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Vergünstigtes Deutschlandticket für Ehrenamtler*innen Antrag der Fraktion Die Linke vom 12.10.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Bergheim |
| Datum | 2026-11-03 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Kreisstadt Bergheim Vorlage Nr.: 511/2026
Der Bürgermeister öffentlich
Mitzeichnungen
Dezernat: II
FBL: Frau Friedt
AbtL: Herr Schnorrenberg
Verfasser/in: Frau Jäckel
Vorgesehene Beratungsfolge
Gremium Datum
A.f. Soziales, Finanzen und Liegenschaften 03.11.2026
TOP Vergünstigtes Deutschlandticket für Ehrenamtler*innen
Antrag der Fraktion Die Linke vom 12.10.2026
Beschlussvorschlag
entfällt
Erläuterungen:
1. Zielsetzung
Die Zielsetzung ist dem beigefügten Antrag zu entnehmen.
2. Sachverhalt
In der Kreisstadt Bergheim gibt es derzeit 63 aktive Inhaberinnen und Inhaber einer gültigen Ehrenamtskarte
NRW. Die Prüfung und Ausgabe der Ehrenamtskarte im Stadtgebiet erfolgt im Rahmen der allgemeinen Aufga
benwahrnehmung.
Die Ausgestaltung, Bezuschussung und tarifliche Strukturierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
sowie des Deutschlandtickets fallen in die Zuständigkeit des Aufgabenträgers (Rhein-Erft-Kreis) bzw. der aus
führenden Verkehrsunternehmen (REVG) und der zuständigen Tarifgemeinschaften (VRS).
Die Kreisstadt Bergheim verfügt über keine eigenen rechtlichen oder tariflichen Regelungskompetenzen, um ei
genständig ermäßigte Ticketvarianten im ÖPNV einzuführen oder Erstattungsmodelle mit der REVG zu verein
baren. Insbesondere ist fraglich, warum die REVG Einnahmen aus Verkäufen des Deutschlandtickets von Per
sonen mit Ehrenamtskarte an die Stadt zurückerstatten sollte. Abgesehen davon, dass die REVG jährlich hohe
Verluste erwirtschaftet und über keine Einnahmeüberschüsse verfügt, ergeben sich daraus ggf. auch andere
rechtliche und steuerliche Implikationen (z. B. verdeckte Gewinnausschüttung).
Eine freiwillige Bezuschussung von ÖPNV-Tickets für bestimmte Personengruppen würde zudem eine neue frei
willige Leistung darstellen wofür entsprechende Haushaltsmittel bereitzustellen wären. Da davon auszugehen
ist, dass die REVG keine Erstattungen leisten wird, ist für den o. g. Personenkreis von jährlichen Kosten in
Höhe von 40.824 € auszugehen. Der Betrag könnte noch steigen wenn mehr Menschen aufgrund dieser Ver
günstigung eine Ehrenamtskarte beantragen und dadurch ein Mitnahmeeffekt eintritt. Die Höhe der hierfür be
reitzustellenden Mittel ist daher nicht abschließend berechenbar, da weder ein Erstattungsbetrag der REVG
noch die Anzahl der ehrenamtlich Tätigen in Bergheim, die bei der Gewährung eines Deutschlandtickets für ei
nen Eigenanteil von 9 € dann eine Ehrenamtskarte beantragen würden, bekannt sind. In Dormagen zahlt die
Stadt Dormagen die komplette Differenz von 9 € zum regulären Preis des Deutschlandtickets (aktuell also 54 €
pro Monat pro Ticketinhaber – vergleiche den Audiobeitrag unter Neun-Euro-Deutschlandticket fürs Ehrenamt
in Dormagen).
3. Alternativen/Einsparpotenziale (Prüfung einer kostengünstigeren Aufgabenerledigung einschl.
der Möglichkeit der interkommunalen Zusammenarbeit)
entfällt
4. Darstellung der Auswirkungen auf den Ergebnisplan, den Finanzplan und die Bilanz (lfd. Haus
haltsjahr und Folgejahre, inkl. Folgekosten bei Investitionen)
entfällt
1. Fortsetzungsblatt zu TOP
5. Darstellung der klimaschutzrelevanten Auswirkungen (ab 1. Quartal 2021)
entfällt
6. Bürgerbeteiligung
entfällt
7. Überprüfung der Zielerreichung (Messinstrumente und –zeitpunkt)
entfällt
Text aus PDF extrahiert