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Interkommunale Zusammenarbeit im Personenstandswesen der Städte und Gemeinden im Zollernalbkreis
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Albstadt |
| Datum | 2026-10-22 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
DRUCKSACHE
Nr. 135/2026/1
ServicestellefürBürgerdienste,Wahlen
undStandesamt
Haag,Melanie
08.10.2026
Betrifft:InterkommunaleZusammenarbeitimPersonenstandswesenderStädteundGemeindenim
Zollernalbkreis
Beratungsfolge Sitzungstermin Ö/NÖ Zuständigkeit Ergebnis
Verwaltungs-und 08.10.2026 N Vorberatung
Finanzausschuss
Gemeinderat 22.10.2026 Ö Entscheidung
Beschlussvorschlag
DerOberbürgermeisterwirdermächtigt,dasallgemeineInteressederStadtaneinerinterkommunalen
ZusammenarbeitimPersonenstandswesenderStandesämterimZollernalbkreiszubekunden,mitdem
Auftrag,denHauptsitzinAlbstadtherbeizuführenunddiehierfürerforderlichenorganisatorischen
MaßnahmenineigenerVerantwortungzuübernehmen.
FinanzielleAuswirkungen
EswerdenderzeitkeineHaushaltsmittelbenötigt.
EskönnennachUmsetzungderMaßnahme,abhängigvonderweiterenAusarbeitung,Erträgeaus
ErstattungenimRahmenderUmlageentstehen.
DieErarbeitungeinesOrganisationskonzeptssowiedieÜbernahmedermitderFunktionalsHauptsitz
verbundenenorganisatorischenAufgabenführenzueinemerhöhtenpersonellenAufwand.
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Sachverhalt
DasMinisteriumdesInneren,fürDigitalisierungundEuropaBaden-WürttembergempfiehltseitJahrendie
interkommunaleZusammenarbeit(IKZ)imPersonenstandswesenzurSteigerungvonEffizienzund
Wirtschaftlichkeit.Gemäß§3desGesetzeszurAusführungdesPersonenstandsgesetzes(AGPStG)können
benachbarteGemeindendesselbenLandkreiseseinengemeinsamenStandesamtsbezirkbilden.
Derzeitverfügenalle25GemeindendesZollernalbkreisesübereineneigenenStandesamtsbezirk.Fürdie
Aufgabenbewältigungsindkreisweit61StandesbeamtinnenundStandesbeamte,66
Eheschließungsstandesbeamtinnenund-standesbeamtesowie38Verhinderungsvertretungenbestellt.Selbst
inkleinenGemeindenmitsehrwenigenFällensindinderRegelmindestensdreiStandesbeamtinnenoder-
StandesbeamtefürVertretungszweckebestellt.
AufgrunddeszunehmendenFachkräftemangelsundderangespanntenFinanzlagevielerKommunenhatdie
KreisverwaltungdieBildungeineszentralenStandesamtsbezirksfürdieGemeindenimZollernalbkreis
unverbindlichangeregt.InerstenGesprächenzwischendenStädtenAlbstadt,BalingenundHechingenwurde
einerheblichesOptimierungspotenzialimZollernalbkreisbestätigt.DiedreiStädtesindübereingekommen,die
ZusammenlegungihrerStandesamtsbezirkeanzustreben.EsbestehtEinigkeitdarüber,allenGemeindendes
LandkreisesdenBeitrittzueinemneuen,gemeinsamenStandesamtsbezirk„Zollernalb“zuermöglichen.
DieStadtBalingenhatsichzunächstmitgroßerZustimmungderStädteAlbstadtundHechingenbereiterklärt,
sichdieserHerausforderungzustellenundihreDienstleistungenalsaufgabenerfüllendeStadtfüralleStädte
undGemeindendesZollernalbkreiseszurVerfügungzustellen.
InderSitzungdesVerwaltungs-undFinanzausschussesam08.10.2026wurdeangeregt,denHauptsitzder
interkommunalenZusammenarbeitnichtwieursprünglichvorgeseheninBalingen,sonderninAlbstadt
anzusiedeln.DaraufhinwurdedieursprünglicheDrucksacheangepasstunddievorliegende
Ergänzungsdrucksacheerstellt.
ImnächstenSchrittistmitderStadtBalingenabzustimmen,obsieeinerVerlegungdesHauptsitzesnach
Albstadtzustimmt.DarüberhinausistdieStadtHechingenindieAbstimmungeinzubeziehenundebenfalls
umZustimmungzubitten.
