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Antrag der FWK-Fraktion vom 06.07.2026 (Eingang 20.07.2026) hier: Hitzeschutz und technische Kühlung in Schulen, Kindertagesstätten und OGS-Einrichtungen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Kempen |
| Datum | 2026-10-13 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die FWK-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung ein Hitzeschutzkonzept für städtische Schulen, Kindertagesstätten und OGS-Einrichtungen entwickelt. Das Konzept soll belastete Räume erfassen, Raumtemperaturen messen und ab 26°C Hitzeschutzmaßnahmen, ab 30°C auch technische Kühlung prüfen. Zudem sollen Fördermittel recherchiert und eine Umsetzungsübersicht mit Kosten und Prioritäten erstellt werden. Der Rat beschloss die Beauftragung der Verwaltung am 13.10.2026.
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Dokument
Extrahierter Text
Vorlage
2026/D65/350
STAND FEDERFÜHRUNG/DEZERNENT STATUS
Stand: 05.10.2026 Hochbauamt öffentlich
Erster und Technischer Beigeordne
ter Schröder
BERATUNGSFOLGE TERMIN STATUS BERATUNGSART
Rat der Stadt Kempen 13.10.2026 öffentlich Entscheidung
BERATUNGSGEGENSTAND
Antrag der FWK-Fraktion vom 06.07.2026 (Eingang 20.07.2026)
hier: Hitzeschutz und technische Kühlung in Schulen, Kindertagesstätten und OGS-
Einrichtungen
BESCHLUSS
Die Verwaltung wird beauftragt, für alle städtischen Schulen, Kindertagesstätten und OGS-Einrichtun
gen ein Konzept zum Hitzeschutz und zur Verbesserung der Raumtemperaturen zu erstellen. Dabei
sollen insbesondere folgende Punkte geprüft und dargestellt werden:
1.) Erfassung belasteter Räume
Ermittlung der Räume in Schulen, Kitas und OGS-Einrichtungen, die sich bei sommerlichen Tempera
turen besonders stark aufheizen.
2.) Temperaturmessung und Priorisierung
Systematische Messung der Raumtemperaturen an heißen Tagen. Ab über 26°C sollen Hitzeschutz
maßnahmen geprüft werden, ab über 30°C auch technische Kühlung einschließlich Klimaanlagen.
3.) Prüfung geeigneter Maßnahmen
Prüfung geeigneter Maßnahmen wie Sonnenschutz, Verschattung, Lüftung, Begrünung, bauliche Ver
besserungen sowie technische Kühlung.
4.) Gezielter Einsatz von Klimaanlagen
Prüfung energieeffizienter Klimaanlagen für besonders belastete Räume, insbesondere dort, wo Kin
der länger lernen, schlafen, essen oder betreut werden.
5.) Fördermittelprüfung
Prüfung aller verfügbaren Fördermöglichkeiten von Land, Bund und EU, insbesondere für Klimaan
passung, Hitzeschutz, energetische Sanierung und Kälte-/ Klimatechnik.
6.) Kosten-, Förder- und Umsetzungsübersicht
Vorlage einer Übersicht mit betroffenen Einrichtungen, geeigneten Maßnahmen, Kosten, Fördermög
lichkeiten, Folgekosten und sinnvoller Umsetzungsreihenfolge.
FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN
Personelle Aufwendungen. Ggf. erforderliche Anschaffung geeigneter Mess-Werkzeuge.
STELLUNGNAHMEN
Stellungnahmen: (- = nicht erforderlich; x = erforderlich)
Vorlage 2026/D65/350 Stadt Kempen Seite 2
Kämmerei Rechnungsprüfung Sonstige
- - -
Die Stellungnahmen sind als Anlagen beigefügt.
KENNZEICHNUNG
Freiwillige Aufgabe Pflichtaufgabe Gemischt *
x - -
* Entsprechende Begründung siehe Sachverhalt
BEGRÜNDUNG
Begründung der Fraktion der Freien Wähler:
Die Sommermonate führen zunehmend zu hohen Raumtemperaturen in Schulen, Kindertagesstätten
und OGS-Einrichtungen. Dies beeinträchtigt nicht nur das Lernen und Arbeiten, sondern auch das
Wohlbefinden und die Gesundheit von Kindern, pädagogischem Personal und weiteren Beschäftig
ten.
Gerade Kinder sind bei Hitze besonders schutzbedürftig. Ihr Körper kann hohe Temperaturen deutlich
schlechter regulieren als der von Erwachsenen, da die Thermoregulation noch nicht vollständig aus
gereift ist. Zudem trinken Kinder häufig zu wenig oder zu spät und erkennen Warnsignale wie Überhit
zung oder Dehydrierung nicht rechtzeitig. Dies kann zu Kreislaufproblemen, Konzentrationsstörun
gen, Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Risiken wie Hitzeerschöpfung
oder Hitzschlag führen. In Kindertagesstätten betrifft dies neben Gruppenräumen insbesondere auch
Schlafräume und Aufenthaltsbereiche. In Schulen und OGS-Einrichtungen leiden Konzentration, Leis
tungsfähigkeit und Aufenthaltsqualität erheblich, wenn Räume sich über längere Zeit stark aufheizen.
Aus Sicht des Antragstellers reicht es daher nicht aus, lediglich allgemeine Empfehlungen zum Lüften
oder zur Verschattung auszusprechen. Vielmehr braucht es eine konkrete Bestandsaufnahme, eine
nachvollziehbare Priorisierung und eine realistische Umsetzungsstrategie.
Dabei sollen Klimaanlagen nicht pauschal und ohne Prüfung in allen Räumen eingebaut werden. Ziel
ist vielmehr ein verantwortungsvoller, bedarfsgerechter und wirtschaftlicher Einsatz technischer Küh
lung dort, wo sie notwendig und sinnvoll ist. Besonders belastete Räume müssen gezielt entlastet
werden.
Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass entsprechende Maßnahmen mit Investitions- und Folgekos
ten verbunden sind. Deshalb ist eine umfassende Prüfung möglicher Fördermittel zwingend erforder
lich. Förderprogramme des Landes, des Bundes und der EU können helfen, die finanzielle Belastung
der Stadt Kempen zu reduzieren und zugleich eine moderne, klimaangepasste Infrastruktur für Kinder
und Beschäftigte zu schaffen
In Vertretung
SCHRÖDER
Erster und Technischer Beigeordneter
Vorlage 2026/D65/350 Stadt Kempen Seite 3
ANLAGEN
1. 128--20-07-2026 FWK Prüfantrag Hitzeschutz in Schulen, Kitas und OGS-Einrichtungen
Text aus PDF extrahiert