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Intensivierung der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte der Gemeinde Dötlingen; hier: Antrag der SPD-Fraktion vom 19.06.2026

Angenommen17 Ja · 0 Nein
TypAntrag
GemeindeDötlingen
Datum2026-10-01
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die SPD-Fraktion beantragt die Intensivierung der NS-Geschichtsaufarbeitung in Dötlingen, insbesondere wegen dessen Vergangenheit als „Reichsmusterdorf". Der Antrag fordert die Überprüfung und wissenschaftliche Neugestaltung von Hinweisschildern, die Errichtung eines Gedenksteins für den ermordeten Regimegegner Willi Rogge sowie einen Arbeitskreis mit Vertretern aus Politik, Kirche, Vereinen und Bürgern. Zudem sollen Gespräche mit Universitäten über wissenschaftliche Begleitung aufgenommen werden. Der Gemeinderat beschloss die Umsetzung dieser Maßnahmen.

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Gemeinde Dötlingen Die Bürgermeisterin Sitzungs- und Beschlussvorlage Dr.-Nr. 2026/243 Vorlagenersteller: Tomke Rothe Verfasser: Tomke Rothe Letzte Bearbeitung durch: Antje Oltmanns Beratungsfolge Termin Zuständigkeit Verwaltungsausschuss 24.09.2026 Vorberatung Gemeinderat 01.10.2026 Entscheidung Bezeichnung des Tagesordnungspunktes: Intensivierung der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte der Gemeinde Dötlingen; hier: Antrag der SPD-Fraktion vom 19.06.2026 Sach- und Rechtslage: Die SPD-Fraktion beantragte mit Schreiben vom 19.06.2026 die Intensivierung der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte in der Gemeinde Dötlingen (Anlage 1). Danach soll die Gemeindeverwaltung wie folgt beauftragt werden: 1. Die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte der Gemeinde Dötlingen zu intensivieren und hierzu einen strukturierten Prozess einzuleiten, 2. sämtliche bestehende Informations- und Hinweisschilder an historisch relevanten Orten mit Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus einer kritischen Überprüfung zu unterziehen und, soweit erforderlich, durch neue, wissenschaftlich fundierte Erläuterungen zu ersetzen, 3. Gespräche über die Errichtung eines Gedenksteines oder einer vergleichbaren Erinnerungsstätte für den kurz vor Kriegsende ermordeten Dötlinger Regimegegners Willi Rogge wieder aufzunehmen, 4. einen Arbeitskreis „Aufarbeitung der NS-Geschichte in der Gemeinde Dötlingen“ einzurichten, der durch die Gemeindeverwaltung organisatorisch begleitet wird und in dem Vertreterinnen und Vertreter der Politik, der Heimat- und Geschichtsforschung, der Kirchengemeinde, des Bürger- und Heimatvereins, örtliche Vereine und interessierte Bürgerinnen und Bürger mitwirken können, 2 Gemeinde Dötlingen 5. Gespräche mit wissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere der Universität Vechta, der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg sowie der Universität Bremen, über eine mögliche geschichtswissenschaftliche Begleitung der Aufarbeitung aufzunehmen und Möglichkeiten gemeinsamer Forschungs- und Dokumentationsprojekte zu prüfen. In der Presse und in den Medien wurde zuletzt vermehrt über die nationalsozialistische Vergangenheit Dötlingens als sogenanntes „Reichsmusterdorf“ berichtet. Thematisiert wurden hierbei auch bestehende und nicht hinreichend in den geschichtlichen Kontext gesetzte Informations- und Hinweisschilder, beispielsweise am Püttenhus in Dötlingen sowie ein gewünschter Gedenkstein zur Erinnerung an Willi Rogge. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie der Bürger- und Heimatverein Dötlingen e.V. regten darüber hinaus eine Errichtung eines Gedenksteines zu Ehren des ermordeten Dötlingers Willi Rogge in der Nähe seines ehemaligen Wohnhauses in Dötlingen an. Die Anfrage des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen e.V. zielte zudem darauf ab, den 2007 bis 2009 gegründeten „Arbeitskreis Ehrendenkmäler“ neu aufleben zu lassen. Der Gedenkstein zur Erinnerung an Willi Rogge wurde bereits in den 1980er-Jahren von der Gemeindeverwaltung thematisiert. Nach Beschlussfassung des Verwaltungsausschusses wurden 1988 Gespräche mit