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Transformation der Verwaltungsgebäude - Baubeschluss Schillerstraße 13
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Ostfildern |
| Datum | 2026-09-23 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Der Gemeinderat Ostfildern beschließt den Umbau und die Sanierung des Gebäudes Schillerstraße 13 zu einem modernen Bürogebäude und Verwaltungsstandort. Dabei soll ein innovatives 3-Zonen-Modell umgesetzt werden, das öffentliche Empfangsbereiche, Beratungszonen und interne Arbeitsbereiche trennt und 75 Mitarbeitende mit 57 Arbeitsplätzen (Desk-Sharing) unterbringen kann. Die Gesamtkosten betragen 3,7 Millionen Euro brutto; geplante Fertigstellung ist April 2028. Das Projekt dient als Pilotprojekt für zukunftsfähige Verwaltungsstrukturen und moderne Arbeitsformen.
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Dokument
Extrahierter Text
Vorlage
Fachbereich4,Bauenund
Immobilien
106/2026
Geschäftszeichen:EBM/FB4
27.08.2026
Ältestenrat 14.09.2026 nichtöffentlich Kenntnisnahme
AusschussfürTechnikundUmwelt 23.09.2026 öffentlich Beratung
Verwaltungsausschuss 30.09.2026 öffentlich Beratung
Gemeinderat 07.10.2026 öffentlich Beschluss
Thema
TransformationderVerwaltungsgebäude-BaubeschlussSchillerstrasse13
Beschlussantrag
1.) DerGemeinderatnimmtdenKonsolidierungsbedarfderVerwaltungsstandorteunddie
ZielsetzungenzurTransformationderVerwaltungsgebäudezurKenntnis.
2.) DerGemeinderatbeschließtaufGrundlagederbeigelegtenEntwurfsplanungdenUmbau
unddieSanierungderSchillerstraße13zueinemBürogebäudealsVerwaltungsstandort.
3.) DerGemeinderatbeschließtaufGrundlagederKostenberechnungdasBaubudgetfür
dieSchillerstraße13inHöhevon3,7Mio.Eurobrutto.
4.) DerGemeinderathebtbeimAuftragssachkonto71133500400078710000,Schillerstraße13,
Hochbaumaßnahmen,denfürdiesesProjektimHaushaltsplan2026eingegebenenSperrvermerkin
HöhedeshälftigenAnsatzesvon800.000Euroauf.
Bolay AndreasRommel MichaelLübke MichaelStriebeck
Oberbürgermeister ErsterBürgermeister Bürgermeister Fachbereichsleitung
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Erläuterungen
Ist-Stand,neueBedarfe,höhereEffizienz
DieStadtOstfildernhatüberihrenKernhaushaltindenJahren2000biseinschließlich2025insgesamt
rund384Mio.Euroinvestiert–davonallerdingslediglichrund3%inVerwaltungsgebäude(dieletzte
großeInvestitionwardasStadthausmitrund10Mio.EuroindenJahren2000bis2002).InTeilen
entsprechendiestädtischenVerwaltungsgebäudenichtmehrdenStandardseinemmodernen
Arbeitsumfeld.
DieStadtverwaltungbefindetsichineinemkontinuierlichenVeränderungsprozess.DieAufgabenund
AnforderungenandieMitarbeitendenentwickelnsichzunehmenddynamischunderforderneine
laufendeAnpassungvonArbeitsabläufen,OrganisationsstrukturenundArbeitsmethoden.Einen
wesentlichenBausteinzurBewältigungdieserHerausforderungenbildetderseitzweiJahrenlaufende
ProzessderDigitalisierungundVerwaltungsmodernisierung.EinweitererAspektistdieZielsetzungvon
schlankenFührungsstrukturenundVerkürzungvonEntscheidungswegen.
MitdiesenVeränderungengehenneueAnforderungenandieräumlicheInfrastrukturderVerwaltung
einher.ModerneArbeitsformen,flexibleNutzungskonzeptesowiediefortschreitendeDigitalisierung
stellenneueAnforderungenanBüro-undVerwaltungsgebäude.Gleichzeitigbestehtbeimehreren
VerwaltungsstandortenaufgrundihresAltersundihrerbaulichenStruktureinerheblicher
Modernisierungsbedarf.
