Startseite › Darmstadt › Antrag

Antrag der Fraktionen UFFBASSE, Bü 90/Grüne und Volt vom 25. Juli 2026 betr. Bolz- und Basketballplätze

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeDarmstadt
Datum2026-11-05 geplant
DatenstufeNur Dokumente
QuelleQuelldokument herunterladen →

Dokument

Extrahierter Text

Vorlage-Nr. SV-2026/0068 Antrag der Fraktion UFFBASSE, Bü 90/Grüne und Volt vom 25. Juli 2026 betr. Bolz- und Basketballplätze Darmstadt, 25.07.2026 Prüfantrag: Bolz- und Basketballplätze Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten, im gesamten Stadtgebiet geeignete Flächen zu prüfen, die sich für die Einrichtung von frei zugänglichen Bolzplätzen und Baskettballplätzen eignen, insbesondere und vorrangig in Stadtteilen und Quartieren, in denen bislang keine entsprechenden Angebote vorhanden sind oder diese nur unzureichend erreichbar sind. Dabei sollen insbesondere geprüft werden: 1) Flächen in Wohnquartieren mit hoher Kinder- und Jugenddichte. 2) Flächen in Stadtteilen ohne bestehende Bolz- oder Baskettballangebote im näheren Umfeld. 3) Flächen, die im Rahmen von Grünzug-, Spielplatz-, Schulhof- oder Quartiersentwicklungen ohnehin planerisch betrachtet werden. 4) Eine Priorisierung der grundsätzlich geeigneten Flächen nach bestehendem Versorgungsbedarf, Erreichbarkeit für Kinder und Jugendliche sowie realistischer und möglichst kurzfristiger Umsetzbarkeit. 5) Die Lincolnsiedlung ausdrücklich in die Prüfung einzubeziehen. Dabei sollen sowohl die dort noch vorhandenen potenziell geeigneten Freiflächen als auch die bereits entstandenen beziehungsweise geplanten Ballspiel- und Bewegungsangebote im benachbarten Ludwigshöhviertel und deren Erreichbarkeit für Kinder und Jugendliche berücksichtigt werden. 6) Das Jugendplenum in die Bedarfsermittlung und Priorisierung geeigneter Standorte einzubeziehen. Dabei soll den Jugendlichen Gelegenheit gegeben werden, aus ihrer Sicht bestehende Bedarfe, geeignete Standorte und Anforderungen an attraktive Bolz- und Basketballplätze einzubringen und die geprüften Flächen aus ihrer Sicht zu bewerten und zu priorisieren. Der Magistrat wird außerdem gebeten, dem zuständigen Ausschuss eine Übersicht vorzulegen, welche Flächen geeignet erscheinen, welche Eigentums- und Erschließungsfragen zu klären sind und mit welchem Aufwand eine Umsetzung verbunden wäre. Begründung: Bewegungs- und Freizeitflächen im Wohnumfeld sind ein wichtiger Baustein für kindgerechte und jugendgerechte Stadtentwicklung. Sie schaffen niederschwellige Möglichkeiten für Sport, Begegnung und Aufenthalt, ohne Vereinsbindung oder weite Wege. Für Darmstadt ist dies besonders relevant, weil die Stadt zwar über ein breites Netz an Spiel- und Ballspielplätzen sowie eine digitale Spielplatzkarte mit mehr als 130 Standorten verfügt, die Verteilung aber nicht in allen Quartieren gleich ist. Gerade in dicht bebauten oder neu entwickelten Wohngebieten ist der Bedarf an frei zugänglichen Bolz- und Basketballplätzen regelmäßig hoch. Solche Angebote fördern Bewegung, soziale Kontakte und selbstorganisierte Freizeitnutzung und können zugleich dazu 2 beitragen, Konflikte durch informelle Nutzung geeigneter Rand- oder Restflächen zu reduzieren, indem dafür ausdrücklich vorgesehene Orte geschaffen werden. In der Lincolnsiedlung bestehen bereits einzelne Bewegungsangebote wie Boule, Boulderfelsen und Parkour-Anlage. Diese zeigen, dass dort ein öffentliches und quartiersbezogenes Interesse an Sport- und Bewegungsflächen vorhanden ist. Zugleich ersetzt ein solches Angebot jedoch keinen klassischen Bolz- oder Basketballplatz, der für viele Kinder und Jugendliche eine andere, besonders niedrigschwellige Nutzungsform darstellt. Mit diesem Antrag greifen wir den von Jugendlichen im Rahmen der Veranstaltung ‚Jugend trifft Politik‘ im Café Lincoln kurz vor der letzten Kommunalwahl geäußerten Wunsch nach einem Bolzplatz auf und bitten darum, geeignete Flächen dafür zu prüfen. Der vorliegende Antrag verfolgt deshalb keinen Einzelstandort, sondern eine stadtweite Prüfung mit Priorisierung unterversorgter Quartiere. So können Doppelungen vermieden, vorhandene Angebote sinnvoll ergänzt und Flächen identifiziert werden, die mit vertretbarem Aufwand zu attraktiven Bolz- oder Basketballplätzen entwickelt werden können. Die Lincolnsiedlung soll dabei ausdrücklich als prioritärer Prüfstandort berücksichtigt werden, weil dort bereits eine hohe Affinität zu offenen Bewegungsangeboten besteht und die Ergänzung um klassische Ballspielflächen die Aufenthalts- und Freizeitqualität weiter stärken würde. Wir danken für die wohlwollende Prüfung unseres Antrags. Vielen Dank. Uffbasse: Kerstin Lau, Sebastian Schmidt, Till Mootz, Arne Herrmann, Wolfgang Uhrig Bd. 90/Die GRÜNEN: Eva Bredow-Cordier und Andreas Ewald, Fraktionsvorsitzende Volt: Ana Lena Herrling, Fraktionsvorsitzende, und Justin Krampe, stellv. Fraktionsvorsitzender

Text aus PDF extrahiert