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"Wohnen für Hand" Hier: Antrag der CDU-Fraktion 24/25

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeStadt Willich
Datum2026-11-12 geplant
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Sitzungsvorlage - öffentlich - 26/337 Fachbereich Freizeit Familie STADT WILLICH Soziales Geschäftsbereich Soziales Datum 16.10.2026 Aktenzeichen Beratungsfolge TOP Sitzungsdatum Sozialausschuss 12.11.2026 Betreff: "Wohnen für Hand" Hier: Antrag der CDU-Fraktion 24/25 Sachverhalt: Mit Auftrag 24/25 wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob das Projekt „Wohnen für Hand“ mit niedrigem Zugang umgesetzt werden kann und welche bestehende Plattform gegebenenfalls für die Koordination genutzt werden könnte. Zu diesem Prüfauftrag hat die Verwaltung bereits mit Vorlage 26/147 Stellung genommen. Auf die dortigen Ausführungen und Beschlüsse wird verwiesen. Wie in Vorlage 26/147 dargestellt, stehen Online-Plattformen zur Vermittlung zwischen Wohnraumsuchenden und Wohnraumgebenden zur Verfügung. Für eine wirksame Nutzung im Stadtgebiet Willich zeigen sich jedoch praktische Hürden: Es fehlt an einer örtlichen Koordinierung, und die Anonymität der Online-Angebote erschwert die Kontaktaufnahme. Nach den bisherigen Erkenntnissen werden diese Plattformen von Bürgerinnen und Bürgern aus Willich daher nicht genutzt. Die Prüfung spricht somit dafür, ein örtlich angebundenes Angebot mit persönlicher Koordination vorzusehen. Im Rahmen der weiteren Prüfung hat die Verwaltung den Austausch mit dem Pilotprojekt „Wohnen für Hilfe“ der Caritas im Rhein-Kreis Neuss sowie mit dem Düsseldorfer Modell „Wohnpaar auf Zeit“ gesucht. Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ wird vom Rhein-Kreis Neuss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2025 bis zum 30. September 2027 gefördert. Die Durchführung obliegt der Caritas im Rhein-Kreis Neuss; hierfür stehen 19,5 Wochenstunden zur Verfügung. Das bei der Stadt Düsseldorf angesiedelte Modell „Wohnpaar auf Zeit“ ist eine etablierte Alternative zur klassischen Wohnraumvermittlung. Beide Projekte haben sich zu einem fachlichen Austausch bereit erklärt. Eine Koordination oder operative Umsetzung für das Stadtgebiet Willich können sie jedoch nicht übernehmen. Die Verantwortung für ein entsprechendes Angebot in Willich müsste daher vor Ort wahrgenommen werden. Aus dem fachlichen Austausch mit den Verantwortlichen beider Projekte ergeben sich folgende Erkenntnisse: - Die kommunale Koordination umfasst insbesondere die Entgegennahme von Bewerbungen, die Organisation des gegenseitigen Kennenlernens und die Zusammenführung geeigneter Interessierter (sogenanntes „Matching“). - Das anschließende Zusammenleben der Wohnpartnerinnen und Wohnpartner findet im privatrechtlichen Bereich statt. Hierzu kann z.B. auch ein entsprechender Vertragsvorschlag an die Hand gegeben werden. Eine Haftung ergibt sich daraus jedoch nicht. - Grundsätzlich besteht in der Bevölkerung ein wahrnehmbares Interesse an solchen Angeboten. Die konkrete Vermittlung passender Wohnpartnerinnen und Wohnpartner bleibt erfahrungsgemäß jedoch überschaubar. Die Anbindung des Projekts „Wohnen für Hand“ an die kommunale Seniorenstelle wäre eine zusätzliche freiwillige Leistung. Nach Prüfung der organisatorischen Voraussetzungen kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass die Umsetzung mit vorhandenen Ressourcen möglich ist, sofern sich die o.g. Erfahrungswerte der beiden bestehenden Pilotprojekte auch in Willich bestätigen. Die Koordination würde bei entsprechendem Beschluss durch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter des Pflegestützpunktes erfolgen. Um das Angebot bekannt zu machen und Interessierte zu erreichen, ist in diesem Fall eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit über bestehende Netzwerke, die Presse und soziale Medien vorgesehen. Auswirkungen auf den Stellenplan: Klimatische Relevanz: Hat der Beschluss Auswirkungen auf den Klimaschutz? Ja, positive ☐ ja, negative ☐ nein ☒ Erläuterung: Finanzielle Auswirkungen (einschließlich Folgekosten): Erläuterung: Auswirkungen auf die: (aktuelles HHJahr) (1. Folgejahr) (2. Folgejahr) (3. Folgejahr) Ergebnisrechnung Finanzrechnung Nachrichtlich: Bei Investitionsmaßnahmen ≥ 100.000 Euro ist ergänzend die normierte Folgekostenbetrachtung vorzulegen. Stellungnahme des Stadtkämmerers: Beschlussempfehlung: 1. Der Sozialausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Sitzungsvorlage 26/337 Seite 2 von 3 2. a) Der Sozialausschuss beauftragt die Verwaltung, das Pilotprojekt „Wohnen für Hand“ durch gezielte Vermittlungstätigkeit („Matching“) als zusätzliche freiwillige Aufgabe zu übernehmen und bei den vorhandenen Ressourcen im Pflegestützpunkt der kommunalen Seniorenstelle anzusiedeln. Alternativ: b) Der Sozialausschuss beauftragt die Verwaltung, das Projekt „Wohnen für Hand“ lediglich durch Weitergabe von Informationen über die vorhandenen Internetplattformen im Rahmen der Pflege- und Wohnberatung ohne eigene Vermittlungsleistungen zu unterstützen. (Dr. Sarah Bünstorf) Beigeordnete Anlage(n): Sitzungsvorlage 26/337 Seite 3 von 3

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