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Kommunale Wärmeplanung

Angenommen
TypAntrag
GemeindeHemmingen (Württemberg)
Datum2026-09-22
DatenstufeNur Ergebnisse
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Der Gemeinderat Hemmingen beschließt die Kommunale Wärmeplanung, die gemeinsam mit Schwieberdingen und Eberdingen im Konvoi erstellt wurde. Ziel ist eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 durch Verdichtung und Erweiterung des bestehenden Wärmenetzes in geeigneten Bereichen sowie dezentrale Wärmepumpen-Lösungen in anderen Gebieten. Konkrete Starter-Maßnahmen umfassen die Wärmenetzerschließung des Bahnhofsareals, den Anschluss kommunaler Gebäude sowie Informations- und Beratungsangebote für Bürger.

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Extrahierter Text

Vorlage Nr.: 101/2026 Federführung: Bürgermeister Datum: 14.09.2026 Sachbearbeiter: AZ: 816.0:Kommunale Wärmeleitplanung Beratungsfolge Termin Gemeinderat 22.09.2026 öffentlich Beschluss Gegenstand der Vorlage Kommunale Wärmeplanung - Vorstellung und Beschlussfassung Sachverhalt: In der Gemeinderatssitzung am 23.05.2023 wurde beschlossen, dass Hemmingen gemeinsam mit Schwieberdingen und Eberdingen im Konvoi eine freiwillige kommunale Wärmeplanung erstellen lässt und hierfür einen Förderantrag beim Land Baden-Württemberg stellt. Die Gemeinde Hemmingen hat dabei die Federführung im Konvoi übernommen. Ziel der Wärmeplanung ist es, auf Grundlage einer Bestands- und Potenzialanalyse einen langfristigen Entwicklungspfad für eine möglichst klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2040 aufzuzeigen. Die kommunale Wärmeplanung ist dabei als strategische Orientierung zu verstehen und stellt keine verbindliche Detail- oder Ausbauplanung dar. Die Zuwendung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Rahmen der Projektträgerschaft „Umweltforschung – Baden-Württemberg Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung (BWPLUS)“ wurde mit Schreiben vom 28.08.2024 bewilligt. Der Förderzeitraum läuft bis 30.09.2026. In der Gemeinderatssitzung am 21. Oktober 2025 wurde bereits ein Zwischenbericht abgegeben. Weiter fand am 24. November 2025 eine öffentliche Informationsveranstaltung für die drei Gemeinden in der Hemminger Gemeinschaftshalle statt. Für Hemmingen wurde für das Referenzjahr 2023 ein Endenergiebedarf für Wärme von rund 78.650 MWh pro Jahr ermittelt. Rund 73 % davon entfallen auf private Haushalte, rund 26 % auf Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Auch bei den wärmebedingten Treibhausgasemissionen stellen die privaten Haushalte mit gut 75 % den größten Anteil. Hemmingen verfügt im Vergleich zu den beiden anderen Konvoi-Gemeinden bereits über eine gute Ausgangslage für die Wärmewende. Durch das bestehende Wärmenetz werden bereits wesentliche Teile des Gemeindegebiets mit Wärme versorgt. Entsprechend ist der Anteil der Ölheizungen in Hemmingen vergleichsweise gering. Die vier Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen der beiden örtlichen Biogasanlagen verfügen zusammen über eine thermische Leistung von rund 4,86 MW und versorgen die Wärmenetze in Hemmingen mit Wärme. Darüber hinaus waren zum Erhebungszeitpunkt Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von rund 17,2 MWp vorhanden. Im Rahmen der Wärmeplanung wurde das Gemeindegebiet in Bereiche eingeteilt, die sich 101/2026 Seite1von3 voraussichtlich für eine zentrale Versorgung über Wärmenetze eignen, sowie in Bereiche, in denen eine dezentrale Wärmeversorgung, insbesondere