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Zukunftsorientiertes dezentrales Wasserspeicherungskonzept - Antrag der Herren Stadtverordneten Hensel und Taylor, eingeg. am 06.09.2026

Abgelehnt
TypAntrag
GemeindeBad Nauheim
Datum2026-09-17
DatenstufeNur Ergebnisse
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An den Stadtverordnetenvorsteher Herrn Oliver von Massow Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher von Massow, wir bitten Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung zu nehmen. Antrag: Zukunftsorientiertes dezentrales Wasserspeicherungskonzept Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, den Magistrat zu beauftragen: 1. eine Bedarfs- und Standortanalyse für dezentrale städtische Wasserspeicher und Zisternen zu erstellen. Dabei sollen für alle Stadtteile geeignete Standorte, der Speicherbedarf und entsprechende Prioritäten ermittelt werden. Zu berücksichtigen sind insbesondere der Wasserbedarf von Bäumen und Grünflächen bei längeren Hitze- und Trockenperioden sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen, insbesondere auf Wegezeiten, Fahrzeugeinsatz, Kraftstoff und Personalaufwand des Bauhofs. 2. auf dieser Grundlage ein zukunftsorientiertes Gesamtkonzept für die dezentrale Wasserspeicherung und Wassernutzung zu entwickeln. Das Konzept soll insbesondere: • geeignete Standorte und Prioritäten benennen, • die erforderlichen Speicherkapazitäten ausweisen, • die Sammlung und Nutzung von Regenwasser vorsehen, • die Nutzung geeigneter Oberflächengewässer unter Beachtung des Wasserrechts prüfen, • die Nutzung gespeicherten Wassers als Brauchwasser in städtischen Gebäuden berücksichtigen und dies bei Neubauten grundsätzlich sowie bei geeigneten Bestandsgebäuden im Rahmen von Sanierungen vorsehen bzw. prüfen, • dezentrale Entnahmestellen für Bürgerinnen und Bürger vorsehen, die sich beispielsweise bei Baumpatenschaften oder Bewässerungsaktionen engagieren. 3. die Maßnahmen nach Dringlichkeit, Nutzen und Wirtschaftlichkeit zu priorisieren und die Ergebnisse so aufzubereiten, dass sie in die anstehenden und künftigen Haushaltsberatungen einfließen können. Dabei sind Investitions- und Folgekosten sowie mögliche langfristige Einsparungen, insbesondere durch kürzere Wege und einen geringeren Personal- und Fahrzeugeinsatz des Bauhofs, darzustellen. 4. das städtische Zisternenförderprogramm zu evaluieren. Dabei soll dargestellt werden, wie stark die bereitgestellten Mittel bisher abgerufen wurden und welche Gründe für die bislang geringe Inanspruchnahme bestehen. Außerdem ist zu prüfen, ob nicht abgerufene Mittel – soweit rechtlich und haushälterisch zulässig – für den Ausbau städtischer Wasserspeicher eingesetzt werden können. Begründung Hitze und längere Trockenperioden nehmen zu und belasten Bäume und Grünflächen. Gleichzeitig wird die Bewässerung schwieriger. Wie aus der Antwort des Magistrats auf eine diesbezügliche große Anfrage hervorgeht, waren in diesem Jahr ab dem 8. August die vorhandenen Wasserspeicher leer. Gleichzeitig durfte Oberflächenwasser nicht mehr für die Bewässerung genutzt werden. Bad Nauheim braucht deshalb eine zukunftsfähige und dezentrale Wasserinfrastruktur. Regenwasser muss stärker gesammelt und genutzt werden, während weitere geeignete Wasserressourcen unter Beachtung des Wasserrechts geprüft werden sollten. Dezentrale Speicher können zudem die Wege des Bauhofs verkürzen und dadurch Zeit, Fahrzeuge, Kraftstoff und Personal einsparen. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist daher ein Konzept notwendig, das sowohl den zukünftigen Bedarf als auch die Wirtschaftlichkeit möglicher Maßnahmen berücksichtigt. Auch das bestehende Zisternenförderprogramm sollte auf seine Wirksamkeit überprüft werden. Wenn bereitgestellte Mittel bislang kaum abgerufen werden, müssen die Gründe dafür geklärt und mögliche Verbesserungen geprüft werden. Bad Nauheim muss jetzt handeln. Wir brauchen Vorsorge, bevor das Wasser wieder knapp wird! Mit freundlichen Grüßen Rory Taylor Stadtverordneter Steffen Hensel Stadtverordneter

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