SollteinsbesonderedieStadtBalingenderVerlegungdesHauptsitzesnichtzustimmen,wirddieDrucksache
erneutzurBeratungdesweiterenVorgehensaufgerufen.
UmdiesesinterkommunaleProjektvoranzutreiben,isteinstrukturierterPlanungsprozessnotwendig.Als
ersterSchrittisteinegrundsätzlicheWillensbekundungderGemeindenerforderlich.
1. EinholungeinesGrundsatzbeschlussesindenGemeinderätenderpotenziellteilnehmendenKommunen.
DieseDrucksachestelltdenhierfürerforderlichenBeschlussdar.
2. DurchführungeinerformellenInteressenbekundungderinteressiertenGemeindenimZollernalbkreis.
3. AufBasisderteilnehmendenGemeindenundihrerEinwohnerzahlenwerdeneindetailliertes
OrganisationskonzeptsowieeineKosten-undFinanzierungsplanungerarbeitet.DiesesKonzeptumfasst
denPersonal-undRaumbedarfsowiedenUmlageschlüsselzurKostenverteilung.
4. DasfertigeKonzeptwirddenGemeinderätenzurfinalenBeschlussfassungüberdenBeitrittvorgelegt.
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ZielsetzungderinterkommunalenZusammenarbeitderStandesämterimZollernalbkreis
DieBildungeinesgemeinsamenStandesamtsbezirks„Zollernalb“verfolgtdasZiel,dieanspruchsvollen
AufgabendesPersonenstandswesensfürallebeteiligtenKommuneneffizient,kostengünstig,bürgerfreundlich
undzukunftsorientiertzuerfüllen.
SicherstellungderLeistungsfähigkeit:GewährleistungeinerdauerhaftenundzuverlässigenErledigung
allerstandesamtlichenAufgaben.
SteigerungderFachkompetenz:BündelungdesFachwissensundMöglichkeitzurSpezialisierungder
StandesbeamtenaufkomplexeTeilbereiche.
VerbesserungdesBürgerservice:ErweiterteServicezeitenundverlässlicheErreichbarkeitdurcheinen
größerenPersonalstamm.
WirtschaftlichkeitundEffizienz:DurchdieZentralisierungvonPersonal,TechnikundRäumlichkeiten
werdenSynergiengeschaffenundKostenreduziert.Investitionenindiezwingenderforderliche
Digitalisierungkönnengemeinsamgetragenundeffizienterumgesetztwerden.
BürgerfreundlichkeitundZukunftsfähigkeit:
DeroftgeäußerteEinwanddesVerlustsvonBürgernähewirddurchdieSteigerungderServicequalitätund
diedigitalenZugangsmöglichkeitenentkräftet.DieHäufigkeit,mitderBürgerinnenundBürgerdas
Standesamtpersönlichaufsuchenmüssen(z.B.beiGeburteninKlinikenoderdurchBestatterabgewickelte
Sterbefälle),istbereitsheutesehrgering.
BürgernähebedeutetabernichtnurräumlicheNähe.DerBürgerhatebensoeinhohesInteresseaneinem
kompetenten,rechtssicherenAnsprechpartner,derzeitnahverbindlicheAuskünfteerteilenkann–ohne
langwierigeRückfragenaufgrundfehlenderErfahrungundSpezialisierung.DieQualitätderLeistungistfür
denMaßstabderBürgernäheebensoentscheidendwiekurzeWege.
DieBürgernähewirddurcheinhochwertigesundflexiblesDienstleistungsangebotneudefiniert:
o DigitaleServices:Online-Angebote(z.B.Urkundenanforderung,digitaleEheanmeldung)werden
konsequentausgebaut,waspersönlicheVorsprachenfürvieleAnliegenüberflüssigmacht.Derdigitale
RegisterabrufzwischenStandesämternvereinfachtProzessebereitsheuteerheblich.
o Erreichbarkeit:FürunaufschiebbarepersönlicheAnliegenistnebendemHauptsitzinAlbstadtdie
EinrichtungvonAußenstelleninBalingenundHechingengeplant.DieBürgerinnenundBürgerkönnen
freiwählen,welcheDienststellesieaufsuchen(z.B.wohnort-oderarbeitsplatznah).
o TrauungenvorOrt:EheschließungenkönnenweiterhinindengewidmetenTrauortenderjeweiligen
HeimatgemeindedurchdiedortbestelltenEheschließungsstandesbeamtenstattfinden.Dielokale
IdentitätbeidiesemwichtigenAnlassbleibtvollständigerhalten.
o Zukunftsfähigkeit:SchaffungeinerrobustenundmodernenVerwaltungseinheit,diedenkünftigen
Herausforderungengewachsenist.
