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Schutz und Verbesserung von Baumscheiben und -beeten im öffentlichen Straßenraum
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Essen |
| Eingereicht von | LINKE |
| Datum | 2026-11-10 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antrag Nr. 1543/2026/LINKE
An die Bezirksbürgermeisterinnen und Bezirksbürgermeister Severinstr. 1, 45127 Essen
der Stadt Essen, Telefon (02 01) 17 54 33 11
den Vorsitzenden des Ausschusses für Verkehr und Fax (02 01) 17 54 33 18
Mobilität, Ratsherrn Thorsten Schoch sowie http:// www.linksfraktion-essen.de
die Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Klima- und E-Mail [email protected]
Verbraucherschutz, Ratsfrau Dorothea Blümer
10.09.2026
Beratungsfolge Sitzungstermin Zuständigkeiten
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk II 17.09.2026 Anhörung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk V 22.09.2026 Anhörung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk IX 29.09.2026 Anhörung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk I 29.09.2026 Anhörung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk III 30.09.2026 Anhörung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk VIII 06.10.2026 Anhörung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk VII 10.11.2026 Anhörung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk IV 10.11.2026 Anhörung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk VI 11.11.2026 Anhörung
Ausschuss für Verkehr und Mobilität 12.11.2026 Empfehlung
Ausschuss für Umwelt, Klima- und Verbraucherschutz 01.12.2026 Entscheidung
TOP: Schutz und Verbesserung von Baumscheiben und -beeten im öffentlichen Straßenraum
Sehr geehrte Bezirksbürgermeisterinnen und Bezirksbürgermeister, sehr geehrter Herr Schoch, sehr
geehrte Frau Blümer,
Die Linke im Rat der Stadt Essen beantragt, die Bezirksvertretungen werden angehört, der Ausschuss für
Verkehr und Mobilität empfiehlt, der Ausschuss für Umwelt, Klima- und Verbraucherschutz beschließt:
Die Verwaltung wird beauftragt, den Zustand und die Ausgestaltung der Baumscheiben
und -beete im öffentlichen Straßenraum systematisch zu überprüfen. Dabei sollen insbe-
sondere die Größe und Beschaffenheit der Baumscheiben sowie bestehende Beein-
trächtigungen durch Überfahrung, Beparkung und Bodenverdichtung erfasst werden.
Auf dieser Grundlage entwickelt die Verwaltung geeignete Maßnahmen zum Schutz und
zur Verbesserung der Baumstandorte und erstellt eine Priorisierung besonders dringli-
cher Standorte. Die Bezirksvertretungen werden dazu angehört, um örtliche Hinweise
und Empfehlungen einbringen zu können. Anschließend legt die Verwaltung einen Zeit-
plan zur Umsetzung der Maßnahmen vor.
Ziel ist es, Baumscheiben ausreichend zu dimensionieren, die Wasser- und Luftversor-
gung der Wurzeln zu verbessern und sie wirksam vor Überfahrung und Beparkung
Dateiversion 2026-08-24
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durch Kraftfahrzeuge zu schützen. Hierzu sollen bauliche Schutzmaßnahmen, Entsiege-
lungen und Vergrößerungen der Baumscheiben geprüft werden. Darüber hinaus soll –
ggf. über Baumpat*innenschaften – geprüft werden, ob Baumscheiben über Bepflan-
zung so aufgewertet werden können, dass sie als Baumbeete einen zusätzlichen Nutzen
stiften.
Straßenbäume sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in Es-
sen. Sie spenden Schatten, senken die Umgebungstemperatur, binden Schadstoffe und verbessern die
Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden und Trocken-
phasen ist der Erhalt gesunder und widerstandsfähiger Straßenbäume von großer Bedeutung.
Viele Straßenbäume leiden jedoch unter unzureichenden Standortbedingungen. Zu kleine oder stark ver-
siegelte Baumscheiben begrenzen den verfügbaren Wurzelraum. Regelmäßige Überfahrung und Bepar-
kung führen zusätzlich zu Bodenverdichtungen und können Beschädigungen an Wurzeln und Stamm ver-
ursachen. Die Versorgung mit Wasser, Luft und Nährstoffen wird dadurch erschwert und die Vitalität der
Bäume langfristig beeinträchtigt. Gleichzeitig steigen der Pflegeaufwand und das Risiko, dass Bäume
frühzeitig ersetzt werden müssen.
Eine systematische Bestandsaufnahme schafft die notwendige Grundlage, um besonders problematische
Baumstandorte zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen gezielt einzuleiten. Dabei geht es nicht al-
lein um den Schutz einzelner Bäume, sondern um eine nachhaltige Gestaltung des öffentlichen Straßen-
raums. Ausreichend große, entsiegelte und geschützte Baumscheiben können zugleich die Aufnahme von
Regenwasser fördern und zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.
Der vorhandene Baumbestand muss daher besser geschützt und seine langfristige Entwicklung gesichert
werden. Dies ist ökologisch sinnvoll und kann zugleich dazu beitragen, aufwendige Nachpflanzungen und
Folgekosten durch geschädigte oder absterbende Straßenbäume zu vermeiden.
Die Aufwertung der Baumstandorte durch die Pflege und Bepflanzung der Baumscheiben erhöht ggf. die
Akzeptanz und die Anerkennung als schützenswert. Daher ist es sinnvoll, über geeignete Betreuung (z.B.
Baum-beet-Pat*innenschaften) die Pflege zu unterstützen und zu gewährleisten.
Mit freundlichen Grüßen
Lorenza Kaib
Text aus PDF extrahiert