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Gemeinsamer Antrag der SPD- und CDU-Stadtverordnetenfraktion betreffend „Einführung eines 30-Minuten-Takts auf der Bahnverbindung Bad Hersfeld – Fulda / Fulda – Bad Hersfeld“
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Bad Hersfeld |
| Datum | 2026-11-05 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Die Stadtverordnetenversammlung
der Kreisstadt Bad Hersfeld
21. Wahlperiode
Bad Hersfeld, den 24.10.2026
ANTRAG gemäß §12 der GO der STVV der
• SPD-Stadtverordnetenfraktion
• CDU-Stadtverordnetenfraktion
betreffend
„Einführung eines 30-Minuten-Takts auf der Bahnverbindung Bad Hersfeld – Fulda / Fulda – Bad
Hersfeld“
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, mit den zuständigen Verkehrsbehörden die Voraussetzungen für
die Einführung eines 30-Minuten-Takts auf der Bahnstrecke Bad Hersfeld – Fulda / Fulda – Bad Her-
sfeld zu schaffen und die hierfür notwendigen Planungen und Verhandlungen mit den beteiligten
Unternehmen und Behörden aufzunehmen. Dafür sollen vorab Gespräche mit der Marktgemeinde
Burghaun, der Gemeinde Haunetal und den Städten Hünfeld sowie Fulda aufgenommen wer-
den. Gemeinsam soll gegenüber den zuständigen Verkehrsbehörden, Aufgabenträgern und Ver-
kehrsunternehmen für eine Verbesserung des Angebots auf der Strecke Bad Hersfeld – Fulda ein-
getreten und die Interessen der Region geschlossen vertreten werden.
Begründung:
Eine Verdichtung des Angebots auf der Bahnstrecke Bad Hersfeld – Fulda / Fulda – Bad Hersfeld
stellt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Mobilität in der Region Osthessen dar. Ein op-
timierter 30-Minuten-Takt bietet sowohl für Pendlerinnen und Pendler als auch für Schülerinnen
und Schüler, Auszubildende sowie Freizeitreisende erhebliche Vorteile.
Hierfür sprechen insbesondere folgende Gründe:
• Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs: Ein dichterer Takt erhöht die
Flexibilität und Verlässlichkeit des öffentlichen Verkehrs. Kürzere Wartezeiten machen die
Bahn gegenüber dem Individualverkehr deutlich attraktiver und fördern den Umstieg vom
Auto auf den ÖPNV.
• Verbesserte Anbindung an den Fernverkehr und optimierte Umsteigemöglichkei-
ten: Durch die Verbindung Bad Hersfeld und Fulda werden die Erreichbarkeiten beider
Bahnhöfe auch als ICE-Halt gestärkt. Reisende erhalten bessere Anschlüsse an den nationa-
len Fernverkehr und profitieren von einer höheren Mobilität innerhalb Deutschlands.
• Schnelle Verbindung zwischen Fulda und Bad Hersfeld: Mit einer Fahrzeit von lediglich
rund 28 Minuten zwischen Fulda und Bad Hersfeld verbindet die Strecke zwei bedeutende
Wirtschafts- und Arbeitsstandorte der Region in kurzer Zeit. Die Verbindung eignet sich da-
her besonders für den täglichen Pendlerverkehr.
• Stärkung des regionalen Wirtschaftsstandortes: Der Altkreis Hünfeld bietet vergleichs-
weise attraktiven und bezahlbaren Wohnraum. Gleichzeitig befinden sich in Bad Hersfeld
und Fulda bedeutende Arbeitsplätze und wirtschaftliche Zentren. Eine leistungsfähige
Schienenverbindung erleichtert das Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort und stärkt da-
mit die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Unternehmen profitieren von ei-
nem größeren Einzugsgebiet für Fachkräfte, während Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh-
mer mehr Flexibilität bei der Wahl ihres Wohn- und Arbeitsortes erhalten.
• Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutzzielen: Ein attraktiverer und häufiger verkehrender
Schienenpersonennahverkehr kann dazu beitragen, den motorisierten Individualverkehr zu
reduzieren. Dies führt zu einer Verringerung von CO₂-Emissionen, Lärm- und Schadstoffbe-
lastungen und unterstützt die Erreichung der Klima- und Umweltziele von Bund und Län-
dern.
• Gemeinsames regionales Auftreten erhöht die Erfolgsaussichten: Von einer Taktverdich-
tung auf der Strecke Fulda - Bad Hersfeld profitieren nicht nur die direkten Bahnstandorte,
sondern die gesamte Region entlang der Strecke. Insbesondere die Kommunen Hünfeld,
Burghaun, Haunetal, Bad Hersfeld und Fulda gewinnen durch eine bessere Erreichbarkeit,
attraktivere Pendlerverbindungen und eine stärkere wirtschaftliche Vernetzung. Ein abge-
stimmtes Vorgehen der beteiligten Städte und Gemeinden gegenüber den zuständigen
Verkehrsverbünden, Verkehrsbehörden und Unternehmen verleiht der Forderung zusätzli-
ches politisches Gewicht. Die gemeinsamen Interessen der Region können so wirksamer
vertreten und die Chancen auf eine Umsetzung der Maßnahme erhöht werden. Gleichzei-
tig wird deutlich, dass es sich nicht um ein Einzelinteresse einer Kommune handelt, son-
dern um ein regionales Infrastrukturprojekt mit breitem Nutzen für Bürgerinnen und Bür-
ger, Wirtschaft und Umwelt.
• Eine weitere Begründung erfolgt mündlich.
Für die SPD-Stadtverordnetenfraktion Für die CDU-Stadtverordnetenfraktion
gez. Karsten Vollmar, gez. Jan Saal,
SPD-Fraktionsvorsitzender CDU-Fraktionsvorsitzender
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