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GeplanteOrganisation
DergemeinsameStandesamtsbezirksollwiefolgtorganisiertwerden:
SitzdesStandesamts:
DerHauptsitzdesneuenStandesamtsbezirkswirdinAlbstadteingerichtet.
Durchdieöffentlich-rechtlicheVereinbarungwirddieZuständigkeitderbeteiligtenGemeinden/Städte
verändert.DieAufgabederAufgabenerfüllungimPersonenstandswesenwürdevondenbeteiligten
GemeindenundStädtenaufdieStadtAlbstadtübertragenundvondieserunterdemNamendesneuen
Standesamtsbezirks„Zollernalb“ineigenerZuständigkeitwahrgenommenwerden.
DiebisherigenStandesamtsbezirkewerdenaufgelöst.
Außenstellen/Servicestellen:
UmdieBürgernähezuerhalten,werdenindenPartnergemeindenBalingenundHechingenAußenstellen
indenbisherigenStandesämterneingerichtet.EinfacheDienstleistungenz.B.AnforderungvonUrkunden
könnenggf.weiterhinindenBürgerbürosderPartnergemeindenalsServicestellenangebotenwerden.
MitderEinrichtungdesHauptsitzesdesStandesamtsbezirksinAlbstadtgehtauchdieZusammenführung
derbislangbestehendenStandorteinEbingenundTailfingeneinher.NachaktuellemPlanungsstandsoll
dieseZentralisierungindenbestehendenRäumlichkeitendesStandortsEbingenumgesetztwerden.
HierfürwirdeinneuesRaumkonzeptentwickelt.DiebetroffenenKolleginnenwurdenbereitsüberdiese
PlanungeninformiertundwerdenbeimRaumkonzeptentsprechendmitwirken.
Trauorte:
EheschließungenkönnenweiterhinindendafürvorgesehenenRäumlichkeitenallerbeteiligten
Gemeinden/Städtenstattfinden.HierzuwerdendiebisherigenTrauortefürdenneuenStandesamtsbezirk
„Zollernalb“inAbsprachemitdenbeteiligtenGemeinden/Städtengewidmet.
Personal:
DasstandesamtlichePersonalderStädteAlbstadt,BalingenundHechingenwerdenindenneuen
StandesamtsbezirkimRahmeneinerPersonalleihebzw.DienstherrenwechselinAbsprachmitden
MitarbeitendenundDienstherrenübernommen.
DiePersonalhoheitbeieinerPersonalleiheverbleibtbeiderjeweiligenAnstellungskörperschaft,das
fachlicheWeisungsrechtobliegtderLeitungdesneuenStandesamtes.
BeiBedarfundinAbsprachemitdenBeteiligtenkönnendieMitarbeitendenderweiterenBeteiligten
gegebenenfallsimneuenStandesamtsbezirkAufnahmefinden.
DiebisherbestelltenEheschließungsstandesbeamtinnenund-standesbeamtekönnenauchfürdenneuen
Standesamtsbezirkbestelltwerden.
FürAlbstadtbedeutetdieskonkret,dassdiederzeitvierKolleginnenweiterhinvorOrttätigsindundsich
andenorganisatorischenAufgabenbeteiligen,diemitderFunktionalsHauptsitzverbundensind.
SofernbeidernäherenErarbeitungdesKonzeptesderInterkommunalenZusammenarbeitdurchdie
ÜbernahmederTätigkeitderumliegendenGemeindenmehrPersonalbedarfentsteht,kanndieserz.B.
übereinePersonalleihegedecktwerden.
Beispiel:EineStandesbeamtineinerumliegendenGemeindeunterstütztdasStandesamtAlbstadtim
Umfangvon20%ihrerArbeitszeitanfestgelegtenWerktagen.
DieStadtAlbstadthilftbereitsheuteinvielenFällenbeiderBearbeitungstandesamtlicherVorgängefür
umliegendeGemeinden,dadortteilweisedaserforderlicheFachwissennichtvorhandenist.Diehierfür
notwendigenAbstimmungenundUnterstützungsleistungenimRahmenderAmtshilfesindhäufig
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zeitaufwendigeralseinedirekteBearbeitungdurchdaseigeneStandesamt.Daheristdavonauszugehen,
dassdieÜbernahmederwenigenFällederumliegendenGemeindeninAlbstadtkeinewesentliche
zusätzlicheArbeitsbelastungverursacht.
