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Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 29.09.2026 - "Social Sponsoring" Förderplattform

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeKaarst
Datum2026-10-15
DatenstufeNur Dokumente
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*Politik gestaltet Sitzungsvorlage Nr. XI/772 öffentlich Zuständige Organisationseinheit Bereich 01 - Politische Gremien, Öffentlichkeitsarbeit und Kultur Beratungsfolge Gremium Sitzungsdatum Zuständigkeit Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss 15.10.2026 abschließende Beschlussfassung Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 29.09.2026 - "Social Sponsoring" Förderplattform Beschlussvorschlag der Verwaltung: Auf beigefügten Antrag wird verwiesen. Abstimmung: Einstimmig: Ja: Nein: Enthaltung: Begründung: Eine inhaltliche Befassung erfolgt ggf. nach Beschlussfassung. Finanzierung: keine finanzielle Auswirkung finanzielle Auswirkung 1 Haushaltswirtschaftliche Auswirkungen: Haushaltsjahr: 2026 Produkt- / Auftragssachkonto: - Kosten: 0,00 € Verfügbare Mittel: 0,00 € Differenz: 0,00 € Objektbezogene 0,00 € Einnahmen: Deckungsvorschlag: Gezeichnet Horn-Heinemann, Christian, Bürgermeister Böttner, Peter, Bereich 01 - Politische Gremien, Öffentlichkeitsarbeit und Kultur Anlagen Anage Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen vom 29.09.2026 Social- Sponsoring 2 Bündnis 90/Die Grünen, Martinusstraße 4, 41564 Kaarst Ratsfraktion Kaarst An den Bürgermeister der Stadt Kaarst M artinusstraße 4 Herrn Christian Horn-Heinemann 41564 Kaarst Am Neumarkt 2 Fon 02131/61557 41564 Kaarst [email protected] www.gruenekaarst.de 29. September 2026 Antrag zur Sitzung des HWFA am 15. Oktober 2026 / Prüfung eines Konzepts für eine digitale Förderplattform zur Förderung freiwilliger Leistungen Sehr geehrter Herr Horn-Heinemann, bitte setzen Sie folgenden Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf die Tagesordnung der Sitzung des HWFA am 15. Oktober 2026. Antrag Die Verwaltung wird beauftragt, die systematische Einführung und Nutzung einer digitalen "Social Sponsoring" Förderplattform in Kaarst zu prüfen und zu diesem Zweck ein grob umrissenes Konzept zu erstellen, welches es den Fraktionen ermöglicht, das Thema politisch weiterzuentwickeln. Dabei sollen insbesondere folgende Fragen geklärt werden: 1. Unter welchen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen wäre ein stärker strukturiertes und öffentlichkeitswirksameres Sponsoring als bisher möglich? Ist insbesondere eine Online-Förderplattform wie „Fairplaid“ o.ä. für Kaarst geeignet? 2. Muss vor einer systematischen Nutzung eine Richtlinie oder Satzung erlassen werden? Gibt es andere Hürden, die im Vorfeld angegangen werden müssen? 3. Wie müssen Haftungsregelungen, Transparenzanforderungen und Werberichtlinien ausgestaltet sein, um Missbrauch zu verhindern? 4. Welche internen Personalkapazitäten und welcher finanzielle Aufwand sind notwendig, um seitens der Stadt eine digitale Förderplattform einzuführen und durchzuführen? Begründung Die Stadt Kaarst befindet sich bekanntlich in einer Situation der finanziellen Herausforderung. Besonders die freiwilligen sozialen Aufgaben sind von hoher Bedeutung für die Lebensqualität einer Stadtgesellschaft, drohen aber eingeschränkt oder teilweise gar eingestellt werden zu müssen. Bürger*innen der Stadt und ansässige Unternehmen zeigen sich bereits jetzt engagiert und bereit, Teil einer Lösung zu sein. Frei nach dem Motto von JFK „Frage nicht, was die Stadt für Dich tun kann, sondern Du für Deine Stadt“ bringen sie sich schon heute leidenschaftlich ein, stiften Geld, Zeit und Materialen für Spielplätze und Sommerfeste. Fördervereine stiften Klettergeräte an Schulhöfen, Schützenzüge pflegen Wegekreuze und vieles weitere mehr. Weitere Kaarster*innen und Kaarster würden dies gerne tun, wenn es konkrete und umschriebe Projekte im unmittelbaren Lebensumfeld wären und sie davon einfacher erfahren würden. All diese Initiativen bereichern unsere Stadt, sind aber bislang davon abhängig, dass sie sich herumsprechen. Überregionale Firmen können somit kaum eingebunden werden. Eine zentrale Online-Förderplattform würde die bestehenden Engagements unterstützen, da die Sichtbarkeit erhöht würde. Für städtische Projekte würde eine Möglichkeit geschaffen, Spendenbescheinigungen auszustellen. Über den Weg einer Online-Förderplattform ergibt sich die Möglichkeit, Social Sponsoring von Gewerbetreibenden mit Crowdfunding von Bürger*innen zu verknüpfen. Es würden unbürokratisch und übersichtlich Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen, die für die Bürger*innen unmittelbar sicht- und spürbar sind. Die Praxistauglichkeit dieses Ansatzes zeigt sich bereits in vielen Kommunen, welche regelmäßig kommunales Crowdfunding betreiben und dafür eigene Förderplattformen eingerichtet haben. Als Beispiele in NRW seien hier nur Düren (https://www.dueren- crowd.de), Langenfeld (https://www.langenfeld-crowd.de) oder Schwerte (https://schwerte-crowd.de) genannt, bundesweit finden sich auch Städte wie Celle (https://www.celle-crowd.de), Wiesbaden (https://www.wiesbaden-crowd.de), Speyer oder Gera und viele mehr. Eine zentrale Förderplattform der Stadt Kaarst darf keinesfalls missverstanden werden. Sie darf seitens der Stadt kein Versuch sein, Aufgaben der Stadt an Wirtschaft, Vereine oder Einwohner*innen zu verschieben. Es wäre jedoch ein Hilfsmittel, Projekte zu realisieren, die ansonsten aufgrund der angespannten Haushaltslage unmöglich zu stemmen wären und somit komplett entfallen würden. Durch die Einführung klarer Nachhaltigkeitskriterien und eines Transparenzregisters wollen wir sicherstellen, dass Partnerschaften auf gemeinsamen Werten basieren, keine unzulässigen Abhängigkeiten entstehen und Werbung von Sponsoren in geregeltem Rahmen und Umfang erfolgt. Freundliche Grüße Dominik Broda

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