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Optimierung und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Friedhofskonzeptes der Stadt Herborn; Antrag der FWG-Fraktion vom

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeHerborn
Datum2026-11-05 geplant
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Antrag 20.10.2026 An den Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Herborn 35745 Herborn Optimierung und zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Friedhofskonzeptes der Stadt Herborn Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, ich möchte Sie bitten, den nachstehenden Antrag auf die Tagesordnung für die nächste Stadtverordnetenversammlung zu nehmen: Der Magistrat wird beauftragt, das bestehende Friedhofs- und Bestattungskonzept der Stadt Herborn zu überprüfen und Möglichkeiten für eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Weiterentwicklung zu erarbeiten. Dabei sollen insbesondere folgende Maßnahmen geprüft und deren Umsetzungsmöglichkeiten dargestellt werden: - Auf welchen städtischen Friedhöfen können geeignete Flächen für Baum- bestattungen und weitere naturnahe Bestattungsformen ausgewiesen werden? - Welche Möglichkeiten zur Einrichtung von Memoriamgärten oder vergleichbaren gärtnerbetreuten Grabanlagen bestehen? - Welche Möglichkeiten bestehen BürgerInnen, wie z.B. RuheständlerInnen, auf freiwilliger, ehrenamtlicher Basis gegen Aufwandsentschädigung oder gegebenenfalls im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses in die Pflege geeigneter, einfacher Grünflächen auf den städtischen Friedhöfen einzubinden? Im Rahmen der Prüfung sollen die voraussichtlichen Kosten der einzelnen umsetzbaren Maßnahmen, mögliche Einsparpotenziale und die Auswirkungen auf die Friedhofsgebühren sowie die personellen und organisatorischen Voraussetzungen dargestellt werden. Darüber hinaus sollen die Auswirkungen auf die Flächennutzung, die Aufenthaltsqualität der Friedhofsbesucher und die ökologische Gestaltung der Friedhöfe berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der Prüfung sind der Stadtverordnetenversammlung mit konkreten Handlungsempfehlungen und gegebenenfalls einem Stufenplan zur Umsetzung vorzulegen. Begründung: Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Neben klassischen Erd- und Urnengräbern gewinnen naturnahe Bestattungsformen und pflegefreie Grabangebote zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig stehen Kommunen vor der Herausforderung, ihre Friedhöfe wirtschaftlich zu unterhalten und vorhandene Flächen sinnvoll zu nutzen. Durch den Rückgang der Nachfrage nach klassischen, pflegeintensiven Grabstätten können Freiflächen entstehen, deren Unterhaltung weiterhin Kosten verursacht. Eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Friedhofskonzeptes bietet die Chance, diese Flächen sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig den Wünschen der BürgerInnen nach zeitgemäßen Bestattungsformen Rechnung zu tragen. Naturnahe Bestattungen können das bestehende Angebot ergänzen und dazu beitragen, dass BürgerInnen entsprechende Angebote auf den kommunalen Friedhöfen in Anspruch nehmen können. Dadurch können vorhandene Infrastrukturen genutzt und mögliche Abwanderungen zu auswärtigen Bestattungswäldern reduziert werden. Dabei sollen nach Möglichkeit vorhandene Grünflächen und geeignete Baumbestände genutzt werden, um zusätzliche Bestattungsangebote zu schaffen und gleichzeitig den Pflegeaufwand zu reduzieren. Memoriamgärten und gärtnerbetreute Grabanlagen bieten eine attraktive Alternative für Menschen, die eine gepflegte Grabstätte wünschen, ohne dass Angehörige die laufende Grabpflege selbst übernehmen müssen. Durch Kooperationen mit örtlichen Fachbetrieben und geeigneten Treuhandstellen können Pflege und Finanzierung langfristig organisiert werden. Gleichzeitig können parkähnliche Anlagen die Aufenthaltsqualität und das Erscheinungsbild der Friedhöfe verbessern. Ziel des Antrags ist, attraktive und pflegefreie Bestattungsangebote zu schaffen, Angehörige zu entlasten, die Friedhofsflächen aufzuwerten und die kommunalen Pflegeaufwendungen möglichst gering zu halten. Darüber hinaus kann die Einbindung von BürgerInnen wie z. B. RuheständlerInnen in die Pflegearbeiten einen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten. Freiwilliges Engagement oder geeignete Beschäftigungsmodelle ermöglichen es interessierten Menschen, sich aktiv in das Gemeindeleben einzubringen und zugleich die Pflege einfacher Grünflächen zu unterstützen, wobei natürlich auch Kooperationsformen wie z. B. mit örtlichen Vereinen, Kirchengemeinden, Seniorenvertretungen und ehrenamtlichen Initiativen berücksichtigt werden sollen. Eine vorausschauende Friedhofsentwicklung verbindet die Bedürfnisse der Bevölkerung mit den Anforderungen an eine wirtschaftliche, ökologische und bürgernahe kommunale Infrastruktur. Die FWG-Fraktion Herborn sieht darin die Möglichkeit, die städtischen Friedhöfe langfristig als würdige Orte des Gedenkens, der Begegnung und der Ruhe zu erhalten und aufzuwerten sowie diese zukunftsgerecht weiterzuentwickeln. Weitere Begründung erfolgt mündlich. Für die FWG-Fraktion K. Enenkel

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