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Antrag der SPD-Fraktion auf Aufteilung des bisherigen Sozialausschusses in zwei eigenständige Fachausschüsse
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Norderney |
| Datum | 2026-11-03 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Norderney, 20.10.2026
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Norderney
Herrn
Bürgermeister
Frank Ulrichs
i. V. o. A.
Am Kurplatz 3
26548 Norderney
– per E-Mail –
Antrag
der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Norderney zur Ratssitzung am 3.11.2026
zur Aufteilung des bisherigen Sozialausschusses in zwei eigenständige
Fachausschüsse
Der Rat der Stadt Norderney möge beschließen:
Beschlussvorschlag
1. Der bisherige Sozialausschuss wird in zwei eigenständige Ausschüsse
aufgeteilt.
2. Bildung eines Schul- und Kitaausschusses
Der Schul- und Kitaausschuss befasst sich mit den kommunalen Aufgaben und
Gestaltungsmöglichkeiten in den Bereichen Schulen, Kindertagesstätten und
frühkindliche Bildung.
Im Bereich der Schulen umfasst dies insbesondere:
• die Aufgaben der Stadt als Schulträgerin, insbesondere Bau, Unterhaltung,
Sanierung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Schulgebäude und
Außenanlagen,
• die Ausstattung der Schulen mit Mobiliar, Lehr- und Lernmitteln sowie
digitaler Infrastruktur,
• die kommunale Schulentwicklungsplanung und die Entwicklung des
schulischen Raum- und Kapazitätsbedarfs,
• die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für Ganztags- und
Betreuungsangebote,
• die kommunalen Aufgaben der Schulverpflegung,
• die Zusammenarbeit mit Schulen, Schulverwaltung, Land und weiteren
zuständigen Stellen bei schulbezogenen Fragen.
•
Im Bereich der Kindertagesstätten und der frühkindlichen Bildung umfasst dies
insbesondere:
• die kommunale Bedarfsplanung und die bedarfsgerechte Bereitstellung
von Krippen- und Kindergartenplätzen,
• die Entwicklung der Betreuungsangebote hinsichtlich Öffnungszeiten,
Betreuungsumfang und Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
• die baulichen, räumlichen und sachlichen Voraussetzungen der
Kindertagesstätten,
• die Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung, Sprachförderung,
Inklusion und Chancengerechtigkeit im Rahmen der kommunalen
Zuständigkeit,
• die Zusammenarbeit mit Kita-Trägern, Eltern, Schulen und weiteren
Einrichtungen,
• die Förderung von Elternbeteiligung, Familienbildung und
familienunterstützenden Angeboten,
• die kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten bei Elternbeiträgen und der
Zugänglichkeit der Betreuungsangebote,
• die Qualitätsentwicklung und die Weiterentwicklung pädagogischer
Rahmenbedingungen im Rahmen der jeweiligen Trägerverantwortung.
•
Die Zuständigkeiten des Landes Niedersachsen, insbesondere für Lehrpläne,
Unterrichtsgestaltung, Leistungsbewertung und die Unterrichtsversorgung, bleiben
unberührt. Haushalts- und finanzwirtschaftliche Entscheidungen richten sich nach
den Zuständigkeiten der hierfür verantwortlichen Gremien.
3. Bildung eines Sozialausschusses
Der Sozialausschuss befasst sich insbesondere mit folgenden Themen:
• Seniorenarbeit und seniorengerechte Entwicklung der Stadt,
• Förderung und Unterstützung des Ehrenamtes,
• ärztliche und medizinische Versorgung auf Norderney,
• soziale Teilhabe, Inklusion und Barrierefreiheit,
• Familien, Kinder und Jugendliche außerhalb der Zuständigkeit des Schul-
und Kitaausschusses,
• Unterstützung von Menschen in besonderen Lebenslagen,
• Integration, gesellschaftlicher Zusammenhalt und weitere soziale
Themen.
Begründung:
Die Themenfelder des bisherigen Sozialausschusses sind in Umfang,
Komplexität und Bedeutung für die Stadt Norderney deutlich gewachsen.
Insbesondere die schulische Infrastruktur sowie die Kindertagesstätten und die
frühkindliche Bildung bilden eigenständige kommunalpolitische
Handlungsfelder, die eine kontinuierliche und fachlich vertiefte Beratung
erfordern.
Als Schulträgerin ist die Stadt für wesentliche räumliche, sachliche und
infrastrukturelle Voraussetzungen des Schulbetriebs verantwortlich. Dazu
gehören insbesondere die Schulgebäude, deren Unterhaltung und
Modernisierung, die Ausstattung sowie die kommunale
Schulentwicklungsplanung. Die pädagogischen und personellen Aufgaben des
Landes bleiben hiervon unberührt.
Auch die Kindertagesstätten und die frühkindliche Bildung erfordern eine
eigenständige politische Schwerpunktsetzung. Die bedarfsgerechte
Bereitstellung von Betreuungsplätzen, verlässliche Betreuungsangebote, die
Förderung frühkindlicher Entwicklung sowie die Zusammenarbeit mit Eltern
und Trägern sind wesentliche Bestandteile kommunaler Bildungs- und
Familienpolitik.
Durch die Bündelung dieser Themen in einem Schul- und Kitaausschuss können
Bedarfe frühzeitig erkannt, konzeptionelle Entwicklungen begleitet und die
kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten gezielter genutzt werden.
Gleichzeitig erhalten die übrigen sozialen Themen, insbesondere Seniorenarbeit,
Ehrenamt, medizinische Versorgung und soziale Teilhabe, im eigenständigen
Sozialausschuss mehr Raum für eine intensive politische Beratung.
Die Aufteilung ermöglicht damit eine fachlich differenziertere und effizientere
Ausschussarbeit und stärkt die politische Begleitung zentraler
Zukunftsaufgaben der Stadt Norderney.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Harms
Fraktionsvorsitzender
Text aus PDF extrahiert