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Antrag der AfD Fraktion zur Schaffung von öffentlichen Graffiti- und Sprühflächen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Bottrop |
| Datum | 2026-10-14 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die AfD-Fraktion Bottrop beantragt die Schaffung legaler Graffiti- und Sprühflächen in den drei Stadtbezirken, um illegalem Sprühen vorzubeugen und jungen Menschen kreative Ausprobierräume zu bieten. Die Verwaltung soll Standorte in Stadtteilparks evaluieren und je Standort drei L-Steine als Sprühflächen aufstellen. Zusätzlich sollen QR-Code-Tafeln für Foto-Uploads, jährliche Jury-Prämierungen und Workshops mit professionellen Graffitikünstlern umgesetzt werden. Ein Beschluss ist im Text nicht dokumentiert.
Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.
Dokument
Extrahierter Text
Alternative für Deutschland
Fraktion Bottrop
Fraktionsvorsitzender:
Markus Mellerke
Telefon: +49 177 27 44 38 2
An:
Stellv. Fraktionsvorsitzender:
Die Vorsitzende des Patrick Engels
K–u lturausschusses der Stadt Telefon: +49 151 11 02 66 80
Bottrop sowie die
Stellv. Fraktionsvorsitzender
Bezirksbürgermeister
Sascha Hyzy
Telefon: +49 160 92 40 22 70
Fraktionsgeschäftsführer
Marco Gräber
Telefon: +49 176 62 85 44 21
E-Mail:
[email protected]
Antrag an den Kulturausschuss der Stadt Bottrop
Schaffung legaler Graffiti- und Sprühflächen Bottrop
Bottrop, den 04.09.2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Ausschussvorsitzende,
hiermit stellt die Alternative für Deutschland folgenden Antrag für den kommenden
Kulturausschuss:
1. Ausgangslage
In Bottrop kommt es immer wieder zu illegalem Graffiti und Sachbeschädigungen an
öffentlichen und privaten Gebäuden, Wänden und Anlagen. Die Beseitigung dieser
Schäden verursacht der Stadt, den städtischen Gesellschaften sowie privaten
Eigentümern jährlich wiederkehrende Kosten.
Gleichzeitig fehlt es insbesondere jungen Menschen und Einsteigern, die sich beim
Sprayen ausprobieren möchten, an einer legalen und geeigneten alternativen Fläche
hierfür. Wer sich für Graffiti als kreative Ausdrucksform interessiert, hat in Bottrop
bislang keinen Ort, an dem er dies straf- und gefahrlos tun kann.
Andere Kommunen haben mit sogenannten "Legal Walls" bzw. "Hall of Fame"-Flächen
gute Erfahrungen gemacht: Legale, klar gekennzeichnete Sprühflächen bieten eine
attraktive Alternative zu illegalem Sprühen und wirken nachweislich präventiv gegen
Vandalismus und bereichern das Stadtbild.
2. Zielsetzung
Ziel dieses Antrags ist die Schaffung legaler, öffentlich zugänglicher Graffiti- und
Sprühflächen in allen drei Bottroper Stadtbezirken. Damit sollen folgende Effekte
erreicht werden:
Schaffung von legalen Ausprobier- und Übungsflächen für Nachwuchssprayer
aller Erfahrungsstufen,
Vorbeugung von Vandalismus und illegalem Sprühen durch attraktive legale
Alternativen,
Förderung von Kunst, Kultur und kreativem Engagement junger Menschen in
Bottrop,
Stärkung der Identifikation der Bevölkerung mit den Stadtteilparks durch aktive
Beteiligung und einem jährlichen Wettbewerb,
Ermöglichung von fachlicher Anleitung durch Workshops mit professionellen
Graffitikünstlern.
3. Antrag
Der Kulturausschuss der Stadt Bottrop möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, in den Stadtteilparks der drei Bottroper Stadtbezirke
Mitte, Süd und Kirchhellen jeweils einen Standort für eine legale Graffiti- und
Sprühfläche zu evaluieren und diese in einer der nächsten Kulturausschusssitzungen
zu präsentieren.
2. Je Standort sollen drei L-Steine (Maße 205 x 100 x 8 cm) nebeneinander aufgestellt
werden, sodass eine zusammenhängende Sprühfläche von ca. 6 x 2 Metern entsteht.
Die L-Steine werden zur Kippsicherheit im Boden verankert.
3. Neben jeder Fläche wird eine kleine Informationstafel mit QR-Code aufgestellt. Über
den QR-Code können die Nutzer ein Foto ihres Kunstwerks direkt auf einer von der
Stadt Bottrop bereitgestellten Plattform hochladen.
4. Einmal jährlich prämiert eine fachkundige Jury das schönste bzw. beste auf diesem
Weg eingereichte Graffiti.
5. Die Flächen sollen zusätzlich für Workshops zur Verfügung stehen, in denen
professionelle Graffitikünstler interessierten Bürgern das Sprayen fachgerecht
vermitteln können.
6. Die Verwaltung berichtet dem Kulturausschuss über geeignete konkrete Standorte
innerhalb der Stadtteilparks, die anfallenden Kosten, einen realistischen
Umsetzungszeitraum sowie ein Konzept zur Organisation von Jury, Prämierung und
Workshops.
4. Begründung
Illegales Sprayen führt in Bottrop regelmäßig zu Sachbeschädigungen an öffentlichen
und privaten Gebäuden, deren Beseitigung Stadt, städtische Gesellschaften und
privaten Eigentümern jährlich Geld kostet. Legale, klar gekennzeichnete Flächen
bieten eine attraktive Alternative und wirken erfahrungsgemäß präventiv gegen
Vandalismus.
Gerade jungen Menschen und Einsteigern fehlt bislang ein Ort, an dem sie das
Sprayen straffrei ausprobieren können. Mit den vorgeschlagenen Flächen entsteht ein
niedrigschwelliges Angebot, das kreatives Ausprobieren fördert, ohne dass Anwohner
oder öffentliches Eigentum beeinträchtigt werden.
Die feste Verankerung der L-Steine im Boden gewährleistet die notwendige
Standsicherheit. Der überschaubaren Investition stehen den jährlich wiederkehrenden
Kosten für die Beseitigung von illegalem Graffiti gegenüber.
Der QR-Code-gestützte Upload und die jährliche Prämierung schaffen einen
zusätzlichen Anreiz zur Teilnahme, fördern die Identifikation der Bevölkerung mit den
Stadtteilparks und ermöglichen der Verwaltung zugleich eine einfache Dokumentation
der Nutzung. Durch Workshops mit professionellen Künstlern wird zudem eine
fachliche Anleitung sichergestellt, sodass die Flächen sinnvoll und in ansprechender
Qualität genutzt werden können.
Mit freundlichen Grüßen
AfD-Fraktion Bottrop
Markus Mellerke
-Fraktionsvorsitzender-
Text aus PDF extrahiert