ZugleicheröffnetdiezunehmendwahrgenommeneMöglichkeitdesmobilen,ortsunabhängigen
ArbeitensdieMöglichkeit,durcheinenangepasstenZuschnittundflexibleNutzungskonzepteeine
höhereFlächeneffizienzzuerreichen.EineverbesserteFlächeneffizienzführtunmittelbarzueiner
wirtschaftlicherenNutzungderVerwaltungsgebäude.
BereitsindenImmobilienklausurendesGemeinderatsindenJahren2021und2024wurdeunterdem
Themenfeld„Verwaltungsgebäude“aufdieseHerausforderungenhingewiesen.Dabeiwurdedeutlich,
dasseineganzheitlicheBetrachtungallerVerwaltungsstandorteerforderlichist.VordiesemHintergrund
wurdeeinefachbereichsübergreifendeArbeitsgruppeeingerichtet,diediebestehenden
VerwaltungsstandortesowiedieAnforderungeneinermodernenVerwaltungsorganisationanalysiert
undStrategienfürzeitgemäßeArbeitsweltenentwickelt.Die„AGVerwaltungsgebäude“erarbeitetseit
März2024unterLeitungdesErstenBürgermeistersKonzepteundLösungsvorschlägefürdieNeu-und
WeiterentwicklungeinzelnerVerwaltungsstandorte.ErsteErgebnisseundPerspektivenzukünftigen
EntwicklungenwurdendemGemeinderatbereitsindenSitzungenam24.07.2024undam17.06.2026
vorgestellt.
SowohlausGründenderBeschaffenheitderGebäude,alsauchausGründendesWandelsder
VerwaltungbestehteindringenderKonsolidierungsbedarfbeidenVerwaltungsgebäuden.DieZiele,
langfristigKostenaufgrundderBündelungvonStandortenundeffizienterenNutzungvonFlächenzu
reduzierenundgleichzeitigeinmodernesArbeitsumfeldmitguterAufenthaltsqualitätzuschaffen,
werdendabeigleichermaßenverfolgt.MitdemStandortSchillerstraßesollhiereinersterSchritt
gemachtwerden.
AllgemeineszumStandortSchillerstraße13
DieSchillerstraße13isteinwichtigesTeilprojektdieserGesamtstrategie.DasGebäudesollals
PilotprojektfürmoderneVerwaltungs-undBüroweltenentwickeltwerdenundbeispielhaftaufzeigen,
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wiedieAnforderungeneinerzukunftsorientiertenVerwaltungineinemBestandsgebäudeumgesetzt
werdenkönnen.
DasGebäudeistTeildesGebäudeensembles„ZentrumanderHalle“undwurdezurUnterbringungdes
PostamtsNellingenerrichtet.DieDeutschePostnutztedasGebäudeseit01.02.1990alsMieterinund
gabdenStandortzum31.07.2024auf.SeitdemstehtdasGebäudeleerundbietetdieMöglichkeitfür
eineNachnutzungimstädtischenBestand.AufgrundseinerzentralenLageimStadtteilNellingen,der
gutenErreichbarkeitsowiederunmittelbarenNähezuweiterenstädtischenEinrichtungenwurde
frühzeitiggeprüft,dasGebäudekünftigalsVerwaltungsstandortzunutzen.
ImRahmenderAGVerwaltungsgebäudewurdefestgelegt,dieFachbereiche2,4und5andiesem
Standortneuzuverorten.Dabeiwurdedeutlich,dassauchdasGebäudeSchillerstraße11,indem
bislangdieSEGunddieFraktionsräumeuntergebrachtwaren,indieBetrachtungeinbezogenwerden
sollte.ZurEntwicklungeineszukunftsfähigenundaufweitereVerwaltungsstandorteübertragbaren
NutzungskonzeptswurdeeinexternerBeraterhinzugezogen.
