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Vorstellung von Frühwarnsystemen im Hochwasserrisikofall und Starkregenereignissen
Angenommen10 Ja · 0 Nein · 2 Enthaltung
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Malsch |
| Datum | 2026-09-15 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Gemeinde Malsch stellt Frühwarnsysteme für Hochwasser- und Starkregenereignisse vor. Drei Systeme werden verglichen: FLIWAS (6.315€ Invest), NOYSEE (7.497€) und FAS von Spekter (77.993€). Die Verwaltung empfiehlt das FAS-System wegen seiner objektgenauen Vorhersage, stabilen Datenübertragung und Alarmierungsfunktion, da Malsch nur etwa eine Stunde Reaktionszeit bei Hochwasserereignissen hat. Der Technische Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat, Mittel für den Erwerb im nächsten Doppelhaushalt einzustellen.
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Dokument
Extrahierter Text
Vorlage Nr. BV/247/2026
Bearbeitet von: Janetzky, Jörg
Aktenzeichen:
Kostenträger/Kostenstelle:
Vorlage für: Technischer Ausschuss 15.09.2026
Betreff:
Vorstellung von Frühwarnsystemen im Hochwasserrisikofall und
Starkregenereignissen
- Beratung und Empfehlung an den Gemeinderat
Beschlussantrag:
Der Technische Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat die Mittel zum Erwerb des
entsprechen Frühwarnsystem in nächsten Doppelhaushalt einzustellen.
Beratungsfolge Status Sitzungstermin Zuständigkeit
Technischer Ausschuss öffentlich 15.09.2026 Vorberatung
Beteiligung des Ortschaftsrates:
ist erfolgt Datum der Sitzung
nicht erforderlich
Finanzielle Auswirkungen:
keine Auswirkungen auf den Haushalt
einmalige Anschaffungs- und Herstellungskosten i.H.v. s. Vorlage
kein Folgeertrag Folgeertrag geschätzt pro Jahr i.H.v. ________Euro
kein Folgeaufwand Folgeaufwand geschätzt pro Jahr i.H.v. s. Vorlage
Aufwand im Haushaltsplan enthalten unter
Ertrag im Haushaltsplan enthalten unter
Stelle im Stellenplan enthalten
Bei über- und außerplanmäßige Ausgaben:
angedachte Finanzierung der Maßnahmen über
Einsparungen bei
Mehrertrag bei
kein Deckungsvorschlag des Fachamtes
Hinweis:sofernkeinDeckungsvorschlagaufgeführtist,mussdieDeckungüberallgemeineSteuermitteloder
allgemeinvorhandeneliquideMittelerfolgen.
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Sachverhalt/Begründung:
Es ist leider immer wieder zu hören und zu lesen, dass es zu immensen Schäden –
auch an Menschenleben – durch Hochwasserereignissen kommt, weil ein
entsprechendes Frühwarnsystem fehlte oder es nicht richtig funktionierte.
Auch Starkregenereignisse nehmen immer mehr zu, die sehr schnell und mit großen
Regenmengen, aber auch mit Sturm und Hagel auftreten können, wären
Frühwarnsysteme für die Einsatzkräfte, den Entscheidungsstabstellen, aber auch für
die Bürger von entscheidender Hilfe. Die Landkreise und Kommunen müssen
Menschen vor diesen Ereignissen schützen und warnen, kritische Infrastrukturen und
kommunale Gebäude- wie Schulen, Hallen etc. – sichern und gesetzliche
Anforderungen aus dem Klimaanpassungsgesetz erfüllen.
Mit den Flutinformations- und Warnsystemen stehen moderne, webbasierte
Fachsystem für Informationsbereitstellung und Kommunikation im Hochwasser- und
Starkregenkrisenmanagement zur Verfügung.
DabeiwerdenkonfiguriertenAppsfürSmartphoneszurVerfügunggestellt,aufdiealle
angemeldeten Anwenderinnen und Anwender über das Internet passwortgeschützt
zugreifen können.
Es werden beispielsweise Informationen zur aktuellen Wetter- und Hochwasserlagen,
Kartenmodule für die geografische Übersicht und ein Schnellzugriff auf hinterlegte
Dateien im Bedarfsfall ersichtlich.
Die Systeme werden mit den für regionale relevanten Informationen befüllt,
beispielsweise die für Sie wichtigen Pegel, Niederschlagsdaten und
Wetterwarnungen.
Die Frühwarnsysteme liefern für alle Einsatzphasen notwendige Informationen und
tragen damit effektiv zur Schadensminderung bei Hochwasser- und
Starkregenereignissen bei.
Zudem werden durch die Systeme Entscheidungsfindungen unterstützt und
beschleunigt, indem es nur die Informationen anzeigen, die für den jeweiligen Akteur
relevant sind, und sie können die Kommunikation zwischen allen an der
Hochwasserabwehr beteiligten Akteuren vereinfachen und erleichtern.
