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Antrag der SPD-Fraktion vom 31.08.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Ennepetal |
| Datum | 2026-11-05 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Ennepetal, 27.10.2026
BESCHLUSSVORLAGE
NR. 2026/0720
Fachbereich: FB 4 - Planen, Bauen und Umwelt Aktenzeichen: FB4 61 TS
Beteiligte Fachbereiche: Stabstelle Wirtschaftsförderung
Lauf der Vorlage Zuständiges Gremium Sitzung am Öffentlichkeitsstatus
Beschluss Ausschuss für Stadtentwicklung und 05.11.2026 öffentlich
Wirtschaftsförderung
Antrag der SPD-Fraktion vom 15.07.2026
hier:Antrag zum Gesamtkomplex "Hellweg"
Beschluss:
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung beauftragt die Verwaltung,
1. mit dem Hellweg-Konzern Kontakt aufzunehmen und mögliche finanzielle Rahmen
auszuloten,
2. durch die Fachbereiche der Stadt zu prüfen, ob in diesem Gesamtkomplex eine realistische
Nutzung der Volkshochschule VHS, eines Gesamtstandortes der Musikschule sowie ein
Jugendzentrum entwickelt werden kann,
3. da es sich um ein exponiertes Grundstück handelt bei fortschreitender Entwicklung
möglicher Nutzungsmöglichkeiten frühzeitig und umfassend die Ennepetaler Bürgerschaft
einzubeziehen und somit weitere Ideen für eine weitere Nutzung des Gebäudes oder/ und
des Grundstücks nach den Wünschen der Ennepetaler zu realisieren, vergleichbar mit dem
Bürgerdialog in der „Rosine“ in Ennepetal-Voerde.
Begründung:
Im Sommer 2026 wurde die Insolvenz der Dortmunder Baumarktkette Hellweg bekannt. Die
Baumarktkette betreibt ihr Geschäft bundesweit an 111 Standorten, davon ein Standort in
Ennepetal an der Neustraße. Im weiteren Verlauf der Presseberichterstattung wurde bekannt,
dass einige Standorte der Baumarktkette weiter betrieben werden, der Ennepetaler Standort ist
nicht darunter.
Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion einen Antrag gestellt, der aus zwei Teilen
besteht. Im ersten Teil (Teil I) bittet die SPD-Fraktion um die Beantwortung konkreter Fragen,
die zur Bewertung des Sachverhalts von Bedeutung sind. Im zweiten Teil (Teil II) formuliert die
SPD-Fraktion ihren Antragstext (siehe Beschlussfassung).
Die Verwaltung fasst die die vier gestellten Fragen zusammen und stellt den Sachverhalt
nachfolgend dar:
Die Hellweg-Fläche an der Neustraße ist im aktuellen Flächennutzungsplan einerseits östlich
der Einfahrt in die Neustraße als Gewerbefläche (Hauptgebäude) und andererseits westlich
davon als Mischgebiet (Gartencenter, Parkplatz, etc.) dargestellt. Für die Errichtung des
Baumarkts ist Mitte der 1990er Jahre gemeinsam mit der Baumarktkette ein
Vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt worden, der seit dem 24.02.1995 rechtsverbindlich
ist. Dieser Vorhabenbezogene Bebauungsplan bildet ein enges Korsett für die Zulässigkeit von
potenziellen Nachnutzungsoptionen. Hinzu kommt, dass sich die Fläche nicht im Eigentum der
Baumarktkette befindet.
Eigentümer ist eine Immobiliengesellschaft, die wiederum eine weitere Immobiliengesellschaft
beauftragt hat, bevorzugt neue Mietinteressenten für den Standort Ennepetal zu finden. Mit
dieser steht die Verwaltung in einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch.
Die bei der Wirtschaftsförderung eingegangenen Interessenten für eine neue Nutzung des
Marktes wurden an die vorgenannte Gesellschaft vermittelt. Konkrete Ergebnisse sind der
Wirtschaftsförderung zum Zeitpunkt der Vorlagenerstellung nicht bekannt.
Die Ennepetaler Wirtschaftsförderung steht mit dem Sanierungsgeschäftsführer in einem
konstruktiven Austausch.
Es sind 25 Hellweg-MitarbeiterInnen von der Insolvenz am Standort Ennepetal betroffen. Die
Kündigung erfolgt zum 30.11.2026. Es wurde sowohl dem Sanierungsgeschäftsführer als auch
im Markt selbst Unterstützung bei der Suche nach neuen Arbeitgebern angeboten.
Die lokalen Wirtschaftsförderer sind im Ennepe-Ruhr-Kreis sehr gut vernetzt und treffen sich
regelmäßig zum Austausch. Nach Rücksprache mit der Wirtschaftsförderung Hattingen sind die
Eigentumsverhältnisse des dortigen Hellweg-Grundstückes anders gelegen, so dass eine
vergleichbare Planung zunächst nicht in Betracht kommt.
Als weitere Sofortmaßnahme konnte die Wirtschaftsförderung mit dem Innenstadtmanager in
Gesprächen mit der Gesellschaft dafür sorgen, dass der Betrieb des auf dem Grundstück
befindlichen Imbisses auch nach dem Leerzug des Marktes fortgeführt werden kann.
Finanzielle/Personelle Auswirkungen/Restbudget:
Momentan nicht bezifferbar.
Klimacheck:
Keine Relevanz.
Anlage/n:
Antrag der SPD-Fraktion vom 31.08.2026
Text aus PDF extrahiert