ZwischenJanuarundMärz2026wurdengemeinsammitderProjektgruppediebestehenden
RahmenbedingungenanalysiertundinmehrerenWorkshopsvertieft.DabeiwurdenErfolgsfaktoren
definiert,ArbeitsweisenuntersuchtunddieBedarfederFachbereiche2,4und5ermittelt.AlsErgebnis
wurdeeinNutzungskonzept,dassogenannte3-Zonen-Konzeptentwickelt.Diesorganisiertdie
BürgerinteraktionneuundstrukturiertdieArbeitsbereichederVerwaltungentsprechendden
zukünftigenAnforderungen.AufGrundlagediesesNutzungskonzeptswurdeanschließendein
FlächenlayoutmitBelegungsplanfürdasGebäudeensembleSchillerstraße11und13erarbeitet.Der
effizienteUmgangmitderverfügbarenFlächealswichtigeRessourcewardabeiinjedem
PlanungsschritteinewichtigeVorgabe.
RaumprogrammundFlächen-3-Zonen-Modell
DerGrundgedankedesKonzeptsistdiedeutlicheTrennungzwischenöffentlichenundinternen
Bereichen.AnliegenderBürgerinnenundBürgerwerdenkünftigineinerzentralenEmpfangszonefür
alleFachbereiche(Zone1)aufgenommenundgesteuert.EinfacheAnliegenkönnendortdirekt
bearbeitetwerden,währendkomplexereVorgängegezieltanruhigereBeratungsbereiche(Zone2)
weitergeleitetwerden.DieBeratungszoneumfasstabgeschlosseneundtechnischgutausgestattete
RäumefürvertraulicheGespräche.DieinterneArbeitszone(Zone3)istausschließlichden
MitarbeitendenvorbehaltenundbietetdieVoraussetzungenfürkonzentriertesArbeitensowieinterne
Abstimmungen.
DurchdieräumlicheTrennungderNutzungsbereichewerdensowohldieServicequalitätfürBürgerinnen
undBürgererhöhtalsauchdieAnforderungenanDatenschutzundSicherheitgewährleistet.
FürdieinternenVerwaltungsbereichewirdeinmodernesMultispace-KonzeptmitDesksharingzu
Grundegelegt.DieAnalysederArbeitsweisen,TeilzeitanteileundmobilenArbeitsformenhatgezeigt,
dassdieArbeitsplätzenichtmehrdauerhafteinerPersonzugeordnetwerdenmüssen.Fürdie
Fachbereiche2und5wirdeinVerhältnisvon1Mitarbeitendemzu0,6Arbeitsplätzen,fürFachbereich4
einVerhältnisvon1Mitarbeitendemzu0,8Arbeitsplätzenvorgesehen.Insgesamtkönnendadurch75
Mitarbeitendemit57Arbeitsplätzenuntergebrachtwerden.DieArbeitsplätzewerdenalsMixausEinzel-
,Doppel-undGruppenbürosausgebildetunddurchFokusräume,Besprechungsräume,
KommunikationsflächensowietemporäreArbeitsplätzeergänzt.JederFachbereicherhälteineneigenen
HeimatbereichalsorganisatorischenAnkerpunkt.
BesonderesMerkmaldesKonzeptsistdieSchaffungeineszentralen„Marktplatzes“mitetwa45m²
Flächeund20bis25Sitzplätzen.DieserdientalsgemeinsamerAufenthalts-,Kommunikations-und
ArbeitsbereichfüralleFachbereicheundsolldenfachübergreifendenAustauschfördern.Ergänzend
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sinddreiBeratungsräume,mehrereKleinbesprechungsräume,Fokusbereiche,zentraleGarderoben-und
SpindflächensowiegemeinsameInfrastrukturflächenvorgesehen.
FürBesprechungen,SchulungenundMeetingsmiteinergrößerenPersonenzahlistvorgesehen,die
RäumlichkeitendesZentrumsanderHallemitzunutzen,umwertvolleSynergienzuschaffen.
