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Wiederaufnahme des Limburger Lesedoms und Wiedereinbindung in das hessische Literaturfestival "Leseland Hessen" - Antrag 20/015 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeLimburg an der Lahn
Datum2026-11-16 geplant
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Wiederaufnahme des Limburger Lesedoms und Wiedereinbindung in das hessische Literaturfestival "Leseland Hessen" - Antrag 20/015 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Beschlussvorschlag: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 1. Der Magistrat wird beauftragt, sich für ein Revival des Limburger Lesedoms einzusetzen und beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie bei der Projektleitung „Leseland Hessen“ (Hessisches Literaturforum im Mousonturm) um eine Wiederaufnahme in das hessische Literaturfestival „Leseland Hessen“ zu bemühen; dabei sind die Teilnahme-Modalitäten zu prüfen, insbesondere die jährliche Frist zur Bekundung des Interesses bis zum 15. März. 2. Für das Haushaltsjahr 2027 werden Aufwendungen von 5.000 Euro für die Vorbereitung und Durchführung in den Haushaltsplan der Stadt Limburg aufgenommen. 3. Der Magistrat berichtet dem Ausschuss für Familie, Jugend, Integration und Kultur über den Stand der Bemühungen um eine Wiederaufnahme des Limburger Lesedoms. Begründung: 1. Der Limburger Lesedom ist seit 2003 fester Bestandteil des hessischen Literaturfestivals. Die Veranstaltungsreihe wurde im Rahmen von „Leseland Hessen“ getragen, einem landesweiten Literaturfestival, das 2003 vom damaligen Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen wurde, um die aktuelle Welt der Bücher und deren Autorinnen und Autoren ins hessische Land zu tragen. Limburg nimmt seit der Gründung des Festivals teil – über zwanzig Jahre ununterbrochen. Veranstalter waren jeweils der Magistrat (Kulturamt) gemeinsam mit der Dombibliothek – Öffentliche Bibliothek für die Stadt Limburg; die Reihe fand jeweils drei Tage im Herbst im zeitlichen Umfeld der Frankfurter Buchmesse statt, überwiegend bei freiem Eintritt. 2. Der Lesedom hat über zwei Jahrzehnte namhafte Literatur zu geringen Kosten nach Limburg geholt. Dank des Zeitfensters rund um die Frankfurter Buchmesse konnten Autorinnen und Autoren von nationalem Ruf eingeladen werden – darunter Meike Winnemuth, Jochen Till, Gregor Weber, Jan Böttcher, Susanne Saygin und Barbara Kunrath. Mit dem „Limburger Poetry Slam“ entwickelte die Reihe ein eigenes Format; Schullesungen an mehreren Schulen trugen zur Leseförderung bei, und durch die Vernetzung mit dem Hans-im-Glück-Preis der Kreisstadt lasen Preisträgerinnen und Preisträger regelmäßig beim Lesedom. Ein breites Sponsorennetz (u. a. EVL, Kreissparkasse Limburg, Sparda-Bank Hessen, Kulturvereinigung Limburg e. V., Lions-Club Limburg-Domstadt, Kreisvolkshochschule) sowie die Landesförderung durch das Ministerium und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen trugen zu diesem Erfolg bei; hr2-kultur war Medienpartner. 3. Die Reihe wurde 2025 ohne öffentlich dokumentierte Begründung eingestellt. Bereits ab August 2024 listete die städtische Internetseite unter der Überschrift ... - 2 - „Lesungen in Limburg“ nur noch Einzelveranstaltungen. Dass dieses kulturelle Highlight seitdem keinen Platz im Programm hat, wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern bedauert. 4. „Leseland Hessen“ ist aktiv – eine Wiederaufnahme von Limburg ist möglich. Das Festival findet seit 2003 jährlich im Herbst statt; in der Saison 2026 sind über 100 Autorinnen und Autoren mit rund 200 Veranstaltungen in fast 50 hessischen Orten vertreten, Limburg ist 2026 nicht dabei. Kommunen können ihr Interesse am Programm jeweils bis zum 15. März eines Jahres bekunden; die Koordination liegt beim Hessischen Literaturforum im Mousonturm in Frankfurt (Projektleitung Dr. Christian Dinger). Beharrliche Bemühungen der Stadt sind daher erforderlich, um in das Festival zurückzukehren – das nächste realistische Zeitfenster ist die Saison 2027. 5. Der Eigenanteil ist gering, das Organisationsmodell bewährt. Für Vorbereitung und Durchführung werden im Haushaltsjahr 2027 Aufwendungen von 5.000 Euro veranschlagt; dazu kommen Landesförderung, Mittel der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und die Sichtbarkeit über hr2-kultur. Das bewährte Organisationsmodell aus Kulturamt und Dombibliothek existiert bereits – eine Wiederaufnahme ist damit mit überschaubarem Aufwand verbunden. Eine weitere Begründung erfolgt mündlich. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir bitten Sie um Ihre Unterstützung für unseren Antrag – mit einem Ja holen wir den Limburger Lesedom zurück in das hessische Literaturfestival und stärken damit Kultur, Bildung und Innenstadt. gez. Dr. Sebastian Schaub Fraktionssprecher Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Limburger Stadtparlament

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