Außerdem wird die Informationsflut auf die je nach Kommune, Situation und Aufgabe
tatsächlich erforderlichen Informationen reduziert, wodurch alle Akteure entlastet
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werden können.
Es gibt mehrere entsprechende Frühwarnsysteme auf dem Markt und wir haben uns
von den häufig verwendeten Systemen Angebote eingeholt bzw. die Hersteller
kontaktiert:
Ein von den Landkreisen eingesetztes Frühwarnsystem ist das von dem
Dienstleister Komm.ONE angebotene Flutinformations- und Frühwarnsystem
FLIWAS.
Dieses System verarbeitet die Wetterdaten und die Wasserstände der Bäche
und Flüsse in der jeweiligen Region.
Vorhandene Pegelmessungen die der Gemeinde beinhaltet das Angebot nicht,
wird aber nachgeliefert. Es bietet aber keine Alarmierungen für Verwaltung,
Einsatzkräften und Bürgerinnen und Bürger.
DieNetzeBWbieteteinintelligentesHochwasserfrühwarnsystemNOYSEEan.
Über die energieautarke Sensorik werden die Messdaten der
batteriebetriebenen Pegelmessungen der Bäche und Entwässerungsgräben,
sowie die Messdaten lokaler Regenmengenmesser verarbeiten. Mit den
festgelegten Grenzwerten und mit einer frühzeitigen Starkregenwarnung durch
lokale Prognoserechnungen des Partners „Kachelmannwetter“ wird eine
Alarmierungskette generiert. Mittels der NOYSEE-App können Einsatzkräfte
und auch Bürger alarmiert werden. Dieses Warnsystem wurde bereits in über
30 Projekten realisiert.
Die Firma Spekter bietet mit ihrem Starkregen-früh-alarm-system FAS
kombiniert, mit einen digitalen Echtzeit-Zwilling in Zusammenarbeit mit der
Deutschen Telekom T IoT für die Kommunen eine zuverlässige Lösung zur
Alarmierung und Abwehr von Sturzfluten, an. Es werden die vorhanden
Hochwasser- und Starkregenrisikokarten als Grundlage übernommen. Anhand
von aktuellen, lokalen Pegelmessungen und Niederschlagsmessungen sowie
deraktuellenWetterdatenwirdeinePrognoseerstellt,woeszuÜberstauungen
in der Kommune kommen wird, einhergehend mit einer gezielten Alarmierung,
um die Einsatzkräfte gezielt einsetzen zu können. Dieses Warnsystem wurde
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bereits in über 100 Projekten realisiert; z.B. in Bruchsal, Bretten, Rust,
Zweibrücken, Landkreis Fulda etc.
System Invest Leistungen
jährliche
Kosten
FLIWA 6.315 € 1.121 € keine lokalen Pegelmessungen, keine
S zzgl. ca. 30.000 Zzgl. Alarmierung
€
für Messungen
NOYS 7.497 € 1.142 € 4 Stck Pegelmessungen, Gateway Lora
EE Zzgl. ca. 20.000 Zzgl. vorhanden, keine Niederschlagsmessungen,
€ Alarmierungs-App
für NS-Mess.
spekter 77.993 € 10.617 6 Stck Pegel-und 4 Stck
€ Niederschlagsmessungen, inclusive Gateways,
Alarmierungs-App, Vorhersage Ein-stauhöhen
objektgenau, stabileres Übertragungsnetz durch
DTAG
Aus praktischer Erfahrung von zwei Hochwasserereignissen in Malsch, muss
festgestelltwerden,dassunsereZuflüssezudendurchMalschundWaldprechtsweier
fließenden Bächen, und diese Bachläufe sehr schnell anschwellen, die
Wassermassen in kurzer Zeit von noch nicht einmal einer Stunde, Waldprechtsweier
undMalscherreichen.D.h.dieEinsatzkräftehabenmax.eineStunde,nachderersten
Alarmierung der Pegelmessungen an den Bächen, sich vorzubereiten und zum
Einsatzort zu gelangen.
Daher wäre ein Warn- und Alarmierungssystem, welches min. 2-3 Stunden vor dem
Eintreten eines Extremniederschlagsereignisses alarmiert, sehr von Vorteil, für alle
Beteiligen und auch für die Bürgerinnen und Bürger von Malsch.
Aufgrund der großen Erfahrung und die Anzahl der Kommunen, in denen die Fa.
Spekter sein Frühwarnsystem geliefert hat und betreut, welches eine stabile
Datenübertragung gewährleistet und vor allem wegen der objektgenauen Vorhersage
derzuerwartendenEinstauhöhenderWassermasseninausreichenderReaktionszeit,
empfiehlt die Verwaltung das FAS von der Fa. Spekter zu erwerben.
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Anlagen:
Noysee
spekter
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