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Anschaffung eines Kabinenfahrzeuges für die Julianka-Schule
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Amt Itzehoe-Land |
| Datum | 2026-10-01 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Amt Itzehoe-Land Vorlagen-Nummer:
Bearbeiter:
Jessica Schmidt AI/AfF/1945/2026
Öffentlichkeitsstatus: öffentlich Itzehoe, 27.08.2026
Vorlage für Zuständigkeit Sitzungsdatum
Schulausschuss Vorberatung 09.09.2026
Amtsausschuss Entscheidung
Anschaffung eines Kabinenfahrzeuges für die Julianka-Schule
Beschlussvorschlag:
Wird in der Sitzung erarbeitet
Begründung:
Der Amtsausschuss hat am 11.05.2026 beschlossen, dass der derzeit in der Julianka-Schule
eingesetzte Traktor ohne Fahrerkabine aufgrund der Vorgaben des Arbeitsschutzes (vgl.
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) künftig nicht mehr für den Winterdienst eingesetzt
werden darf. Auch für das Rasenmähen im Sommer schreibt der Unfallversicherungsträger
mittlerweile ein Kabinenfahrzeug vor (Stichwort „Klimatisierung“).
Die Verwaltung hat ein verbindliches Räum- und Streukonzept für das Schulgelände der
Julianka-Schule erstellt. Dabei wurde die Räumpflicht als Aufgabe für den Hausmeister unter
Berücksichtigung der Verkehrssicherungspflicht auf die notwendigen Bereiche (insbesondere
Zugänge, Eingänge und sicherheitsrelevante Wege) beschränkt.
Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit waren nun folgende Varianten zu vergleichen:
a) vollständige Fremdvergabe des Winterdienstes
b) Beschaffung eines eigenen Kommunalfahrzeugs mit Fahrerkabine
c) kombinierte Lösung (Eigenleistung für Basisaufgaben, ergänzende Fremdvergabe)
a) Vollständige Fremdvergabe des Winterdienstes
Im direkten Vergleich ergeben sich folgende Vor- und Nachteile:
Eigenleistung (Selber machen / Hausmeister)
Vorteile: Deutlich geringere direkte Ausgaben.
Nachteile & Risiken: gesamte Verantwortung und Haftung. In der Praxis führen
Krankheit, Urlaub oder fehlende Vertretungen schnell dazu, dass Einsätze verspätet
oder gar nicht erfolgen. Besonders kritisch wird es, wenn keine saubere
Dokumentation vorliegt. Im Schadensfall zählt nicht, was geplant war, sondern was
nachweisbar durchgeführt wurde. Der Bereitschaftsdienst ist nicht zu unterschätzen.
Kosten: Die Anschaffung von Streugut und Geräten. Arbeitslohn (ggf. Zuschläge)
des Hausmeisters auch für Bereitschaftsdienst (Abendstunden/Wochenendnutzung
der Sporthalle durch die Vereine).
Fremdleistung (Professionelle Firma)
Vorteile: Der Dienstleister übernimmt die Haftung gemäß
Verkehrssicherungspflicht, die Einsatzdokumentation für Versicherungen und
Nachweise und haftet bei Schäden.
Fristgerechte Erfüllung aller kommunalen Vorgaben – Bereitschaftsdienst (bis 7 Uhr
und am Wochenende), Einsatzhäufigkeit bei Schnee- und Glätteereignissen
Nachteile: Höhere Fixkosten (ggf. über Pauschalen Kosten kalkulierbar machen)
Gemäß Auszug aus dem Räum- und Streukonzept der Julianka-Schule Heiligenstedten
werden folgende Flächen für den Winterdienst zugrunde gelegt:
Gesamtfläche 4.483 m2
Pflichtflächen: Weg an der Sporthalle 1.225 m2
Zuwegung Haupteingang 930 m2
Nachrangige Flächen: Parkplatz an der Sporthalle 747 m2
Parkplatz Schule 1.581 m2
Als Maßstab zur Kalkulation der Kosten des Winterdienstes wurde der Aufwand für den
Winterdienst der Amtsverwaltung der letzten 5 Jahre zugrunde gelegt.
Es wurden durchschnittlich 18 Einsätze in einer Winterdienstperiode (November – März) zu
einem Einsatzpreis in Höhe von 297,50 Euro (Brutto) abgerechnet. In Summe sind folglich
Kosten in Höhe von 5.355 Euro entstanden.
b) Beschaffung eines eigenen Kommunalfahrzeugs mit Fahrerkabine
Die Beschaffung eines eigenen Fahrzeuges beinhaltet die Anschaffungskosten und die
Folgekosten (Unterhaltungskosten/Reparaturkosten, Personalkosten, Abschreibung).
Hier können für die Beschaffung eines neuen Fahrzeuges mit Fahrerkabine und
Anbaugeräten ca. 60.000 Euro kalkuliert werden.
Für ein vergleichbares, gebrauchtes Fahrzeug ist von Anschaffungskosten in Höhe von ca.
30.000 Euro auszugehen. Es ist jedoch festzustellen, dass dieser Markt überschaubare
Angebote bietet.
Im Rahmen der Erstellung des 1. Nachtragshaushaltsplanes wurden bereits Haushaltsmittel
in Höhe von 30.000 Euro bereitgestellt.
c) kombinierte Lösung (Eigenleistung für Basisaufgaben, ergänzende Fremdvergabe)
Alternativ könnte der Einsatz mit einem Frontmäher ohne Kabine ggf. ausreichend sein,
sofern der Winterdienst fremdvergeben werden würde und der Hausmeister lediglich einen
eingeschränkten Winterdienst auf den nachrangigen, priorisierten Flächen durchführen
müsste.
Bei der kombinierten Lösung (und auch bei der vollständigen Fremdvergabe) wäre ggf. die
Stundenanzahl gemäß Stellenbeschreibung/Aufgabenbereich zu prüfen.)
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Fazit:
Gerade zum Thema Winterdienst lässt sich keine abschließende Tendenz feststellen. So
bleiben zu viele Faktoren (wie z.B. die Einsatzhäufigkeit oder Reparaturkosten eines
Gebrauchtfahrzeuges) unklar.
Sehr wahrscheinlich ist der Winterdienst in Eigenleistung langfristig kostengünstiger, bindet
aber wertvolle Zeit und birgt hohe Haftungsrisiken.
Die Fremdleistung durch Fachfirmen verursacht zwar monatliche Kosten, sorgt jedoch für
Rechtssicherheit, pünktliche Räumung sowie verlässliche Abläufe und dokumentierte
Nachweise.
Anlagen:
Anlage zum Räum- und Streukonzept Julianka Schule
Räum- und Streukonzept Julianka-Schule
AI/AfF/1945/2026 Seite 3 von 3
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