Kostenverteilung:
IndemvondenbeteiligtenGemeindenabzuschließendenVertragisteineentsprechendeKostenregelung
zutreffen.
FinanzielleAuswirkungen
ZumjetzigenZeitpunktkönnenkeinekonkretenfinanziellenAuswirkungenbeziffertwerden.Einedetaillierte
KostenkalkulationundeinVorschlagzurFinanzierung(Umlageschlüssel)werdenerstimRahmendes
beschriebenenOrganisationskonzeptserstellt.DieseswirddemGemeinderatzueinemspäterenZeitpunktzur
gesondertenBeschlussfassungvorgelegt.Esistjedochdavonauszugehen,dasssichdurchdieBündelungder
Aufgabenmittel-bislangfristigKostenvorteilefürdiebeteiligtenKommunenergeben.
DieErarbeitungeinesOrganisationskonzeptssowiedieÜbernahmedermitderFunktionalsHauptsitz
verbundenenorganisatorischenAufgabenführenzueinemerhöhtenpersonellenAufwand.
GrundsätzlicheInformationenzumPersonenstandswesenimZollernalbkreis
JedeGemeinde/StadtimZollernalbkreisunterhältentsprechend§1desGesetzeszurAusführungdes
Personenstandsgesetzes(AGPStG)eineigenesStandesamt.
DurchdiefortschreitendeGlobalisierungunddurchdieimmerweitersteigendeMobilitätderBevölkerung
stehendieStandesbeamtinnenundStandesbeamtenvorderHerausforderungnichtnurdasfrühereund
heutigedeutsche,sondernauchdasausländischeEhe-,Familien-undNamensrechteinschließlichdes
internationalenPrivatrechtsallerStaaten,derenAngehörigedieDienstedesStandesamtesbenötigen,kennen
zumüssen.DarüberhinaussindKenntnissedesLebenspartnerschaftsrechts,desAusländer-,des
StaatsangehörigkeitsrechtsundEntscheidungenderoberstenGerichteerforderlich.Häufigegesetzliche
Neuregelungen,AnpassungenundÄnderungenwiez.B.zuletztimJahr2025dieReformdesdeutschenEhe-
undGeburtsnamensrechts,stellenhoheAnforderungenandieQualifikationundständigeFortbildungdes
Personals.
AlsUrkundsbeamtesindsieunabhängigundkeinerfachlichenWeisungenvonVorgesetztenunterworfen.Die
AnweisungzueinerbestimmtenBearbeitungeineskonkretenPersonenstandsfallskannausschließlichdurch
denPersonenstandsrichteramAmtsgerichtbzw.durchdieweiterenGerichtsinstanzenerfolgen.Die
EigenständigkeitderStandesbeamtinnenundStandesbeamtenisteinVorbildfürdie„schlankeVerwaltung“
bzw.denAbbauvonVerwaltungsebenenunddieVerlagerungvonEntscheidungennachunten.
NebendenimallgemeinenbekanntenTätigkeiten,derDurchführungvonEheschließungen,dieBeurkundung
vonGeburtenundSterbefälleerfüllendieStandesbeamtinnenundStandesbeamteeineFülleweiterer
Tätigkeitenwie
- BeurkundungvonVaterschaftsanerkennungen
- BeurkundungvonNamenserklärungenfürKinder,Ehegatten,LebenspartnerundSpätaussiedler
- Folgebeurkundungenund-eintragungenindenPersonenstandsbüchernbzw.Registern,wiez.B.in-und
ausländischeAdoptionen,behördlicheNamensänderungen,ScheidungoderAufhebungeinerEheund
Todeserklärungen
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- PrüfungderNamensführungnachEheschließungoderScheidungimAuslandmiteventuellerAuswirkung
aufdenFamiliennamenvonKindernundevtl.nötigeFolgebeurkundungen/Folgearbeitenininländischen
Personenstandsregistern
- NachbeurkundungvonGeburten,Eheschließungen,LebenspartnerschaftenoderSterbefällenvon
DeutschenodergleichgestelltenPersonenimAusland
- AusstellungvonEhefähigkeitszeugnissenfürDeutscheodergleichgestelltePersonenfürEheschließungen
imAusland
undleistensomiteinenwesentlichenBeitragfürdasFunktionierenderGesellschaft,derVolkswirtschaftund
deröffentlichenVerwaltung.SiesindDienstleisterfürMelde-,Staatsangehörigkeits-undAusländerbehörden,
Jugendämter,Notare,Familien-undNachlassgerichte.SiesindimRahmengesetzlicherNutzungsrechte
InformationsquellefürPrivatpersonen,Ahnenforscher,Wissenschaftler,Erbenermittler,Gläubiger,
Rentenversicherungsträger,Polizei,JustizundzahlreicheweitereBehörden,aberauchfürausländische
KonsulateundBotschaften.
