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Ausschreibung neuer IT--Dienstleister ab 04.2027
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Amt Mitteldithmarschen |
| Datum | 2026-10-07 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Amt Mitteldithmarschen 03.09.2026
FD Allgemeine Verwaltung
Az.:
Hauptausschuss des Amtes Mitteldithmarschen öffentlich
Amtsausschuss des Amtes Mitteldithmarschen öffentlich
Ausschreibung neuer IT--Dienstleister ab 04.2027
Sachverhalt:
a. Ausgangsituation
Das Amt Mitteldithmarschen wird seit dem Jahr 2017 durch die Netzplan GmbH aus Hamburg
im Rahmen eines EVB-IT-Dienstleistungsvertrages bei Aufgaben des IT-Betriebs unterstützt
und beraten. Die Netzplan GmbH hatte das seinerzeit durchgeführte Vergabeverfahren mit
vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb für sich entschieden und daraufhin den Auftrag
erhalten. Der EVB-IT-Dienstleistungsvertrag wurde im Jahr 2022 angepasst und befristet bis
zum 31.03.2027 verlängert. Im bestehenden Vertrag sind insbesondere regelmäßig zu
erbringende Tätigkeiten sowie weitere, bei Bedarf abrufbare IT-Dienstleistungen, geregelt. Mit
Ablauf des 31.03.2027 endet der bestehende Vertrag. Zur Sicherstellung der erforderlichen
externen Unterstützung der IT-Abteilung ist daher eine Neuvergabe der IT-Dienstleistungen mit
Leistungsbeginn zum 01.04.2027 angedacht.
b. Erforderlichkeit der Neuvergabe
Die IT-Abteilung des Amtes Mitteldithmarschen stellt den laufenden Betrieb der IT-Infrastruktur
überwiegend mit eigenen personellen Ressourcen sicher. Für einzelne technische Bereiche ist
jedoch regelmäßig spezialisiertes Fachwissen erforderlich, das aufgrund der Komplexität der
eingesetzten Systeme und des hierfür notwendigen tiefgehenden Produktwissens nicht
vollständig innerhalb der eigenen IT-Abteilung vorgehalten werden kann.
Dies betrifft insbesondere folgende Bereiche:
Wartung, Konfiguration und Erweiterung der IT-Sicherheitseinrichtungen (Cybersecurity):
hierzu gehören technisch anspruchsvolle Anpassungen und Erweiterungen der eingesetzten
Sicherheitskomponenten sowie die Unterstützung bei komplexen sicherheitsrelevanten
Fragestellungen.
Betreuung und Weiterentwicklung der virtualisierten Infrastruktur:
Die zentrale Serverinfrastruktur des Amtes basiert auf einer virtualisierten Systemumgebung.
Insbesondere bei der Konfiguration, Wartung, Erweiterung und Fehleranalyse im Bereich der
eingesetzten Hypervisor- und DataCore-Infrastruktur ist spezialisiertes Fachwissen erforderlich.
Dies betrifft vor allem tiefergehende technische Eingriffe, Architekturfragen sowie die Analyse
komplexer Störungen.
Tiefergehende Problemlösungen in der Citrix-Umgebung:
Die Citrix-Umgebung stellt einen zentralen Bestandteil der Bereitstellung von Anwendungen
und Arbeitsumgebungen dar. Während der reguläre Betrieb durch die interne IT-Abteilung
wahrgenommen wird, ist bei komplexen Fehlerbildern, Performanceproblemen,
Architekturänderungen oder umfangreicheren technischen Anpassungen regelmäßig externe
Unterstützung erforderlich.
Der externe IT-Dienstleister übernimmt damit insbesondere Aufgaben, die aufgrund ihrer
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technischen Tiefe, ihrer Seltenheit oder des erforderlichen Spezialwissens nicht wirtschaftlich
dauerhaft mit eigenem Personal abgedeckt werden können.
Durch den Abschluss eines neuen EVB-IT-Dienstleistungsvertrages sollen diese spezialisierten
Unterstützungsleistungen sowie weitere, bei Bedarf erforderliche IT-Dienstleistungen auch über
den 31.03.2027 hinaus verlässlich zur Verfügung stehen.
c. Vorgesehenes Vergabeverfahren
Für die fachliche Vorbereitung und Begleitung des Vergabeverfahrens wurde erneut die IuK
Consult aus Bad Sachsa, vertreten durch Herrn Köther, beauftragt.
IuK Consult hat das Amt Mitteldithmarschen bereits in der Vergangenheit mehrfach bei
komplexen IT-Vergabeverfahren unterstützt. Herr Köther hat unter anderem verschiedene
Ausschreibungen im Zusammenhang mit der Serverinfrastruktur sowie dem EVB-IT-
Dienstleistungsvertrag begleitet. Hierzu gehörten auch die Ausschreibung des EVB-IT-
Dienstleistungsvertrages im Jahr 2017 sowie die Anpassung und Verlängerung des Vertrages
im Jahr 2022.