InderSchillerstraße13wirddasgesamteGebäudegenutzt,inderSchillerstraße11dasErdgeschoss
unddasObergeschoss.DieWohnungenimDachgeschossbleibenerhalten.Dieöffentlichenund
halböffentlichenNutzungen(Zone1+2)werdenimErdgeschossderSchillerstraße11verortet,während
alleübrigenFlächenalsinterneArbeitsbereiche(Zonen3)genutztwerden.
DieFlächenbedarfsplanungsiehtfürdieFachbereiche2,4und5insgesamt792m²Nutzungsflächevor.
Diesentsprichtrund10,6m²jeMitarbeitendenbeziehungsweise13,9m²jeArbeitsplatz.
DasKonzeptschafftdamitdieVoraussetzungenfüreineeffizientereFlächennutzung,einehöhere
FlexibilitätbeikünftigenorganisatorischenVeränderungensowieeinemoderneundattraktive
Arbeitsumgebung.GleichzeitigsolldieServicequalitätfürBürgerinnenundBürgerverbessertunddie
Verwaltungsstandortelangfristigzukunftsfähigausgerichtetwerden.Dadas3-Zonen-Modellsehr
universelleinsetzbarist,sollessukzessiveaufweitereVerwaltungsbereicheübertragenwerden.
VoraussetzungfüreineerfolgreicheUmsetzungsindeinezeitgemäßeIT-Ausstattung,digitalisierte
ArbeitsprozessesowieeinebegleiteteOrganisationsentwicklungzurEinführungderneuen
Arbeitsformen.
DieBruttogrundflächederSchillerstraße13beträgt1.068m²;derBruttorauminhalt3.324m³
AbschnittsweiseUmsetzung
DieEntwicklungderVerwaltungsstandorteSchillerstraße11und13zueinemgemeinsamen
BürostandortwirdinmehrerenRealisierungsabschnittenerfolgen.Voraussetzungfürdieweitere
UmsetzungistzunächstdieHerstellungundInbetriebnahmederFlächeninderSchillerstraße13.
AnschließendkönnendieOrganisationseinheitenausderSchillerstraße11(Sachgebiet65)gemeinsam
mitdemrestlichenFachbereich4(Sachgebiet64)indieneuenRäumlichkeitenumziehen.Ineinem
weiterenSchrittwerdendieFachbereiche2und5nachAbschlussdererforderlichenUmbauteninder
Schillerstr.11nachgezogen.DieschrittweiseBelegungderGebäudeerfolgtparallelzurEinführung
digitalerArbeitsweisen.DasvorliegendeflächeneffizienteLayoutkannerstmiteinemhohen
Digitalisierungsgradvollständigumgesetztwerden.
Baubeschreibung
AllgemeineAngaben
DasGebäudeinderSchillerstraße13inOstfildern-NellingenistbaulichBestandteildes
Gesamtkomplexes„AnderHalle“,derimJahr1988errichtetwurde.DerKomplexbestehtausvier
architektonischzusammengehörendenBaukörpern,vondenenzweidurcheinTonnendachmiteinander
verbundensind.UnterdenBaukörpernbefindetsicheinegemeinsameTiefgarage.
UmeinezukunftsfähigeNachnutzungdesGebäudeszuermöglichen,sindumfassendeUmbau-und
Sanierungsmaßnahmenerforderlich.InderbestehendenFassadebefindensichderzeitviergroße
Rolltore,diefürdiezukünftigeNutzungnichtmehrbenötigtwerden.DievorhandenenFenster
entsprechenzudemnichtmehrdenheutigenAnforderungenandenWärme-undSchallschutzund
sollendurchzeitgemäße,energetischhochwertigeFensterersetztwerden.
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DiebestehendeTitanzinkdeckungweistinzwischenzahlreicheRisseunddamiteinenerheblichen
Sanierungsbedarfauf.ImZugederSanierungwirddahereineneueDachdeckungeinschließlicheiner
zeitgemäßenDämmunghergestellt.Zusätzlichistesnichtmöglich,dievorgeschriebenenPV-Module
aufdemvorhandenenDachzubefestigen.DieDächerderübrigenGebäudewurdenaufgrunddes
bestehendenSanierungsbedarfsbereitsindiesemJahrteilweiseprovisorischinstandgesetzt.Fürdas
betreffendeGebäudeistessinnvoll,einenachhaltigeundumfassendeSanierungdesDaches
vorzugesehen.