DiesendezentralenZuständigkeitenundStrukturenstehenhoheAnsprücheandasPersonenstandswesen
gegenüber:
1. DieTätigkeitdesStandesbeamtenistvielfältigundrechtlichanspruchsvoll,weshalbnurnachAusbildung
undPersönlichkeitgeeigneteBeamteundBeschäftigtezuStandesbeamtenbestelltwerdendürfen(§2
Abs.3PStG,§1PStG-DVO).UmderkomplexenRechtsmateriemitvielenBezügenzumausländischenund
internationalenRechtgerechtzuwerden,habenStandesbeamtevorihrerBestellunganeinemmindestens
zweiwöchigenEinführungsseminardesBundesverbandesDeutscherStandesbeamtinnenund
Standesbeamtee.V.erfolgreichteilzunehmen.Zudemsindsieverpflichtet,innerhalbvonfünfJahren
mindestenseineneinwöchigenundfachlicheinschlägigenFortbildungslehrgangzubesuchen(§1bPStG-
DVO).
2. InjedemStandesamtsbezirksindUrkundspersonen(Standesbeamte)indererforderlichenAnzahlzu
bestellen(§2Abs.5AGPStG).FürdenVerhinderungsfallsindentsprechendqualifizierte
Verhinderungsvertreterzubestellen,damitdieUrkundstätigkeitinjedemStandesamtsbezirkgewährleistet
ist(§1aPStG-DVO).
ZurSicherstellungderAufgabenerfüllunghabendieGemeindendesOberenSchlichemtals,dieStadt
GeislingenmitderStadtRosenfeld,StadtHaigerlochmitderGemeindeRangendingen,dieStadt
MeßstettenmitdenGemeindenNusplingenundObernheim,dieGemeindenWinterlingenundStraßberg,
mitöffentlich-rechtlichenVereinbarungenVertretungsregelungenimVerhinderungsfallvereinbart,damit
demeigenenPersonalderVerwaltungeineBeurkundungstätigkeitnichtimmersichergestelltwerdenkann.
3. SeitdemJahr2014dürfendiePersonenstandregisterindenStandesamtsbezirkennurnochelektronisch
geführtwerden(§3Abs.2PStGi.V.m.§75PStG).Hierfürsinddieentsprechendentechnischenund
organisatorischenInfrastrukturenzuschaffen.
BeurkundungsfälleinZahlen
ZurVeranschaulichungwurdenbeiden25StandesämternimLandkreisdieAnzahlderBeurkundungsfälleaus
denJahren2020bis2024erhoben.AnhanddieserVorgängekannmitdemvonderKommunalen
GemeinschaftsstellefürVerwaltungsmanagement(KGSt)zurVerfügunggestellten„Stellenbemessungs-Tool-
Standesamt“derStellenbedarfdesStandesamteserrechnetwerden.
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AktuellerStellenbedarfjeStandesamtsbezirk,errechnetmitdenDurchschnittswertenderJahre2020bis
2024
Gemeinde Beurkundungsfälle VZÄ
Albstadt 4.956 3,60
Balingen 5.504 4,57
Bisingen 360 0,45
Bitz 132 0,15
Burladingen 537 0,59
Dautmergen 15 0,00
Dormettingen 76 0,02
Dotternhausen 61 0,07
Geislingen 373 0,38
Grosselfingen 120 0,10
Haigerloch 533 0,54
HausenamTann 22 0,01
Hechingen 2.372 1,63
Jungingen 69 0,07
Meßstetten 368 0,43
Nusplingen 73 0,09
Obernheim 47 0,08
Rangendingen 173 0,22
Ratshausen 36 0,08
Rosenfeld 268 0,27
Schömberg 185 0,26
Straßberg 121 0,14
WeilenunterdenRinnen 20 0,00
Winterlingen 268 0,30
ZimmernunterderBurg 22 0,01
16.711 14,06
WürdendieBeurkundungstätigkeitender25Standesämterzusammengefasstwerden,ergäbesichnachdem
KGSTStellenberechnungstoolStandesamt(sieheTabelleSeite9)einGesamtstellenbedarfvonetwa
14Stellen.
