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Mobilitätsentwicklung in Bühl, Hauptstraße: Verkehrsversuch zur Umnutzung von öffentlichen Stellplätzen

Ergebnis unbekannt12 Ja · 0 Nein
TypAntrag
GemeindeBühl
Datum2026-09-23
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Stadt Bühl beantragt die Durchführung eines Verkehrsversuchs in der Hauptstraße (April bis Juni 2027), um öffentliche Stellplätze temporär durch Sitzmöbel, Stadtgrün, Radabstellanlagen und gastronomische Nutzflächen umzugestalten. Ziel ist die Steigerung der Innenstadt-Attraktivität und Förderung des Fuß- und Radverkehrs. Die Hochschule Karlsruhe führt begleitend Vorher-Nachher-Untersuchungen durch und trägt die Kosten; die Stadt leistet lediglich die Bewässerung. Der Gemeinderat beschließt die Durchführung des Versuchs mit Unterstützung der Hochschule.

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Vorlage Vorlage: 2026/146 Bereich: Nachhaltige Stadtentwicklung Verfasser: Steeb, Carolin Mobilitätsentwicklung in Bühl, Hauptstraße: Verkehrsversuch zur Umnutzung von öffentlichen Stellplätzen Bezugsvorlagen: Anlagen: Datum Gremium Zuständigkeit Öffentlichkeitsstatus 23.09.2026 Technischer Ausschuss Vorberatung öffentlich 30.09.2026 Gemeinderat Entscheidung öffentlich Ziel der Maßnahme/Planung Ziel des Verkehrsversuchs ist es, die öffentlichen Stellplätze entlang der Hauptstraße temporär zugunsten einer höheren Attraktivität für Einkaufskunden und Gastronomiebesucher der Innenstadt umzunutzenundumzugestalten.HierzusollendieFlächeninsbesonderedurchSitzmöbel,Stadtgrün und zusätzliche Radabstellanlagen belegt werden, können aber auch als Außengastronomiefläche oder zur Warenauslage genutzt werden. Dadurch werden die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr verbessert sowie die Funktion und Attraktivität des öffentlichen Raums gestärkt. DerVerkehrsversuchsollzugleichErkenntnissedarüberliefern,wiediegewonneneFlächevonden Bürgerinnen und Bürgern, den örtliche ansässigen Gastronomien und Dienstleistungen sowie den Besucherinnen und Besuchern angenommen wird. Die gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse bilden eine Grundlage für die weitere politische, städtebauliche und verkehrliche Bewertung einer mittel- und langfristigen Entwicklung der Hauptstraße. Beschlussvorschlag Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung zur Durchführung des in der Vorlage dargestellten Verkehrsversuchs im Frühjahr 2027 in der Hauptstraße zwischen Grabenstraße und Eisenbahnstraße mit Unterstützung der Projektpartnerin Hochschule Karlsruhe (HKA). Finanzielle Auswirkungen (inkl. Seitenzahl im Haushaltsplan) AlsMitgliedinderArbeitsgemeinschaftFahrrad-undFußverkehrsfreundlicherKommuneninBaden- Württemberg(AGFK-BW)kanndieStadtBühldieMöbel-undPflanzmoduleeinschließlichLieferung, Auf- und Abbau kostenfrei leihen. Planerische Vorleistungen und begleitende Untersuchungen übernimmt die Hochschule Karlsruhe im eigenen Forschungsinteresse auf eigene Kosten. Lediglich die Bewässerung der Pflanzelemente ist durch die Stadt zu leisten. Dies kann der städtische Bauhof als interne Leistung erbringen. Klimatische Auswirkungen Mit der Umsetzung des Verkehrsversuchs werden die öffentlichen Stellplätze entlang der Hauptstraße temporär umgestaltet und einer alternativen Nutzung zugeführt. Dadurch wird die Aufenthaltsqualität im Bereich der dort ansässigen Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe für den Fuß- und Radverkehr verbessert und attraktiver gestaltet. Die Nutzung des eigenen Pkws soll somit reduziert und alternative Mobilitätsformen stärker gefördert werden. Personelle Auswirkungen DerVerkehrsversuch wirdim Zuge des Forschungsprojekts move.mOReder Hochschule Karlsruhe durchgeführt und durch das städtische Personal unterstützt und begleitet. Sachverhalt