DerInnenbereichistimErdgeschossundObergeschossaufdieBedürfnissederPostausgelegt.Ander
InnenfassadesindStahlkonstruktionenangebracht,dergesamteAusbauentsprichteinemabgenutzten
gewerblichenLogistikgebäude.DerInnenbereichmussentsprechendkompletterneuertwerden,um
sowohlinBezugaufdieRäumlichkeitenalsauchtechnischalsBürogenutztwerdenzukönnen.
BeiderUntersuchungaufSchadstoffewurdeinTeilenderAsphaltflieseneinegeringePAK-Belastung
nachgewiesen.DiebetroffenenBauteilewerdenimZugederEntkernungausgebautundentsorgt.
DieWC-Anlagensindstarkabgenutzt,einebarrierefreieToilettegibtesaktuellnicht.
DasDachgeschossistderzeitnichtausgebaut.DieZwischensparrendämmungistvollständigzu
erneuern.
Umbau-undSanierungsvorhaben
Fassade
Zielistes,dasBilddesEnsemblesinseinerAußenwirkungalssolcheszuerhaltenundeineenergetische
Verbesserungzuerzielen.
DiehochwertigeundlanglebigeKalksandsteinfassadewirdgereinigtundgestrichen.DieRolltore
werdendurchFensterersetztunddiebestehendenAluminiumfensterwerdenausgetauscht,um
hinsichtlichdesWärmeschutzeseinedeutlicheVerbesserungzuerzielen.Anstattderbisherigen
MarkisenkommenzukünftigRaffstoreszumEinsatz.
UmdieArbeitsplätzenatürlichzubelichtenundgleichzeitigdieEntfluchtungzugewährleisten,istes
notwendigimDachgeschossanderOstseitedesGiebelseingroßesFenstereinzubauen.Zudemwird
dasbestehendeFensteranderSüdseitedesGiebelsvergrößert.
Dach
ZurSchaffungzusätzlicherNutzflächewirddasbestehendeDachgeschossausgebautunddasDachmit
zweigroßenDachgaubenversehen.DiebestehendeDachhautwirdbisaufdietragendeKonstruktion
zurückgebaut.DerneueDachaufbauwirdentsprechenddenaktuellenAnforderungenausgeführtund
ausreichendgedämmt.DasDacherhälteineneueTitanzinkdeckung.Gleichzeitigwerdendie
konstruktivenVoraussetzungenfürdieInstallationeinerPhotovoltaikanlagegeschaffen.Im
InnenbereichwerdendieDachschrägenmitGipskartonplattenverkleidet.UmdasDachgeschoss
ausreichendmitTageslichtzuversorgen,gibteszusätzlichgroßeDachflächenfensteranderwestlichen
Seite.
FördermaßnahmenFensterundDach
FürdenAustauschderFenster,sowiedieenergetischeSanierungderDachfläche,wirdeineFörderung
imRahmenderBundesförderungfüreffizienteGebäudealsEinzelmaßnahmen(BEGEM)beantragt.Die
BEGsiehtfürEinzelmaßnahmenanderGebäudehülle,zudenenunteranderemdieDämmungvon
DachflächenundderAustauschvonFensterngehören,grundsätzlicheineFörderungvor.DieFörderung
liegtderzeitbei15%derförderfähigenMaßnahmen.
Innenbereich
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DerInnenbereichwirdumfassendsaniertundvollständigneugestaltet.ImZugederEntkernung
werden-mitAusnahmedesEstrichsimDachgeschoss-sämtlichevorhandenenAusbau-undBauteilebis
aufdiebestehendetragendeKonstruktionzurückgebaut.Anschließenderfolgtdervollständige
NeuaufbauderInnenräumeentsprechenddergeplantenNutzung.
Fußboden
DerneueFußbodenaufbauwirdimErdgeschossundObergeschossentsprechenddenAnforderungen
andiezukünftigeBüronutzunghergestellt.ParallelzurFassadewerdenindenBürobereichenim
ErdgeschossundObergeschossindenBodenaufbauintegrierteUnterflurkonvektorenvorgesehen.Die
erforderlicheElektroinstallationwirdebenfallsinnerhalbdesBodenaufbausgeführt.
