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Bewertung der Kürzungen im Haushaltsplanentwurf und Sicherstellung der Handlungsfähigkeit der Bezirksvertretungen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Essen |
| Eingereicht von | SPD |
| Datum | 2026-11-11 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antrag Nr. 1732/2026/SPD
Klaus Persch
Herrn Bezirksbürgermeister Heerenstr. 13, 45145 Essen
Dietrich Ostermann Telefon 0201-45877442
Bezirksvertretung III Email [email protected]
Freytagstraße 29
45144 Essen
12.10.2026
Beratungsfolge Sitzungstermin Zuständigkeiten
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk III 11.11.2026 Entscheidung
Bewertung der Kürzungen im Haushaltsplanentwurf und Sicherstellung der Handlungsfähigkeit
der Bezirksvertretungen
Sehr geehrter Herr Ostermann,
Die Bezirksvertretung sieht sich angesichts des vorgelegten Haushaltsplanentwurfs der Stadtverwaltung
veranlasst, eine Stellungnahme abzugeben. Trotz des Verständnisses für die notwendige Haushaltskon-
solidierung und die angekündigten pauschalen Einsparvorgaben ist die Handlungsfähigkeit der Bezirks-
vertretungen ein zentraler Bestandteil kommunaler Selbstverwaltung. Vor diesem Hintergrund erscheint
es erforderlich, die geplanten Kürzungen im bezirklichen Budget kritisch zu prüfen und die tatsächlichen
Rahmenbedingungen, insbesondere die strukturellen Engpässe in der Verwaltung, transparent darzustel-
len. Der folgende Antrag dient dazu, die Position der Bezirksvertretung klar zu formulieren und die Verwal-
tung um entsprechende Klärung und Anpassung zu bitten.
Die Bezirksvertretung beschließt:
1.Die Bezirksvertretung nimmt den Haushaltsplanentwurf der Stadtverwaltung zur
Kenntnis und äußert deutliche Bedenken hinsichtlich der vorgesehenen Kürzungen im
bezirklichen Budget.
2.Die Bezirksvertretung stellt fest, dass die angekündigten pauschalen Einsparvorgaben
von 20 % für alle Ressorts zwar nachvollziehbar sind, bislang jedoch die klare Sprachre
gelung galt, die Haushalte der Bezirksvertretungen von diesen pauschalen Kürzungen
auszunehmen, um die kommunale bezirkliche Ebene funktionsfähig zu halten.
3.Die Bezirksvertretung widerspricht ausdrücklich der Darstellung, die Kürzungen seien
erfolgt, weil die Bezirksvertretungen ihre Budgets nicht ausgeschöpft hätten. Diese Be
gründung entspricht nicht den tatsächlichen Rahmenbedingungen:
o In internen Haushaltsgesprächen wurde wiederholt darauf hingewiesen,
dass selbst bei höheren Mittelzuweisungen kein ausreichendes Pla
nungs- oder Ausführungspersonal zur Verfügung stünde, um Maßnah
men umzusetzen.
o Mehrere Projekte, die durch die Verwaltung hätten umgesetzt werden müssen,
konnten in den vergangenen Jahren nicht oder nur verzögert ausgeführt werden.
Vorlage Version 2021 / 07
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o Aus Gründen haushälterischer Disziplin und der Maßgabe, Mittel sachgerecht
ins Folgejahr zu übertragen, wurden Restmittel nicht kurzfristig und ohne fachli
che Grundlage verausgabt.
4.Die Bezirksvertretung stellt klar, dass strukturelle Personal und Umsetzungsengpässe
innerhalb der Verwaltung nicht den Bezirksvertretungen angelastet werden dürfen und
keine Grundlage für Kürzungen im bezirklichen Budget darstellen.
5.Die Bezirksvertretung fordert die Stadtverwaltung auf,
o die geplanten Kürzungen im BV-Budget zu überprüfen,
o die tatsächlichen Ursachen für nicht verausgabte Mittel transparent darzustellen,
o und sicherzustellen, dass die Bezirksvertretungen weiterhin über ausreichende
finanzielle und organisatorische Handlungsspielräume verfügen.
6.Die Bezirksvertretung bittet die Verwaltung, zeitnah über mögliche Anpassungen des
Haushaltsentwurfs sowie über Maßnahmen zur Verbesserung der Planungs- und Umset
zungskapazitäten zu berichten.
Die Bezirksvertretungen sind demokratisch legitimierte Gremien mit eigenständigen Aufgaben und Verant-
wortlichkeiten. Eine pauschale Kürzung der bezirklichen Budgets gefährdet die Umsetzung notwendiger
Maßnahmen vor Ort und schwächt die kommunale bezirkliche Ebene.
Die Begründung, nicht ausgeschöpfte Mittel seien Ausdruck mangelnder Aktivität der Bezirksvertretungen,
ist sachlich nicht haltbar. Vielmehr haben strukturelle Engpässe innerhalb der Verwaltung dazu geführt,
dass Projekte nicht umgesetzt werden konnten.
Die Bezirksvertretung sieht daher die Notwendigkeit, die Handlungsfähigkeit der Bezirke zu sichern und
die tatsächlichen Ursachen transparent zu benennen.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Persch
SPD Fraktionsvorsitzender
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