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Prüfung zur Einführung eines kommunalen Transparenzregisters
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Arnstadt |
| Datum | 2026-10-27 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Arnstadt
Fraktion Alternative für Deutschland
Stadtrat der Stadt Arnstadt
Beschlussantrag Nummer: 2026-0561
Datum: 27.10.2026
Bezug-Nr:
Einreicher Markus Klimpel
Fraktion Alternative für
Deutschland
Beratungsfolge Termin Status
Stadtrat der Stadt Arnstadt 12.11.2026 öffentlich einbringend
Prüfung zur Einführung eines kommunalen Transparenzregisters
Beschlussvorschlag:
1. Der Stadtrat der Stadt Arnstadt bittet die Verwaltung, bis zum 1. Quartal 2027
zu prüfen, in welchem Umfang und in welcher rechtlichen Form eine
transparente und freiwillige, bzw. im rechtlich zulässigen Rahmen
verpflichtende Offenlegung von Nebeneinkünften, Unternehmensbeteiligungen
und beruflichen Interessenverknüpfungen für die Mitglieder des Kreistages
umgesetzt werden kann.
2. Die Verwaltung wird ferner gebeten, die rechtlichen und organisatorischen
Voraussetzungen zur Einrichtung und Führung eines digital einsehbaren
Transparenzregisters („Kommunales Lobbyregister“) zu prüfen. In diesem
sollen dokumentierte Kontakte zwischen Interessenvertretern und der
kommunalen Politik bzw. Verwaltung erfasst werden, sofern sie auf die
Vorbereitung von Beschlüssen oder Satzungsänderungen abzielen.
3. Die Ergebnisse dieser Prüfungen sowie ein darauf basierender Satzungs- bzw.
Änderungsentwurf sind dem Stadtrat in einer der kommenden Sitzungen zur
Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
Problembeschreibung / Begründung:
Die kommunalpolitische Arbeit im Stadtrat erfordert ein Höchstmaß an Vertrauen der
Bürger in die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit ihrer gewählten Vertreter. Als
gewählte Mitglieder sind wir ausschließlich dem Gemeinwohl der Bürger unserer Stadt
verpflichtet. Um jeglichen Anschein von Befangenheit, verdeckter Einflussnahme oder
sachfremden Interessenkonflikten präventiv entgegenzuwirken, ist maximale
Transparenz das wirksamste Instrument.
Die Offenlegung von Nebeneinkünften und potenziellen wirtschaftlichen
Interessenverknüpfungen (etwa durch Aufsichtsratsmandate,
Unternehmensbeteiligungen oder beratende Tätigkeiten) schafft Klarheit und schützt
gleichermaßen die ehrenamtlich tätigen Stadträte vor unberechtigten Spekulationen
oder Vorwürfen der Vorteilsnahme.
Unsere Fraktion sieht in dieser Maßnahme einen entscheidenden Schritt zur Stärkung
der lokalen Demokratie, zur Erhöhung der Transparenz kommunaler
Entscheidungsprozesse und zur Festigung des Vertrauens der Bürger in ihre
politischen Gremien. Da die rechtlichen Rahmenbedingungen eng gesteckt sind, ist
eine fundierte Prüfung durch die Verwaltung der notwendige erste Schritt zur
rechtssicheren Ausgestaltung dieser Transparenzoffensive.
gez. Markus Klimpel
Fraktionsvorsitzender
Text aus PDF extrahiert