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Antrag der GLL-Fraktion bezüglich Modifikation der bevorstehenden Waldumbaumaßnahme Rauensteinkuppe Gäste: Herr Kai Elsäßer, HessenForst Frau Anette Modl-Chalwatzis, Vorsitzende des Naturschutzbeirates Kreis Bergstraße, Mitglied des NABU Bergstraße verwiesen aus der 4. Sitzung der Gemeindevertretung v. 17.09.2026 TOP 13
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Lautertal |
| Datum | 2026-10-21 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Gemeindevertretung vom 17.09.2026
TOP 13: Antrag der GLL-Fraktion bezüglich Modifikation der bevorstehenden
Waldumbaumaßnahme Rauensteinkuppe
Der Gemeindevertreter Herr Peter Rohlfs verlässt den Sitzungssaal.
Es sind noch 22 Stimmberechtigte anwesend.
Herr Pöselt stellt den Antrag auf Verweis in den Bau-, Umwelt- und Infrastrukturausschuss. Zur
Sitzung soll auch ein Vertreter von HessenForst eingeladen werden.
Das Abstimmungsergebnis lautet: Ja: 22 Nein: 0 Enthaltungen: 0
Der Tagesordnungspunkt wird verwiesen.
Bündnis 90
DIE GRÜNEN
Lautertal
An den Vorsitzenden
der Gemeindevertretung Lautertal
Nibelungenstraße 280
64686 Lautertal
Lautertal, 18.8.2026
Modifikation der bevorstehenden Waldumbaumaßnahme Rauensteinkuppe
Gadernheim - Fläche 403-A1
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, die Grünen Lautertal reichen folgenden Antrag ein.
Die Gemeindevertretung beschließt, Hessen-Forst damit zu beauftragen, die ursprünglich
geplante Waldumbaumaßnahme auf der Rauensteinkuppe (Fläche 403-A1) wie folgt zu
modifizieren.
Teilziele:
- Die avisierte, schrittweise „Entwaldung“ als Vorstufe zum Umbau auf Traubeneiche wird
vermieden.
- Die aktuell noch vorhandene Teilbeschattung wird als Schutz in den Dürreperioden
genutzt.
- Es wird auf eine monokulturartige Dominanz durch Traubeneiche verzichtet und eine
Durchmischung trockenheitstoleranter Baumsorten durchgeführt (z.B. Eibe, Hainbuche,
Feldahorn, Elsbeere, Winterlinde).
- Natürliche Barrieren werden als Erosionsschutz und zum kumulativen Humusaufbau
eingesetzt. (z.B. Totholzbarrieren – Vorbild: Felsbergwald-Projekte seitens Hessen-Forst)
- Es werden Wasserrückhaltemaßnahmen angewandt.
Begründung:
Das neuerliche Hitze- und Dürrejahr 2026 hat uns deutlich vor Augen geführt, dass
Klimawandeleffekte nicht nur ab und an zu verzeichnen sind, sondern sich zusehends als Regel
etablieren. Wäre die Waldumbaumaßnahme bereits durchgeführt worden wie geplant, hätte
Lautertal einen nahezu kompletten „Projekt-Schiffbruch“ erlitten, da unsere Kommune
umfangreiche Gelder für Baumkauf, -pflanzung und -fraßschutz investiert hätte. Zusätzlich wäre
in diesem Dürrejahr mit einem Totalaufall der Anpflanzung an diesem extrem
sonnenbeschienenen Standort zu rechnen. Starkregen droht den wenigen Oberboden sehr
schnell abzutragen. Weitere Begründung erfolgt im Rahmen der Sitzung.
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