Eine Geschäftsstraße wie die Hauptstraße in Bühl lebt von den Menschen, die sie besuchen. Die Menschen wiederum kommen wegen der Geschäfte und Gastronomie. Online-Handel und Einzelhandelseinrichtungen in dezentralen Lagen machen den traditionellen Ortsmitten jedoch immer mehr Konkurrenz. Die Stadtverwaltung Bühl kann diese Entwicklungen mit Ausnahme der bauleitplanerischenSteuerungkaumbeeinflussen,möchtesichallerdingsdafüreinsetzen,dass die HauptstraßeeinattraktiverOrtbleibt,derzumEinkaufenundVerweileneinlädt.Deshalbmöchtedie StadtinZusammenarbeitmitderHochschuleKarlsruheunterderenForschungsprojektmove.mORe zwischen April und Juni 2027 in der Hauptstraße ausprobieren, mit welchen Veränderungen im öffentlichen Raum der größte Nutzen sowohl für das Gewerbe als auch für die Besucherinnen und Besucher erzielt werden kann. Auf dieser Basis kann über eine Verstetigung von Maßnahmen entschieden werden. In den vergangenen Jahren gab es kontroverse Diskussionen um eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt, insbesondere in der Hauptstraße. Auch im aktuell erarbeiteten Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz (AMKL) finden sich entsprechende Anmerkungen aus der Bevölkerung. Die Hochschule Karlsruhe untersucht im Projekt move.mORe – Nachhaltige Mobilität in der Oberrheinregion verschiedene Fragestellungen, deren Ergebnisse für die Weiterentwicklung der Hauptstraße gewinnbringend genutzt werden können. Durch Vorher-Nachher-Erhebungen wertet die HKA Verkehrsverlagerungen des Autoverkehrs aus, zählt Passanten- bzw. Kundenfrequenzen undbefragtBesucherinnenundBesucherzurAufenthaltsqualität(u.a.Vorher-Erfassungenvom21.- 27.7.2026). Aus diesen Daten lassen sich fundierte Rückschlüsse auf die Entwicklung von Passantenströmen und damit mittelbar auf die Umsatzentwicklung in Handel und Gastronomie ziehen. Zudem liefern die Ergebnisse Hinweise zur Optimierung von Fußgängerquerungen und können bei der Erarbeitung eines Parkraumkonzepts herangezogen werden. Angedacht war seitens der Hochschule ein zweistufiger Verkehrsversuch, bei dem zu Beginn der motorisierte Individualverkehr (MIV) weiterhin die Hauptstraße passieren darf, zeitlich beschränkt allerdingseinDurchfahrtsverbotfürdenMIVangeordnetwirdunddieHauptstraßeindiesemBereich zur Fußgängerzone wird. Da diese verkehrliche Lösung realistisch nur im Einvernehmen mit den Gewerbetreibenden Aussicht auf eine erfolgreiche Umsetzung verspricht, wurde das Projekt im Vorfeldam15.Juni2026beiderJahreshauptversammlungderBinAvorgestellt.DieUmnutzungder Stellplätze wird durch die BinA mitgetragen unter der Bedingung, dass für jeden Stellplatz individuelleÜberlegungeneinertemporärenNutzungstattfinden.EineSperrungderHauptstraßefür den MIV wurde in der Jahreshauptversammlung klar negativ bewertet. Allenfalls eine Sperrung im Zusammenhang eines Tagesevents wurde als verträglich für die gewerbliche Entwicklung angesehen. Um auch die Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe entlang der Hauptstraße, die nicht Mitglied der BinA sind, zu informieren, findet ein Werkstattgespräch am 17. September 2026 statt. Hierbei wird durch die Hochschule erläutert, welche Maßnahmen im Versuchsraum zum Einsatz kommen sollen.Zusätzlichwirderörtert,wiedieIdeenderTeilnehmendeneingebrachtwerdenkönnen,indem interaktiv an einem Plan konkrete Umnutzungsvorschläge für Stellplätze durch die Teilnehmenden simuliert und diskutiert werden. Im Mittelpunkt stehen Ideen für mehr Aufenthaltsqualität. Über das Ergebnis berichtet die Verwaltung in den Sitzungen des Technischen Ausschusses und des Gemeinderats. Sofern die Hauptstraße nicht dauerhaft für den motorisierten Verkehr gesperrt wird, ergeben sich keine Veränderungen für den ÖPNV, insbesondere den Citylinienverkehr.

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