Hinweis:
BeidenobengenanntenStellenhandeltessichumdieanhandeinesSchlüsselsermitteltenerforderlichen
Stellenanteile.InAlbstadtwerdendieTätigkeitenimPersonenstandswesenmit2,05VZÄBeschäftigtensowie
1,0VZÄBeamtenwahrgenommen.DamitwerdenderzeitdieanfallendenAufgabenmiteinemgeringeren
PersonaleinsatzalsdemrechnerischermitteltenBedarfbewältigt.
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DurchschnittlichejährlicheBeurkundungszahlenderStandesämterimZollernalbkreisausdenJahren2020
bis2024
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KGST-Stellenbemessungs-ToolStandesamt
DieStellenbemessungdientderErmittlungdeszursachgerechtenAufgabenerledigungnotwendigenStellen-
bzw.Personalbedarfs.StellenbedarfdesgeplantenStandesamtsbezirks„Zollernalb:
KGSt®- Stellenbemessungs-Tool Standesamt Stand: 01.12.2023
Bitte wählen Sie die wöchentliche Arbeitszeit je Stelle aus, die als Grundlage für die 40,0 Stunden entsprechen 87.432
40,0 Stunden
Berechnung der Stellenkapazitäten fürALLE Stellen des Standesamts zu Grunde gelegt werden Jahresarbeitsminuten pro VZÄ
Leistung Definition Anzahl der Fälle Fälle pro VZÄ VZÄ
Anmeldung zur Eheschließung Alle Fälle laut Autista im gesamten Kalenderjahr für die Leistung
820 485 1,69
(ohne Ermächtigungen) "Anmeldungen zur Eheschließung".
Ermächtigungen Alle Fälle laut Autista im gesamten Kalenderjahr für die Leistung 208 634 0,33
Alle Fälle laut Autista im gesamten Kalenderjahr für die Leistung
Durchführung Eheschließung 858 678 1,27
"ADllue rFcählflüeh lrauunt gA uEthisetsac himlie gßuensagm". tEernf aKsaslte wnderedrjeanh ra lflüer tdatiesä Lcehilsictuhng
Nachbeurkundung Eheschließung 19 93 0,20
"ANllea cFhäblleeu lrakuutn Aduutnisgta E ihme sgcehsliaemßutnegn "K. aElrefansdsetr wjaehrrd feünr dalilee Leistung
Geburtsbeurkundungen 1254 1083 1,16
"AGlleeb Fuärltles blaeuutr kAuuntdisutan gim". Egrefsaasmst twene rKdaelne nadlleer jGaehbr ufürtre dni,e d Liee ivsotumng
Nachbeurkundung Geburten 34 191 0,18
"ANllea cFhäblleeu lrakuutn Aduutnisgta G iemb ugretseanm". tEernf aKsaslte wnderedrjeanh ra lflüer Gdeieb uLretiesntu, ndgie
Sterbefallbeurkundungen 2153 1314 1,64
"ABlleeu Fräkullen dlauuntg A vuotins tSat eimrb gefeäslalemn"te.n Kalenderjahr für die Leistung
Kirchenaustritte 1738 2365 0,73
"AKllierc Fhäelnlea luasuttr iAttuet"i.sta im gesamten Kalenderjahr für die Leistung
Namenserklärungen 319 532 0,60
"ENs azmähelnt sneicrhkltä druien gZeanh"l .d Geer zbäehsltt ewlleternd eUnr kaullned Feänll,e s, odnied enricnh dt iiem Zahl
Urkundenbestellungen 5891 5489 1,07
dAeller tFaätlsleä clahulict hA uatuisstgae ismte lglteesna Umrtkeunn Kdaelne.n Edse hrjaanhdr efültr s dicihe hLeieisrtung
Ehefähigkeitszeugnisse 48 293 0,16
"AEllhee Ffäählleig lkaeuitts Azeuutigstnais isme "g.esamten Kalenderjahr für die Leistung
Elektronische Nacherfassungen 3369 2881 1,17
"Elektronische Nacherfassungen".
