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Antrag der Fraktion der FW; Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung in Amberg - "Sei AM Drücker! 2.0" und Kinder- und Jugendrat

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeAmberg
Datum2026-10-26
DatenstufeNur Dokumente
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Meier Wolfgang Von: Werthner Manuel <[email protected]> Gesendet: Montag, 21. September 2026 17:00 An: Buergermeisteramt Cc: [email protected] Betreff: [EXTERN] Antrag - Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung in Amberg – „Sei AM Drücker! 2.0“ und Kinder- und Jugendrat Sehr geehrte Damen und Herren, im Namen der FW Stadtratsfraktion reiche ich folgenden Antrag ein: Antrag Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung in Amberg – „Sei AM Drücker! 2.0“ und Kinder- und Jugendrat Beschlussvorschlag Die Stadtverwaltung wird beauftragt, das bestehende Beteiligungsformat „Sei AM Drücker!“ gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen zu einem weiterentwickelten Konzept „Sei AM Drücker! 2.0“ auszubauen. Im Rahmen dieser Weiterentwicklung soll insbesondere die Einrichtung eines dauerhaften Kinder- und Jugendrats für die Stadt Amberg geprüft und ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden. Ziel soll es sein, die bereits vorhandenen Möglichkeiten der Kinder- und Jugendbeteiligung um eine kontinuierliche und verlässliche Beteiligungsstruktur zu ergänzen und Kindern und Jugendlichen einen nachvollziehbaren Weg zu eröffnen, eigene Anliegen in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen. Bei der Konzepterarbeitung sollen insbesondere folgende Leitgedanken berücksichtigt werden:  Einbeziehung einer breiteren Altersgruppe, beispielsweise von etwa 10 bis 18 Jahren;  möglichst breite Beteiligung unterschiedlicher Kinder und Jugendlicher – unabhängig davon, ob diese bereits in Vereinen, Verbänden oder anderen Beteiligungsstrukturen aktiv sind;  Prüfung einer schulbasierten Beteiligung und geeigneter transparenter Wahl- und/oder Losverfahren;  angemessene Berücksichtigung unterschiedlicher Altersgruppen innerhalb des Kinder- und Jugendrats;  Verbindung von offenen Beteiligungsformaten mit einer dauerhaft bestehenden Kinder- und Jugendvertretung;  Definition eines transparenten Verfahrens, wie Vorschläge und Beschlüsse des Kinder- und Jugendrats an Verwaltung und zuständige politische Gremien herangetragen, behandelt und anschließend gegenüber den Kindern und Jugendlichen nachvollziehbar beantwortet werden; 1  Prüfung, bei welchen kommunalen Vorhaben mit besonderer Bedeutung für Kinder und Jugendliche eine frühzeitige Beteiligung sinnvoll vorgesehen werden kann. Die konkrete Ausgestaltung – insbesondere Größe und Zusammensetzung des Gremiums, Auswahlverfahren, beteiligte Schulen, Amtsdauer, Sitzungsrhythmus, organisatorische Betreuung sowie mögliche weitergehende Beteiligungsrechte – soll nicht mit diesem Antrag vorweggenommen, sondern Bestandteil der fachlichen Konzepterarbeitung sein. Das erarbeitete Konzept ist anschließend dem zuständigen Gremium beziehungsweise dem Stadtrat zur Beratung und Entscheidung vorzulegen. Begründung Mit „Sei AM Drücker!“ verfügt die Stadt Amberg bereits über ein etabliertes Instrument der Jugendbeteiligung. Das Beteiligungsformat richtet sich derzeit insbesondere an Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren und hat in den vergangenen Jahren unterschiedliche Amberger Stadtteile einbezogen. Aus den dort eingebrachten Ideen sind bereits konkrete weitere Beteiligungs- und Umsetzungsprozesse entstanden. Diese vorhandene Struktur soll ausdrücklich nicht ersetzt, sondern weiterentwickelt werden. Kinder und Jugendliche erleben ihre Stadt aus einer anderen Perspektive als Erwachsene. Fragen zu Schulwegen, Spiel- und Sportflächen, Aufenthaltsmöglichkeiten, Mobilität, Freizeitangeboten oder der Gestaltung öffentlicher Räume betreffen sie unmittelbar. Gleichzeitig bestehen für sie bislang nur begrenzte Möglichkeiten, solche Anliegen kontinuierlich und strukturiert in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen. Ein Kinder- und Jugendrat kann hier eine verbindende Funktion übernehmen. Er soll offene Beteiligungsmöglichkeiten nicht ablösen, sondern Anliegen aus unterschiedlichen Beteiligungswegen aufnehmen, beraten, priorisieren und gegenüber Verwaltung und Politik vertreten können. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine möglichst breite Beteiligung. Ein solches Modell sollte nicht ausschließlich diejenigen Kinder und Jugendlichen erreichen, die bereits organisiert, besonders engagiert oder über bestehende Strukturen gut vernetzt sind. Deshalb sollen insbesondere Schulen sowie transparente Wahl- und Losverfahren als mögliche Bausteine untersucht werden. Mit „Sei AM Drücker! 2.0“ besteht für Amberg die Möglichkeit, die bereits geleistete Arbeit konsequent weiterzuentwickeln: von punktueller Beteiligung hin zu einer Kombination aus offenen Beteiligungsmöglichkeiten und kontinuierlicher Kinder- und Jugendvertretung. Entscheidend ist dabei nicht die Einführung eines bestimmten, bereits vollständig vorgegebenen Modells. Vielmehr soll auf Grundlage der bestehenden Amberger Strukturen gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen ein für Amberg passendes, praktikables und dauerhaft tragfähiges Konzept entwickelt werden. Ziel muss sein, Kinder und Jugendliche nicht nur anzuhören, sondern ihnen transparent zu vermitteln: Ihre Anliegen werden aufgenommen, beraten und erhalten eine nachvollziehbare Rückmeldung. Mit freundlichen Grüßen Manuel Werthner Vorsitzender FW Stadtratsfraktion 2

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