfallen rd. 11,37 Mio. € auf den Bau des Wirbelfallschachts sowie rd. 4,56 Mio. € auf den
Kanalbau in der Riswicker Straße.
Für den Neubau der Umweltbetriebe der Stadt Kleve AöR im Rahmen der Standortverlegung
ist im Wirtschaftsplan 2027 insgesamt ein Betrag in Höhe von 32 Mio. € veranschlagt. Die
Mittel verteilen sich auf die Jahre 2026 bis 2029. Für das Wirtschaftsjahr 2027 wurde darüber
hinaus eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 15 Mio. € vorgesehen. Die
Verpflichtungsermächtigung dient dazu, im Jahr 2027 Aufträge für den Neubau im Rahmen
der Standortverlegung rechtssicher vergeben zu können. Sie stellt dabei keine zusätzliche
Auszahlung im Jahr 2027 dar. Vielmehr schafft sie die haushaltsrechtliche Ermächtigung,
Verpflichtungen zulasten der Folgejahre einzugehen. Die tatsächlichen Auszahlungen werden
in den jeweiligen Jahren über die dort veranschlagten Haushaltsmittel abgewickelt.
Aufgrund der vorgenannten Mehrausgaben erhöht sich der Fremdmittelbedarf auf der
Einnahmenseite von rund 9,42 Mio. € auf insgesamt rund 26,17 Mio. €. Vor dem Hintergrund
der ebenfalls erheblichen Ausgaben im Folgejahr 2028 wird auf die mittelfristige
Finanzplanung hingewiesen. Im Jahr 2028 belaufen sich die Einnahmen und Ausgaben
voraussichtlich jeweils auf rund 32,31 Mio. €.
Die Präsentation zu diesem Vortrag, die Präsentation des FB 66 sowie der Entwurf des
Wirtschaftsplanes werden dem Protokoll zur Sitzung beigefügt.
Kleve, den 22.10.2026
(Keysers) gez. Koppetsch
Vorsitzender des Vorstand
Verwaltungsrates
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