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Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und Volt vom 28.08.2026 betr. Prüfung der Einführung des Notfallsystems "Emergency Eye" in Darmstadt
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Darmstadt |
| Datum | 2026-10-22 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Vorlage-Nr. SV-2026/0076
Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und Volt vom 28.08.2026
betr. Prüfung der Einführung des Notfallsystems "Emergency Eye" in Darmstadt
28.08.2026
Antrag Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Volt
Prüfung der Einführung des Notfallsystems „Emergency Eye“ in Darmstadt
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird gebeten,
1. das im Kreis Groß-Gerau eingeführte Notfallsystem „Emergency Eye“ oder ein vergleichbares
System für die Leitstelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu pilotieren,
2. zu prüfen, welche Kosten durch einen dauerhaften Betrieb entstehen und ob
Fördermöglichkeiten des Landes Hessen, des Bundes oder anderer Stellen zur Einführung
genutzt werden können.
Begründung
Eine schnelle und zutreffende Lageeinschätzung ist für Rettungsdienst, Feuerwehr und
Katastrophenschutz von entscheidender Bedeutung. Insbesondere bei Notrufen stehen
Anrufende häufig unter erheblichem Stress und können das Geschehen nicht immer präzise
beschreiben. Dies erschwert die Entscheidungsfindung in den Leitstellen und kann sowohl zu
einer Über- als auch zu einer Unteralarmierung von Einsatzkräften führen. Zusätzlich können
durch Sprachbarrieren zusätzliche Hemmnisse entstehen.
Der Kreis Groß-Gerau hat mit dem System „Emergency Eye“ ein modernes Werkzeug
eingeführt, das den Mitarbeitenden der Leitstelle nach ausdrücklicher Zustimmung der
Anrufenden ermöglicht, per Smartphone-Kamera einen direkten Blick auf die Einsatzstelle zu
erhalten. Die Übermittlung erfolgt ohne Installation einer App über einen zugesandten Link.
Zusätzlich werden Standortdaten übermittelt und eine mehrsprachige Chatfunktion
bereitgestellt.
Die dadurch mögliche visuelle Lageeinschätzung kann helfen, die Situation schneller und
präziser zu beurteilen. Gleichzeitig lassen sich Sprachbarrieren besser überwinden und für
Menschen mit Hör- oder Sprechbeeinträchtigung die Barrierefreiheit erhöhen.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Nutzung freiwillig erfolgt und nur nach ausdrücklicher
Zustimmung der Anrufenden möglich ist. Im Kreis Groß-Gerau wurden die
datenschutzrechtlichen Anforderungen berücksichtigt und eine Speicherung der übertragenen
Daten findet nicht statt.
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Angesichts der im Verhältnis zum möglichen Nutzen überschaubaren Kosten erscheint eine
Pilotierung in Darmstadt sinnvoll. Die Stadt sollte daher ausprobieren, ob eine Einführung von
„Emergency Eye“ oder einer vergleichbaren Lösung einen Beitrag zur Verbesserung der
Notfallversorgung, der Gefahrenabwehr und der Krisenbewältigung leisten kann.
Darmstadt, den 28. August 2026
Eva Bredow-Cordier und Andreas Ewald, Fraktionsvorsitzende Bd. 90/Die GRÜNEN
Ana Lena Herrling, Fraktionsvorsitzende Volt
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