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Widerspruch gegen den Stadtratsbeschluss vom 06.07.2026 zum Antrag der Fraktion AfD - A VIII/063 Partnerstädte wertschätzen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stendal |
| Datum | 2026-10-26 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Hansestadt Stendal Vorlage Datum: 19.08.2026
Amt: 0.1 - Büro des Oberbürgermeisters Drucksachennummer: Öffentlichkeitsstatus:
öffentlich
Az.: VIII/0393
TOP: Widerspruch gegen den Stadtratsbeschluss vom 06.07.2026 zum Antrag der Fraktion AfD -
A VIII/063 Partnerstädte wertschätzen
Beratungsfolge: Beratungsergebnis:
Stadtrat am: 05.10.2026
Stadtrat am: 26.10.2026
Auswirkungen auf die Ortschaften der Hansestadt Stendal:
Belange der Ortschaften werden berührt. ja nein
Die betroffenen Ortschaftsräte werden angehört. ja nein
Finanzielle Auswirkungen:
Finanzierung ja Gesamtbetrag: Euro nein
Wenn ja Produktkonto Betrag
Produktkonto (Ermächtigung) Euro
Ergebnisplan
Mehr-, Minderaufwendungen Euro
Mehr-, Mindererträge Euro
Finanzplan
Mehr-, Minderausgaben Euro
Mehr-, Mindereinnahmen Euro
Folgekosten: nein
ja Gesamtbetrag Euro
jährlich Betrag Euro ab Jahr
einmalig Betrag Euro im Jahr
Sichtvermerk der
Kämmerei:
Termin für
Beschlussumsetzung:
Beschlussvorschlag:
Der Stadtrat beschließt, dass die bestehenden Partnerschaften mit den Städten Lemgo,
Pulawy, Grenoble und Svitavy durch gemeinsame Aktivitäten gestärkt werden sollen. Hierzu
soll Oberbürgermeister Sieler seine Amtskollegen aus den Partnerstädten zeitnah zu einem
gemeinsamen Austausch einladen.
Gleichzeitig erteilt der Stadtrat den Plänen zu neuen Partnerstädten eine klare Absage.
Begründung:
Die bestehenden vier Partnerstädte stehen unserer Hansestadt Stendal sehr gut zu Gesicht.
Früher war es üblich, dass beispielsweise Vereine aus Pulawy junge polnische Sportler zu
den Winkelmann – Games entsendet haben, oder dass Stendaler Bürger einen
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regelmäßigen Austausch mit Vereinen aus Lemgo in Nordrhein – Westfalen gepflegt haben.
Dieser Kontakt ist zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung weitestgehend eingeschlafen.
Im Sinne der Völkerverständigung sind derartige Kontakte allerdings jenseits vom Alter oder
der sozialen Herkunft unbezahlbar, weil sie den eigenen Horizont erweitern. Denkbar wäre
etwa der Austausch von Studenten und Auszubildenden im Rahmen von Praktika und
Hospitanzen, gemeinsame Übungen der freiwilligen Feuerwehren oder die Pflege kultureller
Gemeinsamkeiten. Zur Finanzierung sollen verfügbare Fördermöglichkeiten geprüft werden,
um die Stadtkasse nicht zusätzlich zu belasten.
Jenseits von Einwanderungen in unsere Sozialsysteme gilt es gerade im persönlichen
Erleben die Fähigkeiten und persönlichen Erlebnisse von Bürgern mit Migrationshintergrund
kennenzulernen, die ein tatsächliches Interesse an unserer Stadt und den Stendaler Bürgern
haben. Um hier gemeinsame Wege zu öffnen, wäre ein gemeinsames Treffen des
Oberbürgermeisters mit seinen Amtskollegen aus Lemgo, Pulawy, Grenoble und Svitavy der
erste Schritt. Die negativen Erfahrungen mit einer Erweiterung auf die englische Stadt
Beverly sollten gezeigt haben, dass wir es nicht nötig haben, um uns bei anderen Städten
anzubiedern. Sollten Partnerstädte nicht gewollt sein, die Partnerschaft zu Stendal aufrecht
zu erhalten, oder wird eine Stadt unseren Vorstellungen von Partnerschaft nicht gerecht,
sollte diese Partnerschaft beendet werden, ohne daraus abzuleiten, dass eine neue
Partnerschaft zwingend angestrebt wird. Partnerschaften mit gemeinsamen Zielen und
Aktivitäten, wie vorher beschrieben, benötigen auch eine finanzielle Basis, um diese
Partnerschaft aktiv zu leben. Da die Stadt Stendal stark verschuldet ist, kann man aus
wirtschaftlichen Gründen keine neuen Partnerschaften eingehen. Das wenige Geld muss
genutzt werden, um die bestehenden Partnerschaften so gut wie möglich zu unterstützen
und mit Leben zu füllen.
Hinweis der Verwaltung:
Der Stadtrat hatte dem vorstehend wiedergegebenen Antrag der AfD-Fraktion aufgrund
eines Änderungsantrages der Freien Stadträte Stendal abgeändert. Gegen den geänderten
Beschluss hat der Oberbürgermeister mit Schreiben vom 20.07.2026 Widerspruch eingelegt,
auf dessen Begründung verwiesen wird. Der Widerspruch ging beim Stadtratsvorsitzenden
firstgerecht am 20.07.2026 ein. Aufgrund des Widerspruches muss der Stadtrat erneut
entscheiden. Es wird von der Verwaltung darum gebeten, den Beschluss erneut unter
Berücksichtigung der im Widerspruch genannten Rechtsauffassung zu entscheiden.
Bastian Sieler
Oberbürgermeister
Anlagenverzeichnis:
Anlage 1 – Stellungnahme Partnergesellschaft
Anlage 2 – Antrag der Fraktion AfD – Partnerstädte wertschätzen
Anlage 3 – Änderung_Antrag_Teubner
Anlage 4 – ursprünglicher Antrag
Anlage 5 – Änderungsantrag der Fraktion FSS
Anlage 6 – Widerspruch des Oberbürgermeisters gegen den Beschluss zum A VIII/063
Anlage 7 – Zustellungsnachweis Widerspruch
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