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Wünsche und Anträge der Stadträte hier: Antrag der Fraktion Bündnis Rot-Grün zur Öffnung städtischer Flächen für Jugendliche

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeAchern
Datum2026-09-28
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Fraktion Bündnis Rot-Grün beantragt, dass die Stadt Achern zwei Schulhöfe (Robert-Schumann-Realschule und ehemaliges Musikschulgebäude) sowie ein Kleinspielfeld in Oberachern außerhalb der Unterrichtszeiten für Kinder und Jugendliche öffnet. Begründet wird dies mit mangelnden öffentlichen Freiflächen in der Kernstadt und wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass niedrigschwellige Bewegungsangebote im Wohnumfeld körperliche Aktivität fördern. Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass solche Öffnungen durch klare Regelungen funktionieren. Ein Beschluss ist im Text nicht dokumentiert.

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An Herrn Achern, den 28.9.2026 Oberbürgermeister Manuel Tabor Vorsitzender des Stadtrates Illenauer Allee 70 77855 Achern Antrag zur Öffnung städtischer Flächen für Jugendliche der Fraktion Bündnis Rot-Grün im Gemeinderat der Stadt Achern Der Gemeinderat möge beschließen, die Verwaltung zu beauftragen, - die zwei Schulhöfe der Robert-Schumann-Realschule sowie des Nebengebäudes (ehemals Musikschule) außerhalb der Unterrichtszeiten (inklusive Wochenende und Ferien) zu öffnen, damit sie von Kindern und Jugendlichen genutzt werden können, - das Kleinspielfeld in Oberachern außerhalb der Unterrichtszeiten (inklusive Wochenende und Ferien) zu öffnen, damit es Kindern und Jugendlichen zur Freizeitgestaltung zugänglich wird. Sachlage: In der allgemeinen Wahrnehmung treiben die Jugendlichen immer weniger Sport, bewegen sich zu wenig und beschäftigen sich zu lange mit Videospielen und intensiver Handynutzung. Als Fraktion Rot-Grün stellen wir aber ebenfalls fest, dass in der Kernstadt Achern wenige öffentlich zugängliche Freiflächen existieren, auf denen sich Jugendliche und junge Heranwachsende aufhalten und Sport treiben können. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Studien und kommunale Erfahrungswerte, dass niedrigschwellige, frei zugängliche Bewegungsangebote im unmittelbaren Wohnumfeld maßgeblich dazu beitragen, körperliche Aktivität, soziale Interaktion zwischen Gleichaltrigen zu fördern. Fehlende Räume führen hingegen dazu, dass sich Jugendliche entweder in weniger geeignete Bereiche oder sich ganz aus dem öffentlichen Raum zurückziehen. Öffentliche Räume erfüllen damit auch einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag, da sie unabhängig von Vereinszugehörigkeit, Einkommen oder sozialem Hintergrund genutzt werden können. Antragsziele: I. Die Schulhöfe der Robert-Schumann-Realschule sowie des Nebengebäudes (ehemals Musikschule) in Achern wurden für viel Geld renoviert und modernisiert. Auf beiden Schulhöfen stehen damit Sport- und Spielgeräte, Spielfelder und Tischtennisplatten zur Verfügung, die Jugendlichen in Achern nach 15:30 Uhr an Schultagen, an Wochenenden und in der Ferienzeit zur Verfügung stehen könnten. Allerdings sind diese Schulhöfe umzäunt und stehen ausschließlich den Schülern dieser Schulen zu Unterrichtszeiten zur Verfügung. Es ist nicht nachvollziehbar, dass öffentliche Räume, die der Stadt Achern gehören, nicht Acherner Jugendlichen zugänglich gemacht werden. Eine Mehrfachnutzung öffentlich finanzierter Installationen und Gerätschaften sollte prinzipiell angestrebt werden, um Wirtschaftlichkeit und gesellschaftlichen Nutzen zu erhöhen. Il. Mit dem Bau der zweiten Turnhalle neben der Antonius-Schule in Oberachern wurde in den 90er Jahren ein Kleinspielfeld (Tartan-Spielfeld) gebaut. Dieses Kleinspielfeld ist umzäunt und steht bisher nur zur Nutzung der Grundschule zur Verfügung. Sollten eventuelle Interessen der Anwohner in der Austraße bezüglich Ruhezeiten zu beachten sein, wäre eine Kompromisslösung anzustreben, beispielsweise durch zeitliche Nutzungsregelungen. Begründung: Kinder und Jugendliche wollen sich spontan an öffentlich zugänglichen, attraktiven Orten treffen. Dass der Bedarf nach solchen Orten vorhanden ist, zeigt die positive Ausnahme der Basketball- und Volleyballspielfelder beim Tennisclub in Achern, die in den Sommermonaten stark frequentiert werden. Beliebte Treffpunkte von Jugendlichen im städtischen Raum kollidieren indessen häufig mit den Ruhebedürfnissen von Anwohnern oder mit den Nutzungsrechten von Vereinen. Schnell werden dann auch Vorwürfe des Vandalismus, der Vermüllung oder von Lärmbelästigungen laut. Allzu oft werden in solchen Fällen den Bedürfnissen einzelner Anwohner Vorrang gegenüber den Bedürfnissen einer gesamten Altersgruppe gegeben und der Zugang der Jugendlichen zu diesen Räumen untersagt. Diese Bedenken sind ernst zu nehmen, rechtfertigen jedoch nicht pauschal den Ausschluss junger Menschen aus dem öffentlichen Raum. Erfahrungen aus anderen Kommunen wie Offenburg oder Karlsruhe zeigen, dass die Öffnung der Schulhöfe funktioniert und durch klare Rahmenbedingungen und ggf. punktueller Jugendarbeit die Interessen der Jugendlichen wie auch die Interessen der Anwohner und der städtischen Verwaltung vereinbar sind. Die zwei Anträge der Fraktion Rot-Grün zielen darauf ab, dieses Ungleichgewicht zu beheben und Kindern und Jugendlichen in Achern Zugang zu öffentlichen Räumen zu schaffen, die diese als attraktiv empfinden, ohne dabei die Interessen anderer Gruppen außer Acht zu lassen. jr A Dr. Inan Yesilgül Stadtrat raktion Bündnis Rot-Grün

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