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Dringlichkeitsantrag der Fraktion der CDU Pilotprojekt für einen mobilen Hilferuf für hochgefährdete Betroffene häuslicher Gewalt einrichten Drucksache 21/2013 - Überweisung durch die Bürgerschaft (Landtag) zur Mitberatung
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Bremen |
| Datum | 2026-10-27 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Landtag der Freien Hansestadt Bremen
Haus der Bürgerschaft | Am Markt 20 | 28195 Bremen
Landtag Drucksache 21/2013
21. Wahlperiode
22. September 2026
Dringlichkeitsantrag der Fraktion der CDU
Pilotprojekt für einen mobilen Hilferuf für hochgefährdete Betroffene
häuslicher Gewalt einrichten
Gewalt gegen Frauen nimmt bundesweit zu. Besonders gefährdet sind Frauen, die bereits
Opfer schwerer häuslicher Gewalt geworden sind oder gegen deren Täter
Schutzmaßnahmen, beispielsweise nach dem Gewaltschutzgesetz, bestehen. Gerade in
diesen Fällen besteht ein erhebliches Risiko erneuter und besonders schwerer Gewalttaten
bis hin zu Tötungsdelikten.
Bremen verfügt über die organisatorischen Voraussetzungen, um moderne Notruf- und
Alarmierungssysteme einzubinden, die Polizei Bremen und die Gewaltschutzambulanz
arbeiten bereits eng zusammen. Andere Bundesländer erproben mobile Hilferufsysteme
für besonders gefährdete Betroffene bereits. Die Betroffenen tragen dabei ein kleines
Gerät oder eine Uhr bei sich. Im Ernstfall kann unauffällig, auch über einen stillen Alarm,
ein Notruf abgesetzt werden. Die alarmierten Einsatzkräfte erhalten den genauen
Aufenthaltsort der betroffenen Person zeitnah und können so schnell Hilfe leisten.
Nach Einschätzung der beteiligten Fachstellen kämen in Bremen zunächst rund 50 besonders
gefährdete Personen pro Jahr für ein solches Pilotprojekt in Betracht. Die laufenden Kosten
wären überschaubar. Je nach technischer Ausgestaltung und Anzahl gefährdeter Personen
liegen sie nach vorliegenden Schätzungen bei ca. 20.000- 50.000Euro jährlich.
Angesichts der weiterhin hohen Zahl schwerer Gewalttaten gegen Frauen sollte Bremen
dieses Instrument nun zeitnah erproben und den besonders gefährdeten Betroffenen einen
zusätzlichen mobilen Hilferuf zur Verfügung stellen.
Beschlussempfehlung:
Die Bremische Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:
Die Bremische Bürgerschaft (Landtag) fordert den Senat auf,
1. ein Pilotprojekt für einen mobilen Hilferuf für hochgefährdete Betroffene häuslicher Gewalt
einzurichten und die hierfür notwendigen Maßnahmen zu koordinieren und umzusetzen;
2. die dafür erforderlichen Haushaltsmittel bereitzustellen und die Finanzierung kurzfristig
sicherzustellen;
Drucksache Land - Drucksache 21/2013 1 von 2
Landtag der Freien Hansestadt Bremen
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3. gemeinsam mit der Polizei Bremen, der Gewaltschutzambulanz, der Inneren Mission sowie
weiteren geeigneten Akteuren Kriterien für die Aufnahme in das Pilotprojekt zu entwickeln;
4. die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine unmittelbare
Alarmierung der Polizei bei Auslösung des mobilen Hilferufs zu schaffen;
5. der Bürgerschaft nach einem Jahr über die Erfahrungen des Pilotprojekts, die Anzahl
der ausgegebenen Geräte, die Nutzung sowie den weiteren Finanzierungsbedarf zu berichten.
Simon Zeimke, Kerstin Eckardt, Dr. Wiebke Winter und Fraktion der CDU
Anlage(n):
- keine
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