DasDachgeschossbesitztderzeitalsEndoberflächeeinenEstrich,dernichtabgebrochenwird,weshalb
dieBeheizungübereinDeckengerätunddieElektroinstallationüberdieWändeerfolgt.
AlsBodenbelagistinallenGeschossenEiche-Industrieparkettvorgesehen.DieAusführungorientiert
sichanderbestehendenGestaltungdesZentrumsanderHalle.DasTreppenhaus,dasFoyersowiedie
ToilettenerhaltengroßformatigeFeinsteinzeug-FlieseninBetonoptik.Diesesorgenfüreinerobuste,
pflegeleichteundzugleicheinheitlicheGestaltungderstarkfrequentiertenBereiche.
Wände
AllebestehendenBetonwändewerdenandennotwendigenStellenausgebessertundanschließend
komplettweißgestrichen.IndenToilettenwerdendieWändeteilweisegefliest.
DieBüroräumewerdenmitSystem-undTrockenbautrennwändenausgebildet.DieSystemtrennwände
habeneinenhohenGlasanteil,umLichtdurchlässigkeitundTransparenzzugewährleisten.Alle
untergeordnetenRäumewerdenmitTrockenbauwändenhergestellt.InTeilbereichengibtesanden
WändenakustischwirksamePaneele.
DeckenundBeleuchtung
DerüberwiegendeTeilderbestehendenBetondeckenbleibtsichtbar.Erforderliche
AusbesserungsarbeitenwerdendurchgeführtunddieOberflächenanschließendgestrichen.Die
BetondeckenwerdenalsgestalterischesElementeingesetzt,umdengewünschtenindustriellen
CharakterderDeckenbeizubehalten.
ImBereichdesFoyersundderToiletten-Anlagen,sowieimDachgeschosswerdenabgehängteDecken
ausGipskartonausgeführt.IndiesenDeckenwerdenEinbau-DownlightszurAllgemeinbeleuchtung
integriert.ZusätzlichwirddasDachgeschossüberDeckengerätebeheizt.
DieBüroarbeitsplätzewerdenmitStehleuchtenausgestattet.ÜberdenBesprechungstischenwerden
Pendelleuchtenvorgesehen,dieeinegezielteundangenehmeAusleuchtungderBesprechungsbereiche
gewährleisten.
DerMultifunktionsraumimErdgeschosssowiederangrenzendegroßeBesprechungsraumerhalteneine
abgehängte,lineareBeleuchtung.DiesewirdzwischenakustischwirksamenDeckenbaffelnangeordnet.
DieBaffelnverbesserngleichzeitigdieRaumakustikundunterstützendiegestalterischeGliederungder
Räume.IndenvorhandenenFlurbereichenwerdenAufbau-Downlightseingesetzt.Dieerforderliche
KabelführungerfolgtindiesenBereichensichtbarundbewusstunterhalbderDecke.
ZurVerbesserungderRaumakustikwerdendieArbeitsplätzeundBesprechungsräumeimErd-und
ObergeschossmitakustischwirksamenPaneelenausgestattet.DiesewerdenvonderDeckeabgehängt
undtrageninsbesondereindenoffenenBüro-undBesprechungsbereichenzurReduzierungder
NachhallzeitundVerbesserungderSprachverständlichkeitbei.
Außenanlagen
Imrückwärtigen,vonderStraßeabgewandtenBereichwerdenergänzendPflanzgefäßemit
integriertemBewässerungssystemvorgesehen.DieBepflanzungwirdstandortgerechtundmöglichst
pflegearmausgeführt.
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DarüberhinauswerdenindiesemBereichSitzgelegenheitenfürdenAußenbereichgeschaffen.Die
SitzmöbelwerdendauerhaftundstandsicherimUntergrundverankert.Zusätzlichwerdensechs
Fahrradständerintegriert.