Aufgrund der dabei gemachten positiven Erfahrungen und der guten Zusammenarbeit wurde für
die anstehende Neuvergabe erneut Kontakt zu IuK Consult aufgenommen. IuK Consult betreut
inzwischen nur noch einen ausgewählten Kundenkreis und hat sich erfreulicherweise bereit
erklärt, das Amt Mitteldithmarschen auch bei diesem Vergabeverfahren wieder zu unterstützen.
Der Einsatz eines externen Konsultors ist insbesondere deshalb sinnvoll, weil die Erstellung
einer vollständigen und marktgerechten Leistungsbeschreibung für einen komplexen IT-
Dienstleistungsvertrag spezielles Fachwissen und umfangreiche Erfahrungen mit
vergleichbaren IT-Ausschreibungen erfordert.
Die interne IT-Abteilung verfügt über die notwendigen Kenntnisse zur Beschreibung des
eigenen technischen Bedarfs und der vorhandenen Infrastruktur. Die Erstellung und
Durchführung eines IT-Vergabeverfahren gehört jedoch nicht zu den regelmäßig
wahrgenommenen Aufgaben der IT-Abteilung. Insbesondere die marktgerechte Strukturierung
von Leistungsbeschreibungen, die Vergleichbarkeit unterschiedlicher Dienstleistungsangebote
sowie die Ausgestaltung geeigneter Bewertungs- und Zuschlagskriterien erfordern Erfahrungen
aus vergleichbarern Vergabeverfahren.
Durch die Einbindung von IuK Consult kann daher das technische Wissen der internen IT-
Abteilung mit der spezialisierten Erfahrung des Konsultors bei der Vorbereitung und
Durchführung der IT-Ausschreibung verbunden werden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden,
dass die auszuschreibenden Leistungen eindeutig beschrieben, wirtschaftlich vergleichbar und
für den Wettbewerb geeignet ausgestaltet werden. Für die Unterstützung bei der Vorbereitung
und Begleitung des Vergabeverfahrens entstehen Kosten in Höhe von ca.11.600 € brutto. Diese
Kosten fallen zum Teil bereits im laufenden Jahr an. Die Restsumme wird für 2027 mit
eingeplant.
Vergabeverfahren
Es ist vorgesehen, die IT-Dienstleistungen im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung mit
derzeit sechs Teilnehmern im Wege einer Verhandlungsvergabe auszuschreiben. Hierzu sollen
sechs geeignete Unternehmen zur Teilnahme am Vergabeverfahren und zur Abgabe eines
Angebotes aufgefordert werden. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt unter Berücksichtigung
ihrer fachlichen Eignung und Leistungsfähigkeit für die ausgeschriebenen IT-Dienstleistungen.
Die konkreten Anforderungen an die Leistungserbringung sowie die Eignungs- und
Zuschlagskriterien werden in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt. Der Zuschlag soll auf
das unter Berücksichtigung der festgelegten Zuschlagskriterien wirtschaftlichste Angebot erteilt
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werden.
Vertragsgegenstand und Vertragslaufzeit
Der neu abzuschließende Vertrag soll zum 01.04.2027 beginnen und eine Laufzeit von 36
Monaten bis zum 31.03.2030 haben. In den Ausschreibungsunterlagen werden die regelmäßig
zu erbringenden Leistungen sowie die darüber hinaus bei Bedarf abrufbaren Dienstleistungen
näher definiert.
Die konkrete Ausgestaltung des Leistungsverzeichnisses und des EVB-IT-
Dienstleistungsvertrages erfolgt im Rahmen der Vorbereitung des Vergabeverfahrens.
Voraussichtlicher Auftragswert
Auf Grundlage der derzeit in Anspruch genommenen Leistungen und des zukünftig erwarteten
Leistungsbedarfs wird von Kosten in Höhe von insgesamt ca. 70.000 € brutto pro Jahr
ausgegangen. Bei einer Vertragslaufzeit von 36 Monaten ergibt sich damit ein geschätztes
Gesamtvolumen von: ca. 210.000 € brutto.
Bei den genannten Beträgen handelt es sich um eine Kostenschätzung. Die tatsächlichen
Kosten ergeben sich aus dem Ergebnis des Vergabeverfahrens sowie dem Umfang der
während der Vertragslaufzeit tatsächlich in Anspruch genommenen, beziehungsweise
abgerufenen Leistungen.
d. Empfehlung und Begründung
Die Amtsverwaltung empfiehlt, die erforderlichen IT-Dienstleistungen für den Zeitraum vom
01.04.2027 bis zum 31.03.2030 neu auszuschreiben.