Zwischenergebnis 1 = 10,20
Zu- &
Zu- & Abschlag
Weitere Zu- & AbschlagsfaktorenDefinition Berechnungshinweis Abschlag
(in Prozent)
(in VZÄ)
Folgebeurkundungen, Vaterschaftsanerkennung, Eintragungen,
Gerichtsverfahren, Namenserklärung Ausland, Eintragung von
Hinweisen, Empfang / Info-Stelle (Frontoffice-Stelle), behördliche 18,7 % beziehen sich auf
Weitere Leistungen im
Anfragen (die nicht zur Ausstellung einer Urkunde führen, u.a. 18,7 % das Zwischenergebnis 1 1,91
Standesamt
Ermittlung Hinterbliebene bei Bestattungen von Amts wegen), von 10,2 VZÄ
Jahresplanung Trauungen, Abgabe von Personenstandsregistern
an das Archiv, Bearbeitung von Beschwerden.
Zwischenergebnis 2 = 12,11
⌀
Bitte wählen Sie je nach Höhe der Migrationsquote in Ihrer
Kommune folgende prozentuale Zu- & Abschläge aus (-Wert
Deutschland gesamt 28,7 %):
0 % beziehen sich auf
Migrationsquote - unter 20 % = -2,00 % 0,00% das Zwischenergebnis 2 0,24
- 20 bis 30 % = 0,00 % von 12,11 VZÄ
- 30 bis 40 % = 2,00 %
- 40 bis 50 % = 4,00 %
- über 50 % = 6,00 %
Zwischenergebnis 3 = 12,35
Hierzu zählen bspw. die Teilnahme an Dienstbesprechungen,
Haushalts-/Finanzplanung, Haushaltsgespräche, Überwachung des
laufendes Haushaltsvollzugs, Anordnungswesen /
Fachübergreifende Tätigkeiten Rechnungsbearbeitung, Assistenzaufgaben, Vorbereitung und 6,9 % beziehen sich auf
Teilnahme an politischen Sitzungen, Materialwirtschaft, 6,9 % das Zwischenergebnis 3 0,85
(Querschnittsaufgaben)
Urlaubsabstimmungen und -genehmigungen, von 12,35 VZÄ
Dienstreiseangelegenheiten, Teilnahme an Aus-/Fort- und
Weiterbildungen. Eine ausführliche Darstellung ist dem Bericht als
Anlage beigefügt.
Zwischenergebnis 4 = 13,20
Bei den Führungs-/Leitungsaufgaben wird differenziert nach der
5,8 % beziehen sich auf
grundsätzlichen und umfassenden Leitungstätigkeit sowie der
Führungs-/Leitungsaufgaben 5,8 % das Zwischenergebnis 4 0,77
fachbezogenen Leitungstätigkeit. Eine ausführliche Darstellung ist
von 13,2 VZÄ
dem Bericht als Anlage beigefügt.
Gesamtstellenbedarf Ihres Standesamts = 13,97
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KostenimPersonenstandswesen
1. Personalkosten
DiesistdermitAbstandgrößteKostenblockimPersonenstandswesen.ErumfasstalleAufwendungen
fürdasimStandesamtbeschäftigtePersonal.
2. Fort-undWeiterbildungskosten
DieEignungfürdasAmtderStandesbeamtinoderdesStandesbeamtenerlangtnur,wermitErfolgan
einemmindestenszweiwöchigenEinführungsseminardesBundesverbandesDeutscher
StandesbeamtinnenundStandesbeamtere.V.(PersonenstandsakademieBadSalzschlirf)oderan
einemnachDauer,Inhalt,UmfangundQualitätgleichwertigenEinführungsseminareinesanderen
Anbieters(z.B.derVWAStuttgart)teilgenommenhat.
DasPersonenstandsrechtistsehrkomplexundändertsichregelmäßig(z.B.durchneueinternationale
Abkommen,ÄnderungdesNamensrechts,GesetzzurVaterschaftsanerkennungund
Vaterschaftsanfechtungusw.).StandesbeamtesinddahergesetzlichzurregelmäßigenFortbildung
verpflichtet.EineTeilnahmeandenzweimaljährlichstattfindendenFortbildungslehrgängedes
FachverbandesderStandesbeamtinnenundStandesbeamteBaden-Württemberg,dieimAuftragdes
InnenministeriumsBaden-Württembergdurchgeführtwerden,istverpflichtend.
