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Abschaffung der wiederkehrenden Straßenbeiträge – Aufhebung der Satzung über die Erhebung wiederkehrender Straßenbeiträge, Antrag der CDU-Fraktion
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Weiterstadt |
| Datum | 2026-10-22 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Drucksache 12/0156
Fraktionen CDU, ALW-GRÜNE und FDP Weiterstadt - Riedbahnstr. 6 - 64331 Weiterstadt
Herrn Stadtverordnetenvorsteher
Sebastian Sehlbach
Riedbahnstraße 6
64331 Weiterstadt Weiterstadt, den 7. Oktober 2026
Abschaffung der wiederkehrenden Straßenbeiträge – Aufhebung der Satzung über die Erhebung
wiederkehrender Straßenbeiträge
Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
wir bitten Sie hiermit, folgenden Antrag auf die Tagesordnung zur nächsten
Stadtverordnetenversammlung am 22. Oktober 2026 zu setzen:
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
1. Die „Satzung über die Erhebung wiederkehrender Straßenbeiträge“ (WStrBS) der Stadt
Weiterstadt vom 17. Oktober 2014 wird mit Wirkung zum 1. Januar 2027 aufgehoben.
2. Der Magistrat wird beauftragt, die hierfür erforderliche Aufhebungssatzung der
Stadtverordnetenversammlung rechtzeitig zur Beschlussfassung vorzulegen.
3. Im Zuge dessen ist darzustellen, ob und in welchem Umfang zum Zeitpunkt der Aufhebung noch
Beitragsansprüche aus bereits begonnenen oder abgeschlossenen Maßnahmen bestehen können.
Für diese Fälle ist eine rechtssichere Übergangsregelung vorzuschlagen. Ziel ist, soweit rechtlich
zulässig, nach dem 31. Dezember 2026 keine neuen Belastungen der Grundstückseigentümerinnen
und -eigentümer durch Straßenbeiträge mehr entstehen zu lassen.
Begründung:
Die kommunalen Straßen dienen der Allgemeinheit und werden nicht ausschließlich von den
Eigentümerinnen und Eigentümern der in den jeweiligen Abrechnungsgebieten gelegenen
Grundstücke genutzt. Eine zusätzliche Belastung allein dieser Gruppe bildet die gemeinschaftliche
Nutzung der Straßen daher nur eingeschränkt ab.
CDU, ALW-GRÜNE und FDP haben im zurückliegenden Kommunalwahlkampf angekündigt, die
wiederkehrenden Straßenbeiträge abzuschaffen. Dieses Versprechen wollen wir nun gemeinsam
umsetzen. Andere Kommunen haben sich ebenfalls für einen Verzicht auf Straßenbeiträge
entschieden. Auch der Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung zwischen CDU und SPD
nennt die Entlastung bei Straßenausbaubeiträgen als Ziel.
CDU-Fraktion Weiterstadt Fraktion ALW-GRÜNE Weiterstadt FDP-Fraktion Weiterstadt
Ina Dürr MdL Dr. Barbara Pohl Sascha Groß
Niebergallstraße 19 Luise-Büchner-Straße 14 Gräfenhäuser Straße 14
64331 Weiterstadt 64331 Weiterstadt 64331 Weiterstadt
[email protected] [email protected] [email protected]
Drucksache 12/0156
Für die erstmalige Herstellung von Straßen werden Grundstückseigentümer bereits über
Erschließungsbeiträge an den Kosten beteiligt. Bei späteren grundhaften Sanierungen führen die
wiederkehrenden Straßenbeiträge zudem je nach Abrechnungsgebiet und Zeitpunkt der
Maßnahmen zu unterschiedlichen Belastungen. Eine Finanzierung aus dem allgemeinen Haushalt
stellt die Kosten der gemeinschaftlich genutzten Infrastruktur auf eine breitere Grundlage.
In den vergangenen zehn Jahren nahm die Stadt durchschnittlich rund 160.000 Euro jährlich aus
wiederkehrenden Straßenbeiträgen ein. Angesichts von Gesamtaufwendungen des städtischen
Haushalts von derzeit rund 86 Millionen Euro soll der Wegfall dieser Einnahmen durch
Einsparungen und Priorisierungen an anderer Stelle im städtischen Haushalt ausgeglichen werden.
Eine Erhöhung der Grundsteuer B zur Gegenfinanzierung der Abschaffung der Straßenbeiträge ist
nicht vorgesehen. Die antragstellenden Fraktionen schließen eine solche Gegenfinanzierung
ebenso aus wie die Wiedereinführung einmaliger Straßenbeiträge.
Die Abschaffung der Beiträge soll nicht dazu führen, dass notwendige grundhafte
Straßensanierungen unterbleiben. In den kommenden Jahren sollen insbesondere vorgesehene
Kanalsanierungen der Stadtwerke gemäß Generalentwässerungsplan möglichst eng mit den
Straßenbaumaßnahmen der Stadt abgestimmt werden. Durch eine gemeinsame Planung und
Umsetzung können Doppelarbeiten vermieden, Synergien genutzt und der städtische Kostenanteil
reduziert werden.
Mit der Abschaffung entfällt darüber hinaus Verwaltungsaufwand. Noch sind nicht alle
Abrechnungsgebiete, insbesondere Braunshardt und Riedbahn, vollständig und grundstücksgenau
für eine mögliche Beitragserhebung erfasst. Die hierfür ansonsten erforderlichen zusätzlichen
Arbeiten werden künftig nicht mehr benötigt. Zudem müssen zukünftig auch keine Widersprüche
oder Klageverfahren mehr bearbeitet werden.
Mit der Abschaffung der wiederkehrenden Straßenbeiträge setzen wir ein gemeinsames
Wahlversprechen um: Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer werden entlastet,
Verwaltungsaufwand wird reduziert und notwendige Straßensanierungen werden künftig aus dem
allgemeinen Haushalt finanziert.
Mit freundlichen Grüßen
Ina Dürr MdL Dr. Barbara Pohl Sascha Groß
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender
CDU ALW-GRÜNE FDP
CDU-Fraktion Weiterstadt Fraktion ALW-GRÜNE Weiterstadt FDP-Fraktion Weiterstadt
Ina Dürr MdL Dr. Barbara Pohl Sascha Groß
Niebergallstraße 19 Luise-Büchner-Straße 14 Gräfenhäuser Straße 14
64331 Weiterstadt 64331 Weiterstadt 64331 Weiterstadt
[email protected] [email protected] [email protected]
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