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Antrag der AfD-Ratsfraktion Oberhausen/Rhld. gemäß § 2 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt: Prüfauftrag für ein digitales Meldesystem mit öffentlicher Statuskarte für Aufzüge und Rolltreppen in Oberhausen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Oberhausen |
| Datum | 2026-10-26 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antragsvorlage Drucksache A/18/1432
Wahlperiode 2025/2030 Status öffentlich
Freigabedatum 26.10.2026
Antragsteller/-in: Wolfgang Kempkes, Jens Tenbergen
Antrag der AfD-Ratsfraktion Oberhausen/Rhld. gemäß § 2 der
Geschäftsordnung für den Rat der Stadt: Prüfauftrag für ein digitales
Meldesystem mit öffentlicher Statuskarte für Aufzüge und Rolltreppen in
Oberhausen
Beratungsfolge
04.11.2026 Seniorenbeirat Kenntnisnahme
17.11.2026 Sozialausschuss Vorberatung
25.11.2026 Wirtschafts- und Ordnungsausschuss Vorberatung
09.12.2026 Beirat für Menschen mit Behinderung Kenntnisnahme
14.12.2026 Rat der Stadt Beschlussfassung
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt Oberhausen beauftragt die Verwaltung zu prüfen,
1. ob und unter welchen Voraussetzungen die bestehende Oberhausen-App sowie
gegebenenfalls das städtische Geoportal um ein digitales Informations- und
Meldesystem für öffentlich zugängliche Aufzüge und Rolltreppen erweitert werden
können, und
2. ob Aufzüge und Rolltreppen anderer Betreiber im Stadtgebiet, insbesondere der
Deutschen Bahn, über vorhandene Schnittstellen, Verlinkungen oder andere
Lösungen in die Übersicht einbezogen werden können.
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Bezug
Kein Bezug
Sachverhalt
1
2 Die Stadt Oberhausen verfügt bereits über einen digitalen Mängelmelder innerhalb der
3 Oberhausen-App. Bürgerinnen und Bürger können dort festgestellte Mängel mit
4 Standortangabe, Beschreibung und gegebenenfalls einem Foto an die Stadtverwaltung
5 übermitteln.
6 Eine speziell ausgewiesene und öffentlich einsehbare Übersicht über den aktuellen
7 Betriebszustand von Aufzügen und Rolltreppen im Stadtgebiet ist bislang nicht ersichtlich.
8 Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität kann der Ausfall eines Aufzugs eine erhebliche
9 Einschränkung darstellen. Auch defekte Rolltreppen können insbesondere für ältere
10 Menschen, Personen mit eingeschränkter Gehfähigkeit, Reisende mit Gepäck sowie Eltern
11 mit Kinderwagen zu erheblichen Erschwernissen führen.
12 An Haltestellen und Verkehrsknotenpunkten können solche Ausfälle dazu führen, daß sich
13 Wege erheblich verlängern oder bestimmte Zugänge nicht nutzbar sind. Eine verläßliche
14 Information über den jeweiligen Betriebszustand kann daher dazu beitragen, Wege besser
15 zu planen und unnötige Belastungen zu vermeiden.
16 Mit dem vorliegenden Prüfantrag soll untersucht werden, ob vorhandene technische
17 Informationen über Störungen von Aufzügen und Rolltreppen zentral zusammengeführt und
18 der Öffentlichkeit transparent zur Verfügung gestellt werden können. Eine digitale Karte
19 könnte die erfaßten Anlagen beispielsweise mit einer leicht verständlichen Statusanzeige
20 darstellen:
21 • Grün: betriebsbereit;
22 • Gelb: eingeschränkt nutzbar oder Reparatur läuft;
23 • Rot: außer Betrieb.
24 Durch eine mögliche Verknüpfung von Mängelmeldung und aktueller Statusanzeige könnten
25 Bürgerinnen und Bürger nicht nur Störungen melden, sondern bereits vor Antritt ihres Weges
26 feststellen, ob ein benötigter Aufzug oder eine Rolltreppe voraussichtlich verfügbar ist.
27 Eine Einbindung der Anlagen der STOAG an Haltestellen und Verkehrsanlagen erscheint
28 insbesondere deshalb prüfenswert, weil diese Anlagen für die Nutzung des öffentlichen
29 Personennahverkehrs von besonderer Bedeutung sind. Soweit dort bereits technische
30 Betriebs- oder Störungsdaten vorliegen, soll geprüft werden, ob und unter welchen
31 Voraussetzungen diese automatisiert in die Oberhausen-App beziehungsweise das
32 Geoportal übernommen werden können.
33 Auch Informationen anderer Betreiber, insbesondere der Deutschen Bahn, sollten geprüft
34 und unter Berücksichtigung der Schnittstellenproblematik, soweit technisch, rechtlich und
35 organisatorisch möglich, eingebunden oder verlinkt werden. Dabei sind insbesondere die
36 Zuständigkeiten der jeweiligen Betreiber sowie die Verläßlichkeit, Aktualität und rechtliche
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37 Zulässigkeit der Datenübermittlung zu berücksichtigen.
38 Denkbar wäre, eine Umsetzung zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts an besonders stark
39 frequentierten STOAG-Haltestellen mit Aufzügen und Rolltreppen zu erproben und bei
40 positiver Bewertung auszuweiten.
41 Bestandteil des Prüfauftrages mit Blick auf eine Beschlußfassung wäre eine Schätzung der
42 mit der Umsetzung voraussichtlich verbundenen einmaligen und laufenden Kosten unter
43 Berücksichtigung der Stelle, welche für die technische Koordination, die Pflege der Daten,
44 die Aktualisierung der Betriebszustände sowie die Bearbeitung eingehender Meldungen
45 zuständig sein könnte.
46 Ziel des Prüfantrags ist ausdrücklich nicht die unmittelbare Schaffung eines vollständig
47 neuen Systems, sondern eine Anpassung bereits bestehender Strukturen im Hinblick auf
48 tatsächliche Problemlagen. Dem Rat ist durch die Darstellung der technischen,
49 organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen die Grundlage für eine
50 sachgerechte Beschlußfassung zu verschaffen.
Anlage/n
Keine
[Dokumentende]
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