der Familie des ermordeten Willi Rogge geführt. Im Rahmen dieser Gespräche hat die Familie zum damaligen Zeitpunkt einen Gedenkstein abgelehnt. Mittlerweile hat die Familie des ermordeten Willi Rogge über den Bürger- und Heimatverein Dötlingen e.V. die Bitte an die Bürgermeisterin herangetragen, dass ein Gedenkstein am Ort des Geschehens und ergänzend eine Gedenktafel, auf dem der Name genannt und die Hintergründe erläutert werden, errichtet wird. Als möglicher Standort wurde das Püttenhus in Dötlingen vorgeschlagen. Die Familie wünscht sich außerdem Hinweise zur nationalsozialistischen Geschichte Dötlingens auf der Internetseite der Gemeindeverwaltung. Die Bürgermeisterin schlägt vor, erneut das Gespräch mit den Nachkommen des ermordeten Willi Rogge zu suchen und die mögliche Errichtung eines Gedenksteines zu besprechen. Im Anschluss soll unter Berücksichtigung der Wünsche der Familie über die Errichtung eines Gedenksteines und des Aufstellungsortes entschieden werden. Darüber hinaus schlägt die Bürgermeisterin vor, die Gemeindeverwaltung zu beauftragen, einen Arbeitskreis „Aufarbeitung der NS-Geschichte in der Gemeinde Dötlingen“ einzurichten, damit in diesem 1. Die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte der Gemeinde Dötlingen intensiviert und hierzu einen strukturierten Prozess eingeleitet wird, 2. sämtliche bestehende Informations- und Hinweisschilder an historisch relevanten Orten mit Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus einer kritischen Überprüfung unterzogen und, soweit erforderlich, durch neue, wissenschaftlich fundierte Erläuterungen ersetzt werden, 3 Gemeinde Dötlingen 3. Gespräche mit wissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere der Universität Vechta, der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg sowie der Universität Bremen, über eine mögliche geschichtswissenschaftliche Begleitung der Aufarbeitung aufgenommen und Möglichkeiten gemeinsamer Forschungs- und Dokumentationsprojekte geprüft werden. Finanzielle Auswirkungen: Es entsteht ein deutlicher Personalaufwand für die Intensivierung der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte Dötlingens. Die konkreten finanziellen Auswirkungen sind derzeit nicht bezifferbar. Beschlussvorschlag: Der Verwaltungsausschuss empfiehlt: Der Gemeinderat beschließt: „Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, 1. erneut das Gespräch mit den Nachkommen des ermordeten Willi Rogge zu suchen und die mögliche Errichtung eines Gedenksteines zu besprechen. Im Anschluss soll unter Berücksichtigung der Wünsche der Familie über die Errichtung eines Gedenksteines und des Aufstellungsortes entschieden werden. 2. einen Arbeitskreis „Aufarbeitung der NS-Geschichte in der Gemeinde Dötlingen“ einzurichten, der durch die Gemeindeverwaltung organisatorisch begleitet wird und in dem Vertreterinnen und Vertreter der Politik, der Heimat- und Geschichtsforschung, der Kirchengemeinde, des Bürger- und Heimatvereins, örtliche Vereine und interessierte Bürgerinnen und Bürger mitwirken können, damit in diesem 2.1. die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte der Gemeinde Dötlingen intensiviert und hierzu ein strukturierter Prozess eingeleitet wird, 2.2. sämtliche bestehende Informations- und Hinweisschilder an historisch relevanten Orten mit Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus einer kritischen Überprüfung unterzogen und, soweit erforderlich, durch neue, wissenschaftlich fundierte Erläuterungen ersetzt werden, Gespräche mit wissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere der Universität Vechta, der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg sowie der Universität Bremen, über eine mögliche geschichtswissenschaftliche Begleitung der Aufarbeitung aufgenommen und Möglichkeiten gemeinsamer Forschungs- und Dokumentationsprojekte geprüft werden.“ 4 Gemeinde Dötlingen Anlagen: AG 014_2026 - Antrag der SPD-Fraktion vom 19.06.2026 - Intensivierung der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte in der Gemeinde Dötlingen

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