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Antrag Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion vom 02.10.26;Sachstandsbericht kommunales Kurzkonzept der Klimawandelanpassung
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Marienheide |
| Datum | 2026-10-13 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Grüne Fraktion beantragt, dass die Verwaltung erstmals bis 31.03.2027 einen jährlichen Sachstandsbericht zur Umsetzung des im Juli 2025 einstimmig beschlossenen Kommunalen Kurzkonzepts der Klimawandelanpassung vorlegt. Der Bericht soll abgeschlossene, laufende und geplante Maßnahmen darstellen und detaillierte Informationen zu Grün-blauen Strukturen, Radverkehr, Hitzeaktionsplänen und Umsetzungsfortschritten enthalten. Dies soll dem Rat ermöglichen, den Fortschritt zu bewerten und bei Bedarf nachzusteuern.
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Dokument
Extrahierter Text
BÜNDNIS 90
DIE GRÜNEN
Grüne Ratsfraktion Marienheide
www.gruene-marienheide.de
er R Claudia Trommershausen
An den Bürgermeister Fraktionssprecherin
GEMEINDE MARIENHEIDE [email protected]
Der Bürgermeister Tel. 02264 7077
Ein. 02. Okt. 2026 Michael Schiefer
Fraktionssprecher
[email protected]
Tel. 02261 6399548
Sebastian Heimes
Hauptstrasse 20
51709 Marienheide
Marienheide, 02.10.2026
Antrag zur Ratssitzung am 13.10.2026
Regelmäßiger Sachstandsbericht zur Umsetzung des Kommunalen Kurzkonzepts
der Klimawandelanpassung für die Gemeinde Marienheide
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
der Rat der Gemeinde hat in seiner Sitzung am 8.7.2025 einstimmig das Kommunale
Kurzkonzept im Rahmen des interkommunalen Klimawandelanpassungskonzeptes
Oberbergischer Kreis (KWAK) beschlossen. Darin mitbeschlossen wurde eine
regelmäßige Berichterstattung. Wir bitten nun um diesen Bericht der Verwaltung, in dem
die abgeschlossenen, laufenden und konkret geplanten Maßnahmen zur Umsetzung
dargestellt werden.
Beschlussvorschlag:
Der Rat der Gemeinde Marienheide beschließt:
Die Verwaltung wird gebeten, den jährlichen Sachstandsbericht zur Umsetzung des
Kommunalen Kurzkonzepts der Klimawandelanpassung erstmals bis zum 31.03.2027
vorzulegen.
Der Bericht soll die abgeschlossenen, laufenden und konkret geplanten Maßnahmen
darstellen.
Begründung und Erläuterungen
Der Rat hat in der o.g. Sitzung das Konzept zur Klimawandelanpassung (KWAK)
beschlossen. Der Sommer 2026 hat erneut gezeigt, wie stark der Klimawandel das
Wettergeschehen in unserer Region beeinflusst. Daher ist die zügige Umsetzung des
Klimaschutzkonzepts mit dem Ziel der Klimaneutralität vor 2045 besonders
dringlich.Neben diesen langfristigen Zielen sind jetzt vor allem kurz- und mittelfristige
Maßnahmen zur Anpassung an die bereits eingetretenen Klimaveränderungen
erforderlich.
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BÜNDNIS 90
DIE GRÜNEN
Das beschlossene Konzept sieht hierfür konkrete Maßnahmen vor, zu denen wir
folgende Fragen und Vorschläge vorlegen. Es sieht außerdem deren regelmäßige
Überprüfung vor, ein jährlicher Sachstandsbericht ermöglicht es dem Rat, den Fortschritt
zu bewerten und bei Bedarf nachzusteuern.
K-1: Grün-blaue Strukturen stärken
« Zeitplan für die Umsetzung der Dach- und Fassadenbegrünung bei kommunalen
Gebäuden (z. B. Rathaus, Schulen, Kindergärten):
Wurden mögliche gemeindeeigene Gebäude identifiziert, bei denen
Begrünungsmaßnahmen möglich sind? Welche Hindernisse stehen dem
entgegen?
« Konkrete Standorte und Zeitrahmen für die Einrichtung von Schattenplätzen mit
Bäumen, Sonnensegeln oder schattenspendenden Pflanzgerüsten, z. B. am
Bahnhof, auf Spielplätzen, am zentralen Busbahnhof.