Untergeschoss
DieDeckederSchillerstraße13wirdimBereichderTiefgarageundderKellerräumegedämmt.Die
TechnikräumeunterhalbdesehemaligenAufzugswerdenfürdieUnterbringungderServertechnikund
derElektroverteilunghergerichtet.ZudemerhaltensämtlicheRäumeeineneueBeleuchtung.
Barrierefreiheit
DasGebäudeistimErdgeschossbarrierefreigeplantundverfügtübereinebarrierefreieToilette,die
zusätzlichauchalsHerrenWCdient.
IndenoberenGeschossenisteinerollstuhlgerechteUmsetzungnichtmöglich,dadasGebäudeüber
keinenAufzugmehrverfügt.
Haustechnikkonzept:
DiehaustechnischenAnlagenwerdengrundlegenderneuert.DieWärmeversorgungdesGebäudeswird
künftigübereineGeothermie-Wärmepumpesichergestellt.HierfürsindzweiErdsondenbohrungen
erforderlich,dieaufdenParkplatzflächenvordemGebäudeSchillerstraße13ausgeführtwerden.
DiebestehendeHeizungsanlagewirdvollständigerneuert.EbensowirddasgesamteTrinkwassernetzim
Gebäudeersetzt.DieelektrischeGebäudeausstattungwirdabdemHausanschlussimUntergeschoss
vollständigneuinstalliertundaufdenaktuellenStandderTechnikgebracht.IndiesemZusammenhang
werdenauchdieerforderlichenVoraussetzungenfüreineleistungsfähigeDateninfrastrukturgeschaffen,
umdenAnforderungenmodernerArbeitsweltengerechtzuwerden.
DiegesamteBeleuchtungsanlagewirderneuertundenergieeffizientinLED-Technikausgeführt.
LüftungsanlagensindausschließlichfürinnenliegendeRäumevorgesehen,soweitdiesausfunktionalen
oderrechtlichenGründenerforderlichist.
ZusätzlichwirdaufdemDacheinePhotovoltaikanlageinstalliert.DieErrichtungundderBetrieb
erfolgendurchdieStadt.DererzeugteStromwirdvorrangigzurEigenversorgungdesGebäudes
genutzt;derÜberschusswirdinsöffentlicheNetzeingespeist.
Bauzeitenplan
DiegeplantenMeilensteinesind:
Baubeschluss 07.10.2026
Bauantrag abgeschlossen
AbschlussWerkplanung 07/2027
Baubeginn 04/2027
DachundFassadedicht 10/2027
FertigstellungInnenausbau 03/2028
MängelbeseitigungundInbetriebnahme 04/2028
UmzugFB4,ggf.FB5 06/2028
KostenberechnungKG100–700
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ZuBeginndesProjektswurdeaufGrundlagevonFlächenkennwerteneineersteKostenschätzung
erstellt.DieseergabfürdenUmbaudesGebäudesSchillerstraße13einInvestitionsvolumenvonrund
3,4Mio.€brutto.
FürdenvorliegendenBaubeschlusswurdedurchdasGebäudemanagementeineKostenberechnungauf
GrundlagederEntwurfsplanungerstellt.DabeiwurdendieermitteltenMassensowieaktuellen
KostenkennwertedesBaukosteninformationszentrums(BKI)zuGrundegelegt.ZurPlausibilisierung
wurdendarüberhinausfürwesentlicheGewerkePreisanfragendurchgeführt.
DieKostenberechnungschließtmitvoraussichtlichenGesamtkosteninHöhevon3,7Mio.€bruttoab.
GegenüberderursprünglichenKostenschätzungergibtsichdamiteineKostensteigerungvonrund8,8
%.DieAbweichungbewegtsichimüblichenRahmenderKonkretisierungeinesProjektsvomfrühen
SchätzungsstadiumhinzurdetailliertenKostenberechnung.
KostengruppenachDIN Kostenberechnung
KG100-Freimachen -
KG200-HerrichtenundErschließen -
KG300-BauwerkundBaukonstruktion 2.123.000
KG400-TechnischeAnlagen 1.136.000
KG500-Außenanlagen 52.000
KG600-Ausstattung 106.000
KG700-Baunebenkosten 296.000
KG100-700Eurobrutto 3.713.000
Kosten/Finanzierung
ImHaushaltsplan2026undindermittelfristigenFinanzplanungsindfürdieEntwicklungdesneuen
VerwaltungsstandortsfolgendeAnsätzevorgesehen:
Planansatz2026undErmächtigungsrestaus2025-Schillerstr.13: 1.700.000Euro
Finanzplanungsansatz2027–Schillerstr.13: 900.000Euro
Finanzplanungsansatz2028–Schillerstr.13: 800.000Euro
Zwischensumme: 3.400.000Euro
Finanzplanungsansatz2028–Schillerstr.11: 800.000Euro
Finanzplanungsansatz2029–Schillerstr.11: 800.000Euro
Zwischensumme: 1.600.000Euro
InsgesamtsindfürdenneuenStandorteingeplant: 5.000.000Euro
FürdasGebäudeSchillerstraße11liegtnochkeineEntwurfsplanungmitKostenberechnungvor.Die
veranschlagtenMittelbasierendaheraufeinerGrobkostenschätzung,dieausdenErkenntnissender
PlanungfürdieSchillerstraße13abgeleitetwurde.DaimZugederUnterbringungdesSachgebiets65
bereitsverschiedeneSanierungsmaßnahmendurchgeführtwurden,wirdfürdieSchillerstraße11von
einemgeringerenInvestitionsbedarfausgegangen.
DieKostenberechnungfürdieSchillerstraße13weistGesamtkostenvon3.713.000Euroausundliegt
damitumrund313.000EuroüberdenhierfürbislangveranschlagtenHaushaltsmitteln.Nachaktueller
EinschätzungkanndieserMehrbedarfinnerhalbdesfürdieGesamtmaßnahmegeplanten
Investitionsrahmensaufgefangenwerden.EineErhöhungdesGesamtbudgetsistdaherderzeitnicht
erforderlich.
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FinanzielleAuswirkungen
Produkt-/Auftragssachkonto:
Auftragssachkonto71133500400078710000,Schillerstraße13,Hochbaumaßnahmen
DieVerwaltungwirdfürdasProjektsogenannteLuKIFG-Mittel,alsoFinanzhilfenausdemLänder-und
Kommunal-Infrastrukturgesetzbeantragen.DerBundstelltdenLändernundKommunenimRahmeneines
Sondervermögensinsgesamt100Mrd.EurozurVerfügung,umdemInvestitionsstaubeideröffentlichen
InfrastrukturentgegenzuwirkenundumdasWirtschaftswachstumanzukurbeln.DerUmbauder
Schillerstraße13zueinemVerwaltungsstandortdürfteförderfähigsein,weileinRathausumbausamtder
SanierungdesbetreffendenöffentlichenGebäudeseinekommunaleAufgabeistundzuröffentlichen
Daseinsvorsorgegehört.
NachdemKommunalpanel2026derKreditanstaltfürWiederaufbaubeläuftsichderbundesweite
kommunaleInvestitionsrückstandauf231Mrd.Euro,davon22,2Mrd.Euro(9,6%)für
Verwaltungsgebäude.ÜberdenKernhaushaltderStadtOstfildernwurdenindenJahren2000bis2025
insgesamt384Mio.Euroinvestiert,davonabernurrund12Mio.EurofürVerwaltungsgebäude
(insbesonderefürdasStadthausimScharnhauserParkundfürdasVerwaltungsgebäudeKlosterhof6).
Kostenart Einzahlungen/ Auszahlungen/
bzw.Investition Erträgein€ Aufwendungenin€
einmalig 3.713.000,00
jährlich
Finanzierungdurch
Haushaltsmittel Ermächtigungsübertragung
ÜberplanmäßigeAuszahlungen AußerplanmäßigeAuszahlungen
Deckungüber-undaußerplanmäßigerAuszahlungen
Anlagen
PläneGrundrisse,SchnitteAnsichten
Bittebeachten:
IstdieseVorlagerelevantfürdieBeteiligungvonJugendlichen?Ja Nein
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