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Gemeinsamer Antrag der Mitglieder von CDU und SPD betr.: Rattenbefall in Neuss-Erfttal, Euskirchener Straße 42–76 – Sachstandsbericht und Maßnahmen

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeStadt Neuss
Datum2026-11-05 geplant
DatenstufeNur Dokumente
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Herrn Vorsitzenden Bernd Ramakers Johanna-Etienne-Straße 57 41468 Neuss 26. Oktober 2026 Antrag zur Sitzung des Bezirksausschusses VI – Gnadental, Grimlinghausen, Erfttal am 05.11.2026: Rattenbefall in Neuss-Erfttal, Euskirchener Straße 42–76 – Sachstandsbericht und Maßnahmen Sehr geehrter Herr Bürgermeister, im Namen der Fraktionen von CDU und SPD den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Bezirksausschusses VI – Gnadental, Grimlinghausen, Erfttal der Stadt Neuss am 5. November 2026 zu setzen. Beschlussempfehlung: Wir bitten die Verwaltung, in dieser Sitzung umfassend über die bisherigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Rattenbefalls, die Zusammenarbeit mit der LEG sowie die vorgesehenen weiteren Schritte zu berichten und dabei insbesondere auf die nachfolgend aufgeführten Fragen einzugehen. 1. Aktueller Sachstand: Welche Erkenntnisse liegen der Stadtverwaltung über Art, Ausmaß und räumliche Verteilung des Rattenbefalls im Bereich der Euskirchener Straße 42–76 vor? Seit wann sind die zuständigen städtischen Stellen mit dieser Problematik befasst? 2. Bisherige Maßnahmen: Welche konkreten Maßnahmen zur Bekämpfung des Rattenbefalls wurden seitens der Stadt, der LEG beziehungsweise beauftragter Fachunternehmen bislang durchgeführt? Wann fanden diese statt, und welche Ergebnisse wurden dabei erzielt? 3. Verantwortung der LEG: Welche Maßnahmen hat die LEG als Eigentümerin beziehungsweise Vermieterin zur dauerhaften Beseitigung des Rattenbefalls eingeleitet? Hat die Verwaltung die LEG zur Beseitigung der hygienischen Missstände aufgefordert, und liegen hierzu verbindliche Zusagen oder konkrete Zeitpläne vor? 4. Müllentsorgung und bauliche Mängel: Sind der Verwaltung die von den Anwohnern geschilderten Beschädigungen an Mülltonnenboxen und Kanalabdeckungen bekannt? Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um diese Mängel zu beseitigen und insbesondere die Müllbereiche dauerhaft gegen Rattenbefall zu sichern? 5. Kanalisation und mögliche Ursachen: Wurden die öffentlichen und privaten Kanalanlagen sowie mögliche Zugangs- und Rückzugsorte der Tiere überprüft? 6. Gesundheitsschutz: Ist das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss in die Bearbeitung eingebunden? Wie bewertet die Verwaltung die mögliche gesundheitliche Gefährdung der Bewohner, insbesondere der Kinder? Wurde dem Hinweis auf ein Eindringen von Ratten in das Gebäude Euskirchener Straße 74 nachgegangen? 7. Koordination und Kontrolle: Wie erfolgt die Abstimmung zwischen Ordnungsamt, Wohnungsaufsicht, Gesundheitsamt, Infrastruktur Neuss und LEG? Wer koordiniert die Maßnahmen, und wie wird deren Wirksamkeit kontrolliert? 8. Weitere Schritte: Welche zusätzlichen Maßnahmen hält die Verwaltung für erforderlich, um den Rattenbefall nachhaltig einzudämmen? Innerhalb welchen Zeitraums ist mit einer spürbaren Verbesserung der Situation zu rechnen? Begründung: Mit unserem Antrag greifen wir die wiederholten Beschwerden der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner auf. Unser gemeinsames Anliegen ist es, die Ursachen des seit Monaten anhaltenden Rattenbefalls aufzuklären, bestehende Verantwortlichkeiten deutlich zu machen und auf eine nachhaltige Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse hinzuwirken. Seit Monaten beklagen Bewohnerinnen und Bewohner der LEG-Wohnanlagen an der Euskirchener Straße in Neuss-Erfttal erhebliche Missstände in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld. Neben Problemen bei der Müllentsorgung und weiteren baulichen und hygienischen Mängeln hat insbesondere der anhaltende Rattenbefall inzwischen ein Ausmaß erreicht, das bei den betroffenen Anwohnern große Besorgnis auslöst. Bereits im Januar 2026 wurde öffentlich über die unzureichenden hygienischen Verhältnisse, überfüllte Müllbehälter und Rattenbefall in den betroffenen Wohnanlagen berichtet. Dennoch scheint es bislang nicht gelungen zu sein, die Rattenproblematik dauerhaft und wirksam zu beseitigen. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2026 haben sich betroffene Mieterinnen und Mieter der Euskirchener Straße 42–76 erneut an unsere beiden Fraktionen gewandt und eindringlich um Unterstützung gebeten. Ihren Schreiben an die LEG und die zuständigen Behörden haben sie Bildmaterial und eine Unterschriftensammlung beigefügt. Aus den vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass nach Darstellung der Anwohner inzwischen auch Mülltonnenboxen und Kanalabdeckungen beschädigt sind. Diese könnten den Tieren weiterhin Zugang zu Nahrungsquellen und Rückzugsorten ermöglichen. Besonders besorgniserregend ist der Hinweis, dass Ratten mittlerweile auch in das Gebäude Euskirchener Straße 74 eingedrungen sein sollen. Die Bewohner berichten darüber hinaus, dass sich die Situation im zeitlichen Zusammenhang mit dem Abriss von drei Brücken verschärft habe. Nach Angaben der Anwohner hat die LEG zwischenzeitlich eine Fachfirma mit der Schädlingsbekämpfung beauftragt. Offenbar reichen die bislang eingeleiteten Maßnahmen jedoch nicht aus, um eine nachhaltige Verbesserung herbeizuführen. Die Fraktionen von CDU und SPD halten es angesichts der wiederholten Beschwerden und der möglichen gesundheitlichen Gefährdung der Bewohner, insbesondere der dort lebenden Kinder, für dringend erforderlich, den aktuellen Sachstand aufzuklären. Angesichts der seit Monaten anhaltenden Beschwerden sollte dabei nicht allein die Bekämpfung der Ratten im Mittelpunkt stehen. Entscheidend ist vielmehr, die Ursachen des Befalls zu beseitigen und durch eine verbindliche Zusammenarbeit aller Verantwortlichen dauerhaft hygienisch einwandfreie Wohnverhältnisse sicherzustellen. Die betroffenen Mieterinnen und Mieter haben einen berechtigten Anspruch darauf, dass ihre Sorgen ernst genommen werden und den bisherigen Ankündigungen nun auch wirksame Maßnahmen folgen. Mit freundlichen Grüßen Sven Schümann Sascha Karbowiak Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender Jürgen Fells Edona Tahiri Stadtverordneter Ortsvereinsvorsitzende

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