Welche Akteure sind hier anzusprechen? Wurden dazu bereits Gespräche
geführt? Welche Möglichkeiten zur Schaffung von Beschattung wurden
betrachtet? (geeignete Baumarten, Sonnensegel, Pflanzgerüste, z.B.
https://ecotrii.de).
« Planung für den Ausbau von Trinkwasserspendern in öffentlichen Bereichen, z. B.
Busbahnhof, Heier Platz, Heilteich.
Welche Standorte wurden identifiziert, wie ist der Planungsstand, welche
Hindernisse ergeben sich? Werden Gespräche zur Einrichtung von Refill-
Standorten (https://refill-deutschland.de) geführt?
e Maßnahmen zur Entsiegelung und Begrünung von Flächen, insbesondere in den
südlichen Gemeindegebieten (Müllenbach, Kotthausen).
Wurden öffentliche versiegelte Flächen gefunden, bei denen sich eine
Begrünung anbietet? Welche Hindernisse stellen sich bei privaten
versiegelten Flächen dar? Hat die Gemeinde hier Handlungsmöglichkeiten?
K-2: Radverkehr klimafit gestalten
° Fertigstellung der Radabstellanlage an der Brucher Talsperre bis Ende 2027.
Wann kann der Ratsbeschluss endlich umgesetzt werden?
e Umsetzung des Verkehrskonzepts Brucher Talsperre mit Fokus auf Radverkehr bis
2028.
Welche Möglichkeiten haben die Gemeinde und die Politik, die Bedenken der
Straßenverkehrsbehörde auszuräumen?
e Bau des Radwegs Rodt-Müllenbach bis 2029.
Wie ist hier der Sachstand?
« Einführung von Tempo 30 auf der Hauptstraße als Pilotprojekt bis Mitte 2027.
Der Beschluss des Rates wird bisher vom Oberbergischen Kreis blockiert.
Gibt es rechtliche Mittel, die Einhaltung der Lärmschutzgrenzen
durchzusetzen?
BÜNDNIS 90
DIE GRÜNEN
« Fortschritt bei der Planung des Alltagsradwegs Marienheide-Gummersbach.
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-
Westfalen (MUNV NRW) hat aktuell das landesweite Radvorrangnetz nach
$17 Fahrrad-und Nahmobilitätsgesetz (FaNaG) vorgestellt. Damit werden
Radverbindungen zwischen zentralen Orten nach ihren Nutzerpotenzialen in
der Umsetzung priorisiert. Die Kommunen wurden bei der Erstellung
beteiligt, der OBK hat 2023 mit dem Plan für ein oberbergisches
Radverkehrsnetz den Alltagsradweg Marienheide-Gummersbach als
Hauptroute an das Ministerium gemeldet. Wie wirkt sich diese Priorisierung
auf die Umsetzung aus? Welche Handlungsoptionen hat die Gemeinde, um
hier endlich zu Ergebnissen zu kommen?
K-4: Kommunale Hitzeaktionspläne
» Erstellung eines Hitzeaktionsplans in Kooperation mit dem Oberbergischen Kreis
und den oberbergischen Kommunen bis Ende 2027.
Wie ist hier der Sachstand und kann das Zieldatum eingehalten werden?
e Identifikation und Ausstattung von kühlen Räumen in öffentlichen und privaten
Gebäuden (z. B. Bücherei, Kirchen, Supermärkte).
Konnte die Verwaltung öffentlich zugängliche Räume zur Abkühlung
während Hitzeperioden im Gemeindegebiet identifizieren? Gibt es dazu
Gespräche?
Link:
Kommunales Kurzkonzept der Klimawandelanpassung für die Gemeinde Marienheide
https://sessionnet.owl-it.de/marienheidel/bi/getfile.asp?id=41759&type=do
Hinweis:
Die Erstellung eines Hitzeaktionsplans soll gemeinsam mit dem Oberbergischen Kreis
und exemplarisch für alle Kommunen erfolgen. Dabei sind auch Landesvorgaben zu
beachten. Die grundsätzlichen Notwendigkeiten sind überall ähnlich, sie müssen auf die
entsprechenden Einrichtungen in den Kommunen zugeschnitten und angepasst werden.
Diese sind teilweise bereits selber aktiv und haben schon eigene
Anpassungsmaßnahmen entwickelt, doppelte Konzeptarbeit ist zu vermeiden.
Mit freundlichen Grüßen,
en rommershausen er Michael a
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