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Antrag der Fraktion der Grünen - Stolpersteine
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Verbandsgemeinde Nieder-Olm |
| Datum | 2026-10-21 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
BÜNDNIS 90 er r
DIE GRÜNEN Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
a im Ortsgemeinderat Ober-Olm
Antoinette Malkewitz
Nikolaus-Becker-Str. 3
55270 Ober-Olm
Herrn
Ortsbürgermeister
Matthias Becker
Kirchgasse 7
55270 Ober-Olm 27.04.2026
Antrag: Stolpersteine
Sehr geehrter Herr Ortsbürgermeister Becker,
die Gemeinderatsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt in der
Gemeinderatssitzung am 6.Mai.2026 folgenden Antrag:
Der Gemeinderat möge beschließen, die Initiative des ehemaligen Bürgermeisters und
Ehrenbürgers von Ober-Olm, Heribert Schmitt, in unserer Gemeinde sogenannte
„Stolpersteine“ verlegen zu lassen, zu unterstützen.
Begründung:
81 Jahre sind seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vergangen. Wie in vielen anderen
Städten und Gemeinden wurden auch in Ober-Olm Juden verfolgt, deportiert und
ermordet. An das Schicksal dieser Menschen muss erinnert werden, namentlich und
sichtbar.
Ca. 116.000 Stolpersteine in mehr als 1860 Städten und Gemeinden wurden bislang
verlegt. Die Angehörigen der betroffenen Ober-Olmer Juden unterstützen das Projekt der
Stolpersteine laut Heribert Schmitt ausdrücklich.
Dennoch wissen wir, dass es auch Bedenken gegen diese Form des Erinnerns gibt:
Besonders bekannt ist die Kritik von Charlotte Knobloch. Sie argumentiert, dass es
würdevoller sei, der Opfer auf Augenhöhe zu gedenken - etwa mit Tafeln an Hauswänden
statt im Gehweg.
Auf der anderen Seite betonen Befürworter — darunter auch der Initiator Gunter Demnig -
genau den gegenteiligen Effekt:
Man „stolpert“ im übertragenen Sinne im Alltag über die Namen, bleibt stehen, liest sie und
erinnert sich. Viele sehen gerade darin eine besonders unmittelbare und persönliche Form
des Gedenkens.
BÜNDNIS 90 on .
DIE GRÜNEN Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
im Ortsgemeinderat Ober-Olm
Wir halten die Stolpersteine für eine sehr geeignete Form des Gedenkens. Tafeln an
Hauswänden ließen sich nur mit Zustimmung der Hauseigentümer anbringen und als
Alternative, Straßen oder Plätze nach ermordeten Juden zu benennen, ist in Ober-Olm
offensichtlich ein sehr langwieriger Prozess.
Am 7.12. 2022 hatten wie Grünen einen Antrag gestellt, eine Straße oder einen Platz'nach
„Benno Stern“ zu benennen, einem jüdischen-Mitbürger aus Ober-Olm, der von den
Nationalsozialisten ermordet wurde. Obwohl dieser Antrag im Gemeinderat angenommen
wurde, ist er bis heute nicht umgesetzt worden.
Wir bitten die Verwaltung, den Antrag auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am
6.Mai 2026 zu setzen. Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
IDEE
Antoinette Malkewitz Bernd Weisener
Fraktionsvorsitzende stellv. Fraktionsvorsitzender
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