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Prüfung einer Weiterentwicklung der NVV-App um Live-Fahrzeugverfolgung und automatisiertes Ticketing

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeKassel
Datum2026-11-02
DatenstufeNur Dokumente
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Rathaus, 34112 Kassel Telefon 0561 787 1266 Telefax 0561 787 7130 [email protected] www.CDU-Fraktion-Kassel.de 16. Oktober 2026 Vorlage Nr. 101.20.233 1 von 3 Prüfung einer Weiterentwicklung der NVV-App um Live-Fahrzeugverfolgung und automatisiertes Ticketing Antrag zur Überweisung in den Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, gemeinsam mit dem Nordhessischen Verkehrs Verbund (NVV) und den zuständigen Verkehrsunternehmen zu prüfen, ob die NVV-App um zusätzliche digitale Funktionen zur Verbesserung der Fahrgastinformation und zur Vereinfachung des Ticketkaufs erweitert werden kann. Dabei soll insbesondere geprüft werden: 1. Live-Verfolgung von Fahrzeugen: Ob und unter welchen technischen Voraussetzungen Fahrgäste in der NVV-App Busse, Straßenbahnen und Züge ihrer ausgewählten Verbindung in Echtzeit verfolgen können, sodass erkennbar ist, ob ein Fahrzeug tatsächlich unterwegs ist, wo es sich befindet und mit welcher voraussichtlichen Ankunftszeit zu rechnen ist. 2. Verlässliche Informationen bei Verspätungen und Ausfällen: Ob die Live-Daten genutzt werden können, um Fahrgäste möglichst frühzeitig und zuverlässig über Verspätungen, Ausfälle oder Abweichungen vom Fahrplan zu informieren und die entsprechenden Informationen in der App sowie auf den digitalen Anzeigetafeln möglichst einheitlich darzustellen. 3. Automatisiertes Check-in/Check-out: Ob die NVV-App so weiterentwickelt werden kann, dass ein Fahrgast nach einer einmaligen Aktivierung automatisch über den Standort des Smartphones erkannt wird, wenn er in einen Bus oder eine Straßenbahn einsteigt und an welcher Haltestelle die Fahrt beginnt und endet. Auf dieser Grundlage soll geprüft werden, ob der jeweils erforderliche Fahrpreis automatisch ermittelt und abgerechnet werden kann, ohne dass der Fahrgast während der Fahrt weitere Eingaben vornehmen muss. 4. Prüfung bestehender Ticketinglösungen: Ob alternativ zu einer Eigenentwicklung bereits etablierte digitale Ticketinglösungen im NVV-Gebiet eingeführt oder in die NVV-App integriert werden können. Dabei sollen insbesondere die technische Umsetzbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und die 2 von 3 Möglichkeit einer zeitnahen Einführung geprüft werden. 5. Datenschutz und technische Umsetzung: Welche technischen, datenschutzrechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die genannten Funktionen erforderlich wären und ob hierfür bestehende Systeme des NVV und der Verkehrsunternehmen genutzt oder angepasst werden könnten. Sofern die Prüfung ergibt, dass eine Umsetzung technisch, rechtlich und wirtschaftlich möglich ist, wird der Magistrat gebeten, sich gemeinsam mit dem NVV und den zuständigen Verkehrsunternehmen für die Umsetzung der Funktionen einzusetzen und der Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Vorschlag einschließlich eines möglichen Zeitplans und einer Kostenschätzung vorzulegen. Begründung: Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, den öffentlichen Personennahverkehr für die Fahrgäste einfacher, transparenter und verlässlicher nutzbar zu machen. Für Fahrgäste ist es von großer Bedeutung, möglichst zuverlässig zu wissen, ob die erwartete Verbindung tatsächlich unterwegs ist, wo sich der Bus, die Straßenbahn oder der Zug gerade befindet und wann mit der Ankunft zu rechnen ist. Gerade bei Verspätungen oder Ausfällen können unzutreffende oder verspätete Informationen dazu führen, dass Fahrgäste unnötig lange warten oder ihre Anschlussverbindung verpassen. Eine Live-Verfolgung der Fahrzeuge in der NVV-App könnte hier für mehr Transparenz sorgen. Fahrgäste könnten unmittelbar erkennen, ob sich ein Fahrzeug tatsächlich auf dem Weg befindet und ob die angegebene Ankunftszeit noch realistisch ist. Gleichzeitig könnten aktuelle Informationen zu Ausfällen und Verspätungen schneller und einheitlicher kommuniziert werden. Darüber hinaus sollte geprüft werden, wie der Zugang zum ÖPNV durch ein möglichst einfaches digitales Ticketing erleichtert werden kann. Ein automatisiertes Check-in/Check- out-Verfahren könnte es ermöglichen, dass Fahrgäste lediglich in ein Fahrzeug einsteigen und am Ende ihrer Fahrt wieder aussteigen müssen. Die App könnte dabei – sofern technisch und datenschutzrechtlich möglich – den Beginn und das Ende der Fahrt automatisch erkennen und den jeweils erforderlichen Fahrpreis berechnen und abrechnen. Dass digitale Ticketinglösungen bereits in der Praxis eingesetzt werden, zeigt beispielsweise die Anwendung FAIRTIQ, die unter anderem in Erfurt genutzt werden kann. Fahrgäste starten ihre Fahrt per Smartphone, während die zurückgelegte Strecke und der Fahrpreis automatisch ermittelt werden. Auch eine automatische Erkennung des Fahrtendes ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Daher sollte geprüft werden, ob bestehende Lösungen auch im NVV-Gebiet eingesetzt werden können. Dies könnte eine wirtschaftlichere und schneller umsetzbare Alternative zu einer Eigenentwicklung darstellen. Ziel ist es, die Nutzung des ÖPNV möglichst unkompliziert zu gestalten und gleichzeitig die Qualität und Verlässlichkeit der Fahrgastinformationen zu erhöhen. Sollte sich die technische und rechtliche Prüfung als positiv erweisen, sollte die Einführung der Antrag CDU-Fraktion Vorlage-Nr. 101.20.233 entsprechenden Funktionen anschließend gemeinsam mit dem NVV und den 3 von 3 Verkehrsunternehmen vorbereitet werden. Berichterstatter/-in: Stadtverordnete Lea Arroyo Portillo gez. Holger Augustin Fraktionsvorsitzender Antrag CDU-Fraktion Vorlage-Nr. 101.20.233

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