durch Wärmepumpen, sinnvoll erscheint. Aufgrund des bereits bestehenden Wärmenetzes bestehen in Hemmingen weitere Potenziale für dessen Verdichtung und Erweiterung. Außerhalb des bestehenden Wärmenetzgebiets weisen insbesondere Bereiche der Hauptstraße sowie kleinere Abschnitte der Seestraße erhöhte Wärmedichten auf. Die dargestellten Eignungsgebiete sind dabei nicht als unveränderliche Grenzen zu verstehen, sondern dienen als Orientierung für die weitere Planung. Konkrete Ausbauvorhaben bedürfen jeweils einer vertieften technischen und wirtschaftlichen Prüfung. Für das Zielszenario wird davon ausgegangen, dass der Wärmebedarf durch energetische Sanierungen und Effizienzmaßnahmen bis zum Jahr 2040 deutlich reduziert wird. Gleichzeitig sollen fossile Energieträger weitgehend durch erneuerbare Energien ersetzt werden. In Bereichen mit dezentraler Wärmeversorgung werden insbesondere Wärmepumpen eine wesentliche Rolle übernehmen, während der Anteil der über Wärmenetze bereitgestellten Wärme im Gesamtgebiet deutlich steigen soll. Aus der Wärmeplanung wurden insgesamt fünf sogenannte Starter-Maßnahmen abgeleitet, mit deren Umsetzung prioritär begonnen werden soll. Für Hemmingen ist die Verdichtung der Wärmenetzanschlüsse im neu zu gestaltenden Bahnhofsareal als gemeindespezifische Starter-Maßnahme vorgesehen. Das rund vier Hektar große Sanierungsgebiet wird bereits von einer Wärmeleitung der Naturenergie Glemstal durchquert. Aufgrund der dort vorgesehenen verdichteten Wohn- und Mischnutzung bestehen gute Voraussetzungen für eine Wärmeversorgung über das bestehende Netz. Darüber hinaus enthält der Maßnahmenkatalog für Hemmingen weitere konkrete Handlungsvorschläge. Dazu gehören insbesondere der sukzessive Anschluss weiterer kommunaler Liegenschaften an das Wärmenetz. Genannt werden der Kindergarten Schlosspark, das Kinder- und Jugendhaus Astergarten sowie die Bibliothek. Weiter vorgeschlagen werden die Wärmenetzversorgung des Neubaugebiets „Schöckinger Weg“, die Schaffung weiterer Lademöglichkeiten an der bestehenden Photovoltaikanlage beim Sportgelände sowie die Nutzung weiterer Freiflächenpotenziale für Photovoltaikanlagen. Neben den investiven Maßnahmen spielt die Information und Beratung der Bürgerschaft eine wichtige Rolle. Als gemeindeübergreifende Starter-Maßnahmen sind deshalb eine Informationsplattform zu Heizungserneuerung, Gebäudesanierung und Fördermöglichkeiten sowie eine Energiestartberatung im Rathaus beziehungsweise quartiersbezogene Beratungsangebote vorgesehen. Zusammenfassend bestätigt die Kommunale Wärmeplanung für Hemmingen im Wesentlichen die bereits eingeschlagene Strategie. Das vorhandene, überwiegend erneuerbar gespeiste Wärmenetz bildet einen zentralen Baustein der zukünftigen Wärmeversorgung und soll dort verdichtet beziehungsweise erweitert werden, wo dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. In den übrigen Bereichen werden dezentrale Lösungen, insbesondere Wärmepumpen, eine wesentliche Rolle spielen. Ergänzt wird dies durch die energetische Sanierung des Gebäudebestands, den weiteren Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung und eine verstärkte Beratung der Gebäudeeigentümer. Beschlussvorschlag: Der Gemeinderat stimmt der Kommunalen Wärmeleitplanung zu. Finanzierung: Letzte Beratung: 101/2026 Seite2von3 GR 23.05.2023 GR 21.10.2025 Anlagenverzeichnis: Endbericht „Kommunale Wärmeplanung für den Konvoi der Gemeinden Eberdingen, Hemmingen und Schwieberdingen“ 101/2026 Seite3von3

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