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Flussgebietsuntersuchung

Angenommen
TypAntrag
GemeindeGernsbach
Datum2026-09-03
DatenstufeNur Ergebnisse
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Stadt Gernsbach nimmt ein abgeschlossenes Hochwasserschutzkonzept für Nebengewässer der Murg zur Kenntnis und billigt die darin vorgeschlagenen Maßnahmen. Die Untersuchung identifizierte in mehreren Bereichen unzureichenden Hochwasserschutz und entwickelte Maßnahmen mit Gesamtkosten von 31,86 Mio. €. Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, ein erstes Umsetzungspaket entsprechend der Priorisierung ab dem Doppelhaushalt 2031–2032 einzuplanen.

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Dokument

Extrahierter Text

Sitzungsvorlage 2026/032 Stadtverwaltung Gernsbach Gernsbach, 13.08.2026 Tiefbau 30.0 bau-kc Flussgebietsuntersuchung - Beschluss des Konzepts mit Maßnahmenpriorisierung I. Vorlage an: den Ausschuss für Technik und Umwelt zur Vorberatung 08.07.2026 N den Ortschaftsrat Obertsrot zur Anhörung 02.09.2026 Ö den Ortschaftsrat Reichental zur Anhörung 03.09.2026 Ö den Gemeinderat zur Beschlussfassung 07.09.2026 Ö II. Beschlussantrag: 1. Der Gemeinderat nimmt das vorgestellte Hochwasserschutzkonzept für die Nebengewässer der Murg auf der Gemarkung Gernsbach einschließlich des Priorisierungsvorschlags (Anlagen 1 und 2) zustimmend zur Kenntnis und billigt die im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen. 2. Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, ein erstes Umsetzungspaket ab dem Doppelhaushalt 2031–2032 entsprechend des Priorisierungsvorschlags (Anlage 2) einzuplanen. III. Begründung: Der Ausschuss für Technik und Umwelt hat in seiner Sitzung vom 01.06.2023 die Verwaltung beauftragt, eine Flussgebietsuntersuchung (FGU) für die Nebengewässer der Murg auf der Gemarkung Gernsbach durchführen zu lassen (s. hierzu Gemeinderatsdrucksache 2023/049). Ziel der Untersuchung war es, die bestehende Hochwassergefährdung an den Nebengewässern umfassend zu analysieren, bestehende Defizite im Hochwasserschutz aufzuzeigen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes zu entwickeln. Zwischenzeitlich wurde die Flussgebietsuntersuchung abgeschlossen und die Ergebnisse konnten vorgestellt werden. Im Rahmen der Untersuchung wurden die Nebengewässer Reichenbach, Kaltenbrunnenbach, Ätzenbach, Lautenbach, Waldbach, Hahnbach und Leutersbach einschließlich weiterer Zuflüsse untersucht. Für den Igelbach wurden bereits in der Vergangenheit vertiefende Untersuchungen durchgeführt. Seite1von3 Im Rahmen der Bestandsanalyse wurden hydraulische Berechnungen für verschiedene Hochwasserereignisse bis einschließlich HQ100 Klima durchgeführt. Dabei wurden Überflutungsflächen, Überflutungstiefen, die Leistungsfähigkeit von Verdolungen und Durchlässen sowie konkrete Betroffenheiten untersucht. Die Untersuchung zeigt, dass in mehreren Bereichen lediglich ein Hochwasserschutzgrad von unter zehn Jahren besteht und teilweise erhebliche Schadenspotenziale vorhanden sind. Betroffen sind insbesondere Bereiche entlang der Hauptgewässer sowie der Nebengewässer. Bei Starkregen- und Hochwasserereignissen kann es zu Überflutungen von Verkehrsflächen, privaten Grundstücken, Wohngebäuden sowie gewerblichen Anlagen kommen. Auf Grundlage der Untersuchung wurden unterschiedliche Maßnahmenvorschläge entwickelt. Hierzu zählen insbesondere:  Hochwasserrückhaltebecken,  Gewässerausbau- und Aufweitungsmaßnahmen,  Vergrößerungen von Verdolungen und Durchlässen,  Schutzmauern,  Maßnahmen zum Objektschutz,  ergänzende Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. Die Maßnahmen wurden jeweils mit Kostenannahmen hinterlegt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bewertet. Die Gesamtkosten aller untersuchten Maßnahmen belaufen sich nach derzeitiger Kostenschätzung auf rund 31,86 Mio. € (brutto). Für die untersuchten Maßnahmen wurde außerdem eine Nutzen-Kosten- Untersuchung durchgeführt. Das ermittelte Nutzen-Kosten-Verhältnis liegt bei 1,2. Damit ist die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen nachgewiesen und eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg grundsätzlich möglich. Die Flussgebietsuntersuchung selbst war mit 70 % förderfähig. Für die spätere bauliche Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen richtet sich die Förderfähigkeit nach den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg. Voraussetzung hierfür sind insbesondere der Nachweis der Wirtschaftlichkeit über eine Nutzen- Kosten-Untersuchung, eine ausreichende Pro-Kopf-Belastung (mind. 15 € / Einwohner Gesamtstadt) sowie das Vorliegen eines Alarm- und Einsatzplans. Die möglichen Fördersätze liegen – abhängig von den zuwendungsfähigen Ausgaben pro Einwohner – zwischen 20 % und 70 %. Das Konzept bildet die Grundlage für die zukünftige schrittweise Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Nebengewässer im Gemeindegebiet. Aufgrund des erheblichen Gesamtinvestitionsvolumens wird es sich hierbei um ein langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt handeln, dessen Umsetzung voraussichtlich über mehrere Jahrzehnte erfolgen wird. Die Stadt ist bis voraussichtlich zum Jahr 2030 sowohl personell als auch finanziell in erheblichem Umfang durch die bereits begonnenen Hochwasserschutzmaßnahmen an der Murg in der Kernstadt sowie im Stadtteil Obertsrot gebunden. Die verfügbaren Ressourcen lassen daher derzeit keine parallele Umsetzung weiterer größerer Seite2von3 Hochwasserschutzmaßnahmen an den Nebengewässern zu. Die Priorisierung der im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen sowie die Bildung sinnvoller Umsetzungspakete wurden zwischenzeitlich erarbeitet. Auf dieser Grundlage wurde ein Fahrplan für die schrittweise Umsetzung erstellt (vgl. Anlage 2). Weitere Abstimmungen mit den Fördermittelgebern werden im Zuge der weiteren Konkretisierung der einzelnen Maßnahmen erfolgen. Die Verwaltung empfiehlt daher, das vorgestellte Konzept einschließlich der Priorisierung und des Fahrplans zustimmend zur Kenntnis zu nehmen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zu billigen. Zudem wird vorgeschlagen, die Verwaltung mit der Vorbereitung der schrittweisen Umsetzung entsprechend der Priorisierung und des Fahrplans zu beauftragen sowie ein erstes Umsetzungspaket ab dem Doppelhaushalt 2031/2032 einzuplanen. Julian Christ Bürgermeister Anlagen: 1. Flussgebietsuntersuchung für die Nebengewässer der Murg auf der Gemarkung Gernsbach – Erläuterungsbericht, Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH Baden-Baden, Februar 2026 2. Maßnahmenpriorisierung, Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH Baden-Baden, Juli 2026 Seite3von3

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