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Kinder- und Jugendbeteiligung gemäß § 47f Gemeindeordnung Schleswig-Holstein
Ergebnis unbekannt7 Ja · 2 Nein · 1 Enthaltung
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Itzehoe |
| Datum | 2026-10-07 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Sitzungsvorlage
S T A D T I T Z E H O E
Der Bürgermeister 0183/2026
Seite: 1
Amt/Abteilung:
Kinder- und Jugendbüro
Aktenzeichen: Anlagen:
410.01 Impulsvortrag Koordination Kinder- und Jugenbeteiligung
Betreff:
Kinder- und Jugendbeteiligung gemäß § 47f Gemeindeordnung Schleswig-Holstein
hier: Vorlage zur Erweiterung der Koordinierungsstelle Kinder- und Jugendbeteiligung
Beratungsfolge Termin Behandlung
Bildungsausschuss 07.10.2026 Vorberatung öffentlich
Beschlussvorschlag:
Der Bildungsausschuss spricht sich dafür aus, die Stellenanteile für die Koordinierungsstelle
Kinder- und Jugendbeteiligung, im Rahmen der Stellenplanberatungen zum Stellenplan 2027,
um 0,5 VZÄ zu erweitern.
Itzehoe, Datum gez. Ralf Hoppe
05.10.2026
S T A D T I T Z E H O E Seite 2
Der Bürgermeister
0183/2026
Sachverhalt:
In der Sitzung des Bildungsausschusses am 05.03.2025 wurde die Strategie zur Kinder- und
Jugendbeteiligung „Demokratie können“ für die Stadt Itzehoe einstimmig beschlossen. Durch
die Nachbesetzung einer vakanten 0,5 Stelle im Haus der Jugend war es zunächst möglich,
die Strategie gemeinsam mit der Leitung des Kinder- und Jugendbüros stellenplanneutral
umzusetzen.
Das Strategiepapier „Demokratie können“ benennt als die vier Beteiligungsfelder, die
Kommune, die Jugendarbeit, die Kindertagesstätten sowie die Schulen der Stadt Itzehoe. Als
Beteiligungsformen kommen Projekte (VEP, ISEK, Verfassung des HdJ, Möblierung Anbau
KiTa, Neubau der Fehrs-Schule usw.) verfasste Strukturen (JuPa, Junior-JuPa,
Kinderkonferenzen in allen KiTa’s, Stadtschüler*innenrat usw.), offene Verfahren
(Alltagsbeteiligung in der OKJA), Fortbildungen (JuPa-Moving Spirits, Fit für Mitbestimmung
SV), Veranstaltungen (Demokratiefeste, Engagementforen), Vernetzung (Netzwerk
Jugendbeteiligung), Qualitätsmanagement (kinderfreundliche Kommune), sowie die
Erarbeitung von Richtlinien (Konzept und Verfassung des HdJ) in Betracht.
Diese Vielfältigkeit zeigt deutlich auf, dass eine ausreichende personelle Ressource das
Fundament einer funktionierenden Beteiligung darstellt. Ein fundiertes Konzept liegt vor, nun
braucht es die sichere Implementierung von guten Beteiligungsprozessen. Durch die Arbeit
der Koordinatorin der Kinder- und Jugendbeteiligung werden die Interessen von Kindern und
Jugendlichen gezielt gebündelt und bei der Entwicklung von politischen Positionen in
kommunalen Entscheidungsverfahren, Anhörungen und politischen Gesprächen, einfließen.
Gute Kinder- und Jugendbeteiligung braucht Zeit, verankerte Prozesse und Qualität.
Wissenschaftliche Begründung für eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
• Beteiligung ist ein Menschenrecht, ein Grundrecht, ein Kinderrecht, ein
Kommunalrecht, ein Schulrecht, ein Jugendhilferecht
• Erlernen von demokratischen Aushandlungsprozessen
• Verfügbarmachung von realen und wirkmächtigen Handlungs- und Entscheidungs-
räumen
• Verringerung von Politikdistanz
• Prävention von Gewalt und Vandalismus
• Verringerung von Jugendhilfekosten
• Brücke für Nachwuchs der Kommunalpolitik
• Kinder und Jugendliche erleben was Politik alles leistet
• Prävention und Resilienz gegenüber autoritären und antidemokratischen Angeboten
• Effizienzsteigerung von kommunalen Planungsvorhaben durch moderne
Projektgestaltung
• Kinder- und Jugendliche erleben Selbstwirksamkeit und persönliche
Weiterentwicklung
Neben den vorstehend genannten Begründungen finden sich in der Regionalanalyse zur
Entwicklung des Rechtsextremismus weitere Gründe die einen gesteigerten
Ressourceneinsatz notwendig machen. Für den Landgerichtsbezirk Itzehoe, zu dem neben
der Stadt Itzehoe auch weitere Kreise und Städte gehören, wurden zwischen den
Erhebungen 2018 und 2025 16 statistisch signifikante Verschlechterungen festgestellt.
Ein besonders deutlicher Anstieg zeigt sich beim Kontakt mit rechtsextremen Inhalten oder
Szenen.
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Der Bürgermeister
0183/2026
Während im Jahr 2018 rund 36,1 Prozent der Jugendlichen angaben, bereits Kontakt zu
entsprechenden Inhalten gehabt zu haben, waren es 2025 bereits 57,6 Prozent. Dies zeigt
eine alarmierende Entwicklung auf. Auch die Wahrnehmung rechter Propaganda im
schulischen Umfeld hat deutlich zugenommen. Der Anteil der Jugendlichen, die angaben,
dass auf ihrem Schulgelände Materialien rechter Organisationen verteilt wurden, stieg von
11,5 Prozent im Jahr 2018 auf 34,1 Prozent im Jahr 2025. Während 2018 etwa 26,2 Prozent
der Jugendlichen angaben, Flyer rechter Organisationen gelesen zu haben, waren es 2025
bereits 40,6 Prozent.
Die strategische Weiterentwicklung durch die wissenschaftlich erwiesene Notwendigkeit, die
sich auch aus der Regionalanalyse zur Entwicklung des Rechtsextremismus ergibt, findet
sich im Vorschlag des Kinder- und Jugendbüros wieder, die Koordinierungsstelle der Kinder-
und Jugendbeteiligung personell zu stärken.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Verwaltung, die Personalkapazitäten für die Kinder-
und Jugendbeteiligung um 0,5 VZÄ zu erweitern.
Ansprechpartnerin:
Kerstin Fuhrmann, Leiterin Kinder- und Jugendbüro, [email protected] , Tel.
04821 603 243
Finanzielle Auswirkungen x ja (bitte erläutern) X nein
Durch die Erweiterung der Stelle um 0,5 VZÄ jear g(beibtteen e srilcähu tMerenh) rkosten für Personal in Höhe
von ca. 36.150,00 € sowie um 3.000,00 € für Mehraufwendungen im Bereich der
Sachkosten.
Auswirkungen auf den Klimaschutz
positiv negativ keine
Erläuterungen:
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