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Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen bezüglich "Erinnerungs- und Lernort für Zivilcourage in Bensheim"
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Bensheim |
| Datum | 2026-10-26 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antrag Bensheim, den 26.10.2026
Von: FWG, CDU, SPD, Grüne, FDP, BfB und Volt
Vorlagen-Nr.: 0452/26
Betreff: Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen bezüglich "Erinnerungs- und
Lernort für Zivilcourage in Bensheim"
Beschlussvorschlag:
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
1. In Bensheim wird ein Erinnerungs- und Lernort für Zivilcourage im öffentlichen
Raum errichtet. Es soll explizit kein Denkmal sein.
2. Der Magistrat wird beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten und dabei mögliche
Formen und Standorte sowie die voraussichtlichen Kosten und
Finanzierungsmöglichkeiten mit folgenden Maßgaben darzustellen:
- Möglichkeit der Nutzung von freiwilligen privaten Geldern, insbesondere
Crowdfunding und Spenden
- Förderungen prüfen, auch aus bestehenden Demokratie-Programmen
- Ressourcennutzung hinsichtlich Personalaufwand, z.B. aus der 0,5er
Stelle bei der Caritas (Steuerung Demokratie-Programm Aktivitäten)
3. Bei der Standortwahl soll insbesondere darauf geachtet werden, dass der Ort
• öffentlich und gut zugänglich ist,
• eine angemessene Wahrnehmung des Erinnerungs- und Lernorts ermöglicht,
• zum Verweilen und Nachdenken einlädt und
• für die Einbindung in die lokale Bildungs- und Jugendarbeit geeignet ist.
4. Bei der Erarbeitung sollen die Expertisen geeignete Personen und Institutionen
aus Bensheim, die sich mit den Themen Zivilcourage, Demokratiebildung und
gesellschaftlichem Engagement befassen, sowie das Projekt „Partnerschaft für
Demokratie — Bensheim lebt Demokratie" mit den Netzwerkpartnern
eingebunden werden. Ebenso sollen Schulen wie beispielsweise Goethe
Gymnasium und Geschwister Scholl Schule, AKG und Liebfrauenschule, die
sich bereits mit Workshops mit dem Thema Demokratie und Zivilcourage
befassen, einbezogen werden.
5. Weiterhin soll sich der Magistrat an bestehenden Erinnerungsorten für
Demokratie und Zivilcourage in anderen Städten z. B. in Aschaffenburg,
München-Solln, Frankfurt/Main, Offenbach orientieren bzw. Anregungen holen.
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6. Der Magistrat wird beauftragt, den zuständigen Gremien bis zum Ende des
zweiten Quartals 2027 eine entscheidungsfähige Grundlage zu folgenden
Punkten vorzulegen:
• Gestaltung und Form,
• Standort,
• Einbindung in die Bildungs- und Jugendarbeit,
• Beteiligung der Stadtgesellschaft,
• Finanzierung sowie
• mögliche weitere Umsetzung.
Ziel der zeitlichen Vorgabe ist es, rechtzeitig vor dem Tag der Zivilcourage am
19. September 2027 eine ausreichende Grundlage für die weitere politische
Beratung und die nächsten Umsetzungsschritte zu schaffen.
Begründung:
siehe Anlage
Text aus PDF extrahiert