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Antrag der SPD-Fraktion betr.: Kurzfristige Maßnahmen gegen die "Trinker-Szene" prüfen und umsetzen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Neuss |
| Datum | 2026-11-06 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Herrn Bürgermeister
Reiner Breuer
Rathaus / Markt 2
41460 Neuss
16. Oktober 2026
Antrag zur Sitzung des Rates der Stadt Neuss am 06.11.2026:
Kurzfristige Maßnahmen gegen die „Trinker-Szene“ prüfen und umsetzen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
im Namen der SPD-Ratsfraktion Neuss bitten wir darum, den nachfolgenden Antrag auf die
Tagesordnung der Sitzung des Rates der Stadt Neuss am 6. November 2026 zu setzen.
Beschlussempfehlung:
1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, im Zusammenhang mit den von vielen Neusserinnen und
Neussern kritisierten Probleme mit der sogenannten „Trinker-Szene“ folgende Maßnahmen zu
prüfen und – soweit rechtlich zulässig – im Rahmen eines Gesamtkonzeptes umzusetzen:
a) Ausweitung der Schwerpunktkontrollen des Kommunalen Service- und Ordnungsdienstes
(KSOD) und/oder der Polizei, um im Bedarfsfall weitere Platzverweise aussprechen zu können
b) Umsetzung eines Alkoholverbotes in kritisierten Bereichen wie dem Umfeld des Kreishauses,
der Stadthalle, im Hauptstraßenzug, an Bushaltestellen und in zentralen Grünflächen wie
dem Rosengarten (mit Sonderregelungen für Außengastronomie und Festen)
c) Ausweitung der Videoüberwachung (siehe auch Ratsbeschluss vom 04.07.2025)
d) Prüfung des Abbaus und der Verlagerung von einzelnen Bänken in problembehafteten
Bereichen
e) Suche nach einem möglichen tolerierten Aufenthaltsbereich im Zusammenhang mit dem
Beschluss der Sondersitzung des Haupt-, Sicherheits- und Gleichstellungsausschusses vom 29.
September 2026
2. Die Ergebnisse und mögliche finanzielle oder personelle Auswirkungen sollen im Haupt-,
Sicherheits- und Gleichstellungsausschuss beraten werden.
Begründung:
Viele Neusserinnen und Neusser kritisieren schon seit längerer Zeit Probleme, die durch die
sogenannte „Trinker-Szene“ verursacht werden. Während sich die Personen vor einiger Zeit noch im
Umfeld der Straßenbahn-Haltestelle an der Stadthalte aufgehalten haben, haben sich die Probleme
nunmehr insbesondere in das Umfeld des Kreishauses oder in Teilen des Hauptstraßenzuges
verlagert.
Die Geschäftsinhaber und viele Passantinnen und Passanten haben die Zustände und ihre negativen
Auswirkungen in der Vergangenheit bereits mehrfach gegenüber der Presse kommuniziert und auch
regelmäßig gegenüber mehreren Parteien geäußert. Im Rahmen einer Sondersitzung des Haupt-,
Sicherheits- und Sozialausschusses wurde sich zuletzt mit einer möglichen Gesamtstrategie im
Umgang mit drogenabhängigen Menschen beschäftigt, die in den kommenden Monaten gemeinsam
mit allen Beteiligten ausgearbeitet werden soll.
Unserer Ansicht nach muss aber parallel auch an weiteren Maßnahmen im Umgang mit der
sogenannten „Trinker-Szene“ gearbeitet werden. In der Stadt Remscheid, in der es ähnliche
Probleme gibt, wurden aus diesem Grund für erste Bereiche auch Maßnahmen wie ein Alkoholverbot
oder den Abbau und die Verlagerung einzelner Bänke umgesetzt. Deswegen möchten wir mit diesem
Antrag prüfen lassen, welche Maßnahmen in den oben genannten Bereichen auch in unserer Stadt
umgesetzt werden könnten und aus Sicht der Stadtverwaltung auch sinnvoll wären.
Parallel zu der in Arbeit befindlichen Gesamtstrategie sollte unserer Ansicht nach auch geprüft
werden, ob es einen möglichen tolerierten Aufenthaltsbereich gibt, in dem die Personen besser
kontrolliert und auch betreut werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Sascha Karbowiak Heinrich Thiel
Fraktionsvorsitzender Stadtverordneter
Text aus PDF extrahiert