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Gedenken an Srebrenica

Abgelehnt
TypAntrag
GemeindeFrankfurt am Main
Eingereicht vonLinke
Datum2026-10-29
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Antrag vom 29.10.2026, NR 95 Betreff: Gedenken an Srebrenica Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:   Der Magistrat wird aufgefordert:   1. ein Konzept für ein jährliches städtisches Gedenken an den Völkermord von Srebrenica am 11. Juli gemeinsam mit Überlebenden, Angehörigen und bestehenden Erinnerungsinitiativen zu entwickeln und dieses ab 2027 umzusetzen;   2. das Gedenken durch historisch-politische Bildungsarbeit zu begleiten und bestehende zivilgesellschaftliche Aktivitäten zu unterstützen; 3. unter Beteiligung migrantischer Selbstorganisationen zu prüfen, wie die Erfahrungen von Krieg, Verfolgung und Vertreibung sowie die Erinnerung an Völkermorde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit stärker in die Frankfurter Erinnerungskultur einfließen können. Begründung: Am 11. Juli 1995 begann der Völkermord von Srebrenica. Im Umkreis der bosnischen Stadt wurden mehr als 8.000 bosnische Männer und Jungen im Alter zwischen 13 und 78 Jahren von bosnisch-serbische Truppen ermordet und in Massengräbern verscharrt. Dieser Genozid war das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Daraus erwächst die Verantwortung, Nationalismus, Rassismus und der Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit entgegenzutreten.   Der Völkermord wurde durch internationale Gerichte festgestellt. 2026 wurde der Tag von den Vereinten Nationen zum dritten Mal als "Internationaler Tag der Besinnung und des Gedenkens an den Völkermord von Srebrenica 1995" begangen. Die Geschichte des Bosnienkriegs ist auch Teil der Frankfurter Stadtgeschichte. Viele Menschen fanden hier Zuflucht. Bis heute halten Überlebende, Angehörige und bosnisch-herzegowinische Initiativen die Erinnerung lebendig. Das Gedenken an die Opfer ist eine Mahnung daran, wie abgründig Ethno-Nationalismus und Rassismus enden können.   Frankfurt ist eine postmigrantische Stadt. Die historischen Erfahrungen ihrer Einwohner*innen gehören zu ihrer gemeinsamen Geschichte und müssen auch in der öffentlichen Erinnerungskultur sichtbar werden. Frankfurt muss daher seiner Verantwortung nachkommen, die Erinnerung an die Opfer lebendig zu halten.   Antragsteller: Linke Antragstellende Person(en): Stadtv. Benjamin Alicic Stadtv. Deniz Avan Stadtv. Ayse Zora Marie Dalhoff Stadtv. Heike Leitschuh Stadtv. Dr. Daniela Mehler-Würzbach Stadtv. Michael Müller Stadtv. Alexis J. Passadakis Stadtv. Dominike Pauli            Stadtv. Mona Waissi Vertraulichkeit: Nein Hauptvorlage: Antrag vom 06.10.2026, NR 82 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Diversität, Beteiligung und Europa

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