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Kommunales Energiemanagement

Angenommen25 Ja · 0 Nein
TypAntrag
GemeindeBretten
Datum2026-09-29
DatenstufeNur Ergebnisse
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Stadt Bretten beauftragt die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe (UEA) mit dem Aufbau eines kommunalen Energiemanagementsystems für städtische Gebäude. Statt eine interne Personalstelle zu schaffen, sollen externe Dienstleistungen für drei Jahre übernommen werden (85.000€ gefördert, 24.000€ ungefördert). Die UEA führt Energieerfassungen, Gebäudebegehungen, Datenanalyse und jährliche Berichte durch. Erwartet werden Energieeinsparungen von 5-15% bei den betreuten Gebäuden.

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Dezernat III – Dezernent Maag Vorlage zur Sitzung des Gemeinderates am 29.09.2026 60-Bauen, Gebäudemanagement Verantwortlich: Vorlagennummer: 150/2026 und Umwelt Kommunales Energiemanagement - Beschluss zur weiteren Vorgehensweise Beschlussantrag Der Gemeinderat beschließt die geschilderte Vorgehensweise entsprechend der Sachdarstellung. Auf die Personalstelle soll zu Gunsten einer externen Dienstleistung verzichtet werden, wozu die Verwaltung die Vergabeermächtigung erhält. B E S C H L U S S F O L G E Ergebnis Gremium Behandlung Datum Status J N E Gemeinderat Entscheidung 29.09.2026 Ö Gemeinderat Entscheidung 26.09.2023 Ö J FinanzielleAuswirkungen Ergebnishaushalt Profitcenter: Kostenart: EinmaligerAufwand: 202.000EUR verfügbareHaushaltsmittel: Finanzhaushalt Investitionsauftrag/THH: Auszahlung: verfügbareHaushaltsmittel: Sachdarstellung Die Stadt Bretten will unter Anwendung des vom BMU ausgezeichneten Qualitätssicherungssystems Kom.EMS und mit Unterstützung der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe (UEA) ein Energiemanagementsystem aufbauen. Bislang soll das Energiemanagement im Hochbau von einer Person mit einem Stellenanteil von 50 % wahrgenommen werden. Die bisherige Aufgabe ist vorwiegend die Prüfung der Energieverbrauchsabrechnungen,dieAnalysederVerbrauchsdatenunddieUnterstützungbei Förderanträgen. In Zusammenarbeit mit den Gebäudeverantwortlichen werden notwendige energetischeBaumaßnahmeninitiiertundabgewickelt.DieStelleistseit01.10.2025aufgrund von Elternzeit nicht besetzt, weshalb die Aufgaben des Energiemanagements nur rudimentär wahrgenommen werden können. - 2 - Bereits 2023 war der Aufbau eines kommunalen Energiemanagements angestrebt. Der Aufbau eines Energiemanagementsystems hat eine systematische Optimierung der Anlagentechnik, Anlagen- und Gebäudenutzung zum Ziel. Nach und nach soll in allen stadteigenen Gebäuden eine automatisierte Zählerstanderfassung (Wärme, Strom, Wasser) installiert werden. Eine anzuschaffende Software soll die Verbrauchsdaten (mind.) monatlich visualisieren und in jährlichen Energieberichten ausweisen. Dem Energiemanagement fallen folgende Aufgaben zu: • Installation und Pflege der Software • Aktive und kontinuierliche Begehung der Liegenschaften • Systematische Energieverbrauchserfassung und Kontrolle • Analyse und Optimierung der Gebäude- und Gebäudetechnik • Anstoßen nichtinvestiver Optimierungen • Initiierung und Begleitung von Sanierungsstrategien • Überprüfung der