ZudemsindStandesbeamteundihreStellvertreterzumBesuchvonweiterenFortbildungslehrgängen
verpflichtet.SiehabeninnerhalbvonfünfJahrenmindestenseineneinwöchigenFortbildungslehrgang
desBundesverbandesderDeutschenStandesbeamtinnenundStandesbeamtee.V.odereinesnach
Dauer,Inhalt,UmfangundQualitätgleichwertigenFortbildungslehrgangeinesanderenAnbieterszu
besuchen.
DiesverursachtKostenfür:
- Seminargebühren
- Reisekosten
- ArbeitsausfallwährendderFortbildung
3. IT-Kosten
Fachsoftware„AutiSta“,elektronischesPersonenstandsregisterundeSammelakte.
BundesweitwirdfürdasPersonenstandswesendasFachverfahreneingesetzt.Hierfür
fallenhohejährlicheLizenz,Wartungs-undSupportgebührenan.Diezuentrichtende
GebühristnachEinwohnerzahldesStandesamtsbezirksgestaffelt.
ElektronischeBibliothek„ElBib“
DieElektronischeBibliothek(ElBib)beinhaltetsämtlicheanzuwendendennationaleund
internationaleRechtsvorschriften.DiezuentrichtendeGebühristnachEinwohnerzahldes
Standesamtsbezirksgestaffelt.
OrtsbuchOnline
DieOnline-VersiondesOrtsbuchsderBundesrepublikDeutschlanddokumentiertdie
ZuständigkeitenvonVerwaltungenundGerichtenfüralleGemeindenundStädteder
BundesrepublikDeutschland.DiezuentrichtendeGebühristnachEinwohnerzahldes
Standesamtsbezirksgestaffelt.
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Hardware:
PCs,Monitore,spezielleUrkundendruckermitSicherheitseinrichtungen,Scannerfür
DigitalisierungderAkten
Infrastruktur:
Serverbetrieb,Datensicherung,Netzwerkanschlüsse,Sicherheitssoftware
4. Raumkosten
MieteoderkalkulatorischeMiete/AbschreibungfürdieBüro-undLagerräume
InstandhaltungundAusstattungderTrauzimmerund-räume
TrauzimmerhabeneinenrepräsentativenCharakterunderfordernhöhereKostenfür
Mobiliar,Dekoration,RenovierungundReinigung
Betriebskosten:Heizung,Strom,Wasser,Reinigung
5. BüromaterialundAusstattung
AllgemeinesBüromaterial(Papier,Stifteetc.)
Sicherheits-Urkundenpapier:speziellesPapiermitWasserzeichenoderanderen
MerkmalenzurFälschungssicherheit.
Spezielle,dokumentenechteTinte/Toner.
Dienstsiegel
Mobiliar:Schreibtische,StühleAktenschränke,feuersichereSchränkezur
vorschriftsmäßigenLagerungderPersonenstandsbücherundSammelakten
6. Archivierungs-undLagerkosten:
PersonenstandsregisterunddiedazugehörigenSammelaktenmüssenübersehrlange
Zeiträumeaufbewahrtwerden.(Geburtenregister110Jahre,Eheregister80Jahre,
Sterberegister30Jahre).DieserfordertLagerkapazitätenineinemsicheren(oft
klimatisiertenundbrandgeschützten)Archiv.DieDigitalisierungverursachtebenfalls
Kosten,ersetztabernichtsofortdiephysischeArchivierungspflicht.
7. SonstigeSachkosten:
PortoundVersand
Mitgliedsbeiträgez.B.imLandesverbandderStandesbeamtinnenundStandesbeamten
Baden-Württemberge.V.
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ÜbersichtderIT-KostenimZollernalbkreis
FürAlbstadt:DievorhandenetechnischeundräumlicheAusstattungdesStandesamtsistausreichend,um
auchdieÜbernahmederstandesamtlichenAufgabenweitererkleinererGemeindenzugewährleisten.
AufgrundderdargestelltenKostenersparnissefürdengesamtenZollernalbkreissowiederweiterengenannten
Vorteilewirdempfohlen,dasgrundsätzlicheInteressederStadtAlbstadtaneinerinterkommunalen
ZusammenarbeitimPersonenstandswesenderStandesämterimZollernalbkreiszubekunden.Zugleichsollder
Auftragerteiltwerden,aufdieAnsiedlungdesHauptsitzesinAlbstadthinzuwirkenundallehierfür
erforderlichenorganisatorischenMaßnahmenineigenerVerantwortungzuübernehmen.
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