Die externe Unterstützung hat sich in den vergangenen Jahren als unerlässlicher Bestandteil
eines funktionierenden IT-Betriebs etabliert. Aufgrund der Vielzahl und Komplexität der
eingesetzten IT-Systeme sowie der fortlaufenden technischen Weiterentwicklung ist auch
zukünftig die Möglichkeit erforderlich, auf zusätzliches spezialisiertes Fachwissen und externe
personelle Kapazitäten zurückgreifen zu können.
Mit einer Vertragslaufzeit von 36 Monaten wird eine ausreichende Kontinuität bei der
Unterstützung der IT-Abteilung erreicht. Gleichzeitig besteht nach Ablauf dieses Zeitraumes die
Möglichkeit, den Leistungsbedarf, die Marktsituation und die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen erneut zu bewerten.
Durch die vorgesehene beschränkte Ausschreibung mit voraussichtlich sechs geeigneten
Teilnehmern wird ein Wettbewerb zwischen mehreren IT-Dienstleistern hergestellt. Die
Durchführung als Verhandlungsvergabe ermöglicht es darüber hinaus, die angebotenen
Leistungen und Konditionen innerhalb des zulässigen Rahmens zu erörtern und zu
konkretisieren.
Die Bewertung der Angebote erfolgt auf Grundlage der in den Ausschreibungsunterlagen
festgelegten Zuschlagskriterien. Den Zuschlag soll das wirtschaftlichste Angebot erhalten. Um
eine zeitnahe Auftragserteilung und damit einen nahtlosen Übergang zum 01.04.2027
sicherzustellen, wird empfohlen, den Amtsdirektor zu ermächtigen, nach Abschluss und
Auswertung des Vergabeverfahrens den entsprechenden Auftrag zu erteilen.
e. Finanzierung
Die Kosten für den derzeit bestehenden EVB-IT-Dienstleistungsvertrag belaufen sich auf rund
48.000 € brutto jährlich. Die im Jahr 2017 vereinbarten Kosten wurden bei der Anpassung
beziehungsweise dem Anschluss des Vertrages im Jahr 2022 nur moderat erhöht. Die
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Kostenentwicklung des bestehenden Vertrages bildet daher die zwischenzeitlich eingetretenen
Preis- und Marktentwicklungen im Bereich der IT-Dienstleistungen nur eingeschränkt ab.
Für die Vorbereitung des neuen Vergabeverfahrens wurde bereits ein externer Konsultor
beauftragt. Aufgrund der aktuellen Marktlage sowie auf Grundlage der Erfahrungen aus
vergleichbaren Ausschreibungen der vergangenen Jahre empfiehlt dieser, bei der
Kostenschätzung für die Neuvergabe mit Mehrkosten von ca. 30 % bis 40 % gegenüber dem
bisherigen Kostenniveau zu kalkulieren.
Dabei ist ausdrücklich hervorzuheben, dass mit der Neuvergabe keine wesentliche Ausweitung
des bisherigen Leistungsumfangs vorgesehen ist. Ausgeschrieben werden im Wesentlichen
dieselben Unterstützungs- und Dienstleistungen, die bereits Gegenstand des derzeitigen EVB-
IT-Dienstleistungsvertrages sind. Die höheren Kosten ergeben sich somit nicht aus zusätzlichen
Leistungen, sondern aus dem zwischenzeitlich deutlich gestiegenen Preisniveau für
vergleichbare IT-Dienstleistungen.
Unter Berücksichtigung dieser Einschätzung und zur hinreichenden Berücksichtigung möglicher
Preisentwicklungen im Vergabeverfahren wird für den zukünftigen EVB-IT-
Dienstleistungsvertrag vorsorglich von jährlichen Kosten in Höhe von bis zu ca. 70.000 € brutto
ausgegangen.
Finanzierung:
keine einmaligen Kosten
Einmalige Gesamtkosten in Höhe von €.
keine laufenden Kosten
Laufende Kosten in Höhe von 70.000 € pro Haushaltsjahr
Haushaltsmittel stehen zur Verfügung
Haushaltsmittel müssen haushaltsmäßig ab dem 01.04.2027 zur Verfügung gestellt
werden.
Deckungsvorschlag:
Weitere Stellungnahme zu finanziellen Auswirkungen:
Beschlussempfehlung:
Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung mit Verhandlungsvergabe soll ein neuer EVB-IT-
Dienstleistungsvertrag für die Zeit ab 01.04.2027 geschlossen werden. Der Amtsdirektor wird
ermächtigt, dem wirtschaftlichsten Bieter den Auftrag zu erteilen.
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