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Antrag SPD, Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen: Integrierte Wohnraumoffensi-ve für Balingen – Aktivierung von Leerstand, Innenentwicklung und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Balingen |
| Datum | 2026-10-20 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Anlage zum Antrag.
Integrierte Wohnraumoffensive für Balingen – Aktivierung von Leerstand, Innenentwicklung
und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
Warum unsere Stadt ein zentrales Fördermittelmanagement benötigt
Die finanziellen Anforderungen an Städte und Gemeinden wachsen stetig. Gleichzeitig
stellen die Europäische Union, der Bund, das Land Baden-Württemberg sowie
Förderbanken, Stiftungen und weitere Institutionen jedes Jahr erhebliche Fördermittel
für kommunale Projekte bereit. Viele dieser Mittel werden jedoch nicht ausgeschöpft,
weil Förderprogramme komplex sind, häufig wechseln und ihre systematische
Beobachtung im Verwaltungsalltag kaum leistbar ist.
Ein zentrales Fördermittelmanagement soll deshalb alle relevanten Fördermöglichkeiten
kontinuierlich erfassen, bewerten und die Fachämter bei der Antragstellung und
Projektumsetzung unterstützen. Dadurch können zusätzliche Finanzierungsquellen
erschlossen und der städtische Haushalt nachhaltig entlastet werden.
Gefördert werden unter anderem:
• Wohnungsbau und Quartiersentwicklung
• Städtebau und Innenentwicklung
• Klimaschutz und Klimaanpassung
• Energieeffizienz und kommunale Gebäude
• Mobilität und Radverkehr
• Digitalisierung
• Schulen und Kindertagesstätten
• Grünflächen, Biodiversität und Naturschutz
• soziale Infrastruktur, Seniorenarbeit und Integration
• Kultur und Sport
• Bürgerbeteiligung und Ehrenamt
Neben den klassischen Förderprogrammen von EU, Bund und Land bestehen zahlreiche
weitere Finanzierungsmöglichkeiten, beispielsweise über die KfW, BAFA, Aktion
Mensch, Deutsche Fernsehlotterie, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Baden-
Württemberg Stiftung, Pflege- und Krankenkassen, Lotteriemittel sowie zahlreiche
weitere öffentliche und private Stiftungen.
Ein professionelles Fördermittelmanagement übernimmt insbesondere folgende
Aufgaben:
• laufende Beobachtung aller relevanten Förderprogramme,
• Information der Fachämter über passende Fördermöglichkeiten,
• Entwicklung und Koordination förderfähiger Projekte,
• Unterstützung bei Förderanträgen,
• Fristen- und Fördermittelmanagement,
• Begleitung der Projektumsetzung,
• regelmäßige Berichterstattung an den Gemeinderat.
Die Einrichtung eines Fördermittelmanagements soll ohne zusätzliche Personalkosten
erfolgen. Ziel ist eine organisatorische Bündelung und Koordination der bestehenden
Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung. Durch klare Abläufe, eine zentrale
Informationsstelle und eine bessere Zusammenarbeit der Fachämter können
vorhandene Ressourcen effizienter genutzt und Doppelarbeiten vermieden werden.
Ein systematisches Fördermittelmanagement erhöht die Chancen auf Förderzusagen,
reduziert den Eigenmittelbedarf der Stadt und schafft zusätzliche finanzielle Spielräume
für Investitionen. Gerade in Zeiten angespannter Haushalte ist es ein wichtiges
Instrument, um Zukunftsprojekte wirtschaftlich umzusetzen und die finanzielle
Leistungsfähigkeit der Kommune nachhaltig zu stärken.
Ein zentrales Fördermittelmanagement ist daher keine zusätzliche Verwaltungsebene,
sondern eine Investition in eine effizientere Verwaltung und eine konsequentere
Nutzung externer Finanzierungsquellen.
Text aus PDF extrahiert