Startseite › Hamm › Antrag

Stadt der Seepferdchen

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeHamm
Datum2026-10-13
DatenstufeNur Dokumente
QuelleQuelldokument herunterladen →

Zusammenfassung (KI, experimentell)

SPD und FDP beantragen, dass die Stadt Hamm das Programm „Stadt der Seepferdchen" entwickelt, um sicherzustellen, dass jedes Kind bis Ende der Grundschulzeit schwimmen kann und das Seepferdchen-Abzeichen erwirbt. Die Verwaltung soll gemeinsam mit Schulen, Kitas, DLRG, Sportverbänden und Stadtwerken ein Programm entwickeln, das Engpässe bei Wasserzeiten, Ausbildern und Erreichbarkeit von Familien adressiert. Der Rat beschließt dies am 13.10.2026. Finanzierung erfolgt über bestehende Landesprogramme und geplante Budgets.

Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.

Dokument

Extrahierter Text

Stadt Hamm Antrag AT-122/26 Datum 02.10.2026 Absender SPD Ratsfraktion und FDP im Rat der Stadt Hamm, Westhofenstraße 1, 59065 Hamm Adressat Oberbürgermeister Marc Herter, Theodor-Heuss-Platz 16, 59065 Hamm Beratungsfolge Gremium Termin Beratungsaktion Top Rat 13.10.2026 beschließend Betreff Stadt der Seepferdchen Antrag Die Stadt Hamm setzt sich das Ziel, dass jedes Kind in der Stadt bis zum Ende der Grundschulzeit schwimmen kann und mindestens das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ erwirbt. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den Grundschulen, der unteren Schulaufsicht, den Trägern der Kin- dertageseinrichtungen, der DLRG, dem Stadtsportbund, den Schwimmvereinen sowie den Stadt- werken Hamm das Programm „Stadt der Seepferdchen“ zu entwickeln. Begründung Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Schwimmen zu können ist keine Freizeitkompetenz, sondern eine Frage der Sicherheit und der Teil- habe. Wer nicht schwimmen kann, ist am Wasser ein Leben lang gefährdet – und bleibt von einem großen Teil dessen ausgeschlossen, was Kindheit ausmacht: vom Schwimmbadbesuch mit Freun- dinnen und Freunden über die Klassenfahrt bis zum Sportverein. Nach einer repräsentativen forsa-Befragung im Auftrag der DLRG hat sich der Anteil der Nicht- schwimmerinnen und Nichtschwimmer unter den Sechs- bis Zehnjährigen zwischen 2017 und 2022 von zehn auf 20 Prozent verdoppelt. Eigentlich ist das Erlernen von Schwimmen fester Bestandteil des Lehrplans Sport in den Grundschulen und damit Landesaufgabe. Dieser Aufgabe wird das Land NRW aktuell nicht gerecht. Rund sechs von zehn Kindern (58 Prozent) verlassen die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Die Folgen sind messbar. Die DLRG verzeichnete für das Jahr 2025 bundesweit mindestens 393 tödliche Badeunfälle, davon 48 in Nordrhein-Westfalen. Auffällig ist die Entwicklung bei den Jüngeren: In den Altersgruppen der 11- bis 30-Jährigen stieg die Zahl der Todesfälle von 51 auf 73. Hamm ist dabei in einer vergleichsweise guten Ausgangslage. Mit drei Hallenbädern, zwei Freibä- dern, dem Maximare sowie elf Lehr- und Kleinschwimmhallen verfügt unsere Stadt über eine gute Bäderlandschaft. Mit dem Bäder-Entwicklungskonzept legen die Stadtwerke einen Plan auf, wie un- sere Bäderlandschaft langfristig erhalten, saniert und gestärkt wird. Auch die Vereine, die DLRG- Ortsgruppen und der Stadtsportbund, sowie viele Kitas und Schulen leisten in der Schwimmausbil- dung seit Jahren hervorragende Arbeit. Das zeigen auch die Zahlen: Ca. 40 % der Kinder haben das Frühschwimmerabzeichen (Seepferdchen) oder das Aufbauabzeichen (Seeräuber). Weitere 27 % - 34 % haben sogar Schwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold erhalten. Damit steht Hamm Seite 1 von 2 deutlich besser dar als der Bundes- und Landesschnitt. Diese Ausgangslage wollen wir konsequent nutzen, statt uns auf ihr auszuruhen. Der Engpass liegt heute dabei weniger in der Wasserfläche als in der Organisation: bei den verfüg- baren Wasserzeiten, bei der Zahl der Ausbilderinnen und Ausbilder, der Einbindung in den Kita- und Schulalltag sowie bei der Erreichbarkeit der Familien, deren Kinder ein Angebot am dringendsten brauchen. Genau an diesen Punkten soll das Programm ansetzen. Dabei sollen auch explizit Eltern und Familien für das Thema sensibilisiert werden, mehrsprachige Informationen bereitgestellt wer- den und mit Hilfe der Grundschulen ein System erarbeitet werden, mit dem kein Kind durch das Raster fällt. Unser Ziel ist, dass jedes Kind, das dazu fähig ist, bis spätestens zum Ende der Grund- schulzeit das Seepferdchen oder ein weitergehendes Schwimmabzeichen erwirbt. Zur Finanzierung soll auf bestehende Landesprogramme zurückgegriffen werden. Bei der Entwick- lung des Programms werden die städtischen Kosten ermittelt und für künftige Haushalte eingeplant. Auch die Einbindung von Sponsoring soll geprüft werden. Justus Moor, Fraktionsvorsitzender SPD Patric Quos, Sportpolitischer Sprecher SPD Ingo Müller, Ratsherr FDP Anlage(n): - keine Antrag AT-122/26 Seite 2 von 2

Text aus PDF extrahiert