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Prüfung einer digitalen Straßenzustandserfassung Antrag der BL-FW- Fraktion vom 24.09.2026 (Eingang 24.09.2026)
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Dautphetal |
| Datum | 2026-10-26 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antrag
Drucksache: AT-4/2026 (13.WP)
- öffentlich -
Datum: 24.09.2026 Dautphetal
Verantwortlicher Fachdienst: Fachbereichsleiter III
Sachbearbeiter: Ralf Mevius
Aktenzeichen und Schriftstücknummer: 656.1
Beratungsfolge Sitzung am: Sitzung Nr. Beratungsaktion
Haupt- und Finanzausschuss 20.10.2026 4 vorberatend
Ausschuss für Bauen, Planen,
Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft, 20.10.2026 3 vorberatend
Umwelt und Forsten
Gemeindevertretung 26.10.2026 4 beschließend
Bezeichnung: Prüfung einer digitalen
Straßenzustandserfassung
Antrag der BL-FW- Fraktion vom 24.09.2026
(Eingang 24.09.2026)
Antragsteller/in: FW-Fraktion
Anlagen(n) 1. Antrag BL-FW vom 24.09.2026 zur Sitzung am
26.10.26
Antrag:
Der Gemeindevorstand wird beauftragt, die Einführung einer digitalen, georeferenzierten und nach
Möglichkeit automatisiert ausgewerteten Zustandserfassung des gemeindlichen Straßennetzes zu
prüfen und der Gemeindevertretung eine beschlussreife Vorlage vorzulegen.
Die Prüfung soll insbesondere folgende Punkte umfassen:
1. Darstellung, wie der Zustand der Gemeindestraßen derzeit erfasst, dokumentiert, fortgeschrieben
und bei der Priorisierung von Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt wird.
2. Vergleich geeigneter Verfahren zur digitalen Straßenzustandserfassung, insbesondere einer
regelmäßigen kameragestützten Befahrung durch einen Fachanbieter sowie einer möglichen
Datenerfassung über ohnehin im Gemeindegebiet eingesetzte Fahrzeuge (wie beispielsweise
Müllabfuhr), soweit dies technisch, rechtlich und wirtschaftlich sinnvoll ist.
3. Prüfung, welche Bestandteile neben der Fahrbahn erfasst werden können, insbesondere
Gehwege, Bordsteine, Straßenrinnen, Straßeneinläufe, Stützmauern und sonstige
straßenbegleitende Anlagen.
4. Möglichkeiten einer nachvollziehbaren Einteilung in Zustandsklassen und der Ableitung einer
priorisierten, mehrjährigen Unterhaltungs- und Sanierungsplanung.
5. Darstellung der einmaligen und laufenden Kosten, einschließlich Befahrung, Software, Lizenzen,
Datenpflege, Aktualisierungsintervallen, Personalaufwand und möglicher Schnittstellen zum
gemeindlichen Geoinformationssystem.
6. Klärung von Datenhoheit, Zugriffsrechten, Datenschutz, langfristiger Nutzbarkeit und
Übertragbarkeit der erhobenen Daten.
7. Prüfung von Fördermöglichkeiten, interkommunalen Kooperationen und Erfahrungen geeigneter
Referenzkommunen.
8. Vorlage einer Empfehlung des Gemeindevorstands mit Kosten-Nutzen-Bewertung, möglichem
Pilotprojekt und einem Vorschlag zum weiteren Vorgehen.
Begründung:
Der überwiegend schlechte Erhaltungszustand unserer Gemeindestraßen bereitet uns Sorge.
Viele Gemeindestraßen in allen Ortsteilen haben durch Verkehrsbelastung, Witterung, Alterung oder
mangelhafter Entwässerung nicht unerhebliche Oberflächenschäden, wie Schlaglöcher, Risse,
Spurrinnen, Substanzverlust und Aufwölbungen bzw. Setzungen.
Schlechte Straßen sind nicht nur ein Ärgernis im Alltag, sondern können auch zu erheblichen
Sicherheitsrisiken für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger führen sowie auch erhebliche Schäden
an Fahrzeugen verursachen.
Auf den beiden nachstehenden Bildern sind beispielhaft Straßenschäden dokumentiert, die aus
Sicht der Bürgerliste Freie Wähler Dautphetal hätten frühzeitig beseitigt werden müssen.
Antrag AT-4/2026 Seite 2 von 5
Bildnachweis 1: Am Steger, OT Holzhausen vom 14.09.2026
Antrag AT-4/2026 Seite 3 von 5
Bildnachweis 2: Kirchstraße, OT Holzhausen vom 16.09.2026
Der Schaden auf Bild 1 wurde am 20.07.2026 von Herrn Dr. Dominik Scheld über den Link auf der
Homepage im „Kümmerkasten“ sowie den „Schadens- und Mängelmelder“ mit Bildnachweis und
Schadensort gemeldet. Eine Eingangsbestätigung oder eine Rückantwort auf diese Meldung sind
bisher ebenso ausgeblieben wie eine Beseitigung des Schadens.
Der Erhalt des vorhandenen Straßennetzes stellt aus Sicht der Bürgerliste Freie Wähler Dautphetal
eine dauerhafte Pflichtaufgabe dar und ist für die Verkehrssicherheit sowie die Haushaltsplanung
von hoher Bedeutung. Schäden, die frühzeitig erkannt und behoben werden, können häufig mit
geringerem Aufwand beseitigt werden, bevor kostenintensive grundhafte Erneuerungen erforderlich
werden.
Eine einheitliche digitale Zustandserfassung kann eine objektive und nachvollziehbare
Datengrundlage schaffen. Sie erleichtert die Priorisierung von Maßnahmen, verbessert die
mittelfristige Finanzplanung und sorgt dafür, dass das Wissen über den Zustand der Infrastruktur
dauerhaft dokumentiert und nicht ausschließlich von einzelnen Beschäftigten abhängig ist.
Der Antrag ergänzt den mit AT-3/2025 beschlossenen jährlichen Investitions- und Erhaltungsbericht.
Für eine belastbare Einschätzung des zukünftigen Finanzierungsbedarfs sind aktuelle und
fortschreibbare Zustandsdaten des kommunalen Straßennetzes erforderlich.
Antrag AT-4/2026 Seite 4 von 5
Die digitale Erfassung ersetzt nicht die fachliche Beurteilung durch die Verwaltung. Sie soll diese
unterstützen und den politischen Gremien eine transparente Grundlage für sachgerechte,
haushaltsbewusste Entscheidungen geben.
Für die Fraktion Bürgerliste Freie Wähler Dautphetal
Ralph Venohr, Fraktionsvorsitzender
Unterschrift
Antrag AT-4/2026 Seite 5 von 5
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