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Gemeinsamer fraktionsübergreifender Antrag des Ortsbeirates: „Antrag zu Hitze- und Klimaschutzmaßnahmen im Stadtteil Rübenach“ - Beratung und Beschlussfassung
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Koblenz |
| Datum | 2026-11-03 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Der Ortsbeirat Rübenach verfasst folgenden fraktionsübergreifenden/ gemeinsamen
Antrag
„Antrag zu Hitze- und Klimaschutzmaßnahmen im Stadtteil Rübenach“
Thema: Die sich rasant ändernden Lebensbedingungen in Rübenach
Im Rahmen der Haushaltsberatungen fordert der Ortsbeirat Rübenach für Maßnahmen in
Bezug auf Hitze- und Wasserschutz die notwendigen Mittel bereitzustellen / Maßnahmen
durchzuführen, um erste Schritte zur Bewältigung klimatischer Auswirkungen einzuleiten.
Folgende Forderungen zur Installation von Hitzeschutz-Vorsorge-Maßnahmen für den
Lebensraum Rübenach werden erhoben:
1. Der Bachlauf des Brückerbach soll optimiert werden, indem der Wasserlauf an
verschiedenen Stellen angestaut wird, z.B. das Regenrückhaltebecken, Wasserstand
um 1,5 m anheben, das Quellgebiet (Mäusespitz) leicht anstauen, den Bach am/den
Mühlenteich leicht anstauen, den Bach bei der Grünwies leicht anstauen. Die
Umsetzungskosten sind nach überschlägiger Betrachtung gering, ABER jede einzelne
der genannten Maßnahmen ergäbe positive Veränderungen der Kleinklimaten.
Fortschritte für die Tier- und Pflanzenwelt, eine Förderung von Biotop-Vernetzungen -
aktiver Umweltschutz - und damit gut und sinnvoll für Rübenach.
2. Notwendige städtische Flächen sind bereitzustellen, um weitere Baumpflanzungen
zu ermöglichen: Bepflanzungen mit heimischen, klimaresilienten Solitärbäumen in der
Keltenstraße sowie in Anbau-Formen von sogenannten Tiny Forrest Flächen
(Umgestaltung kleiner und kleinster Flächen mit Bäumen und Sträuchern - nicht
erforderlicherweise Wald (im Sinne des Landeswaldgesetztes); weitere
Baumpflanzungen, um die Dorfkühlung/Kaltluftentstehung zu verbessern -
planen/fördern und umsetzen bzw. die Verwirklichung zeitnah möglich machen.
Weitere notwendige Maßnahmen sind:
3. Installation von Trinkwasserbrunnen/Dorfbrunnen/Wasservernebelungen sowie Refill
– Stationen einrichten in Zusammenarbeit mit den Betreibern
(Geschäfte/Bauernladen) . Spielplätze beschatten – prüfen und umsetzen
4. Langfristige Entsiegelung von versiegelten Flächen. Dies dient dem
Grundwasserschutz. Auch die gesetzlichen Vorgaben von Ausgleichsflächen bei
Neubauten sind stärker zu beachten und im Rahmen von Monitoring-Maßnahmen zu
überprüfen. Die Ersetzung von versiegelnden Oberflächenmaterialien durch
wasserdurchlässige Materialien (Rasengittersteine etc.).
5. Die Unterstützung durch den Eigenbetrieb Grünflächen oder das Amt für
Stadtentwicklung und Bauordnung in Form von Beratungen etc. hinsichtlich der
kommenden veränderten Lebensbedingungen und geeigneten Maßnahmen.
6. Mittel zur Förderung des privaten Hitzeschutz: planerische Unterstützen bzw. bei
der Identifikation von Fördermöglichkeiten helfen (z.B. zur Bepflanzung, Beschattung,
Entsiegelung etc. auf privatem Gelände) – u.a. durch Beratungen über den
Eigenbetrieb Grünflächen oder das Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung.
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7. Mittel zur Berufung einer/s Hitzeschutzbeauftragten bzw. zusätzliche
Mittelbereitstellung für die Klimaleitstelle.
8. Mittel für aktiven Tierschutz – im öffentlichen Raum Trinkschalen für Vögel und
Vierbeiner (wichtig für den Schutz u.a. der Schwalbenpopulationen) – eine Betreuung
kann durch Private erfolgen.
9. Maßnahmen unterstützen bzw. einrichten, die auch (besonders) den älteren
Bürgern und anderen vulnerablen Gruppen Erleichterungen im Hitzealltag
schaffen können:
10. Kühlung – Schattenräume zur Kühlung schaffen – Refill-Stationen – Straßenzüge mit
Sonnensegeln versehen (Temporär) … gegebenenfalls auch Maßnahmen wie
Sonnenschirme nebst Installation der nötigen Bodenhülsen (Temporär)
11. Hitzewarnungen (Medien s.u.);
12. Workshops zur „Ausbildung“ von Multiplikatoren, die ehrenamtlich vulnerable Perso-
nen (vP) aufsuchen und unterstützen;
13. Angebot und Info über kühle Aufenthalts-(Schlaf)-Orte durch die Stadt;
14. Aufruf der Bevölkerung (Radio, Rundschreiben, Zeitung, RegionalTV, Plakate…):
- Zur Wachsamkeit gegenüber vulnerablen Mitmenschen
- Zur Hilfe von vP
- Zum regelmäßigen Trinken
- Zur Benennung von vP gegenüber der Stadt, die dann durch städt. Angestellte vP
aufsuchen, u.a. zur Versorgung mit Getränken/ Einkaufsdienst
- Öffentliche Einrichtungen / Geschäfte auffordern, Leitungswasser anzubieten
- Pflegediensten auffordern, vP besonders zu unterstützen (finanzielle Förderung)
15. Hitzetelefon: aktiv und passiv (Infos zum Umgang mit Hitze, Unterstützung anbieten);
16. Infoveranstaltungen durch die Stadt zum Thema Umgang mit Hitze;
17. Infobroschüren verteilen; Bürgerbeteiligungen
18. Mittel für Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Aufklärung und Schutz von notwendig
werdenden Veränderungsmaßnahmen, um ein allgemeines Bewusstsein zu schaffen!
Hinweise, warum wir Rübenacher den verbesserten Hitzeschutz und den natürlichen
Wasserschutz brauchen und es sehr ernst nehmen und aktiv unterstützen und verbessern
wollen.
19. Der Ortsbeirat Rübenach fordert für die erstgenannten Maßnahmen Mittel in Höhe
von
75.000 € für die Herstellung von Sohlschwellen, Sohlgleiten und Totholz- sowie
Steinschwellen zur Gewässeranstauung.
75.000 € für die Herstellung kleiner und mittlerer Tiny Forrests zw. 100 und 300 m².
10.000 € zur Befähigung der Verwaltung die zusätzlichen Aufgaben durchzuführen.
Zu inhaltlichen und fachlichen Fragen und weiteren Ausführungen steht der
Ortsbeirat jederzeit zur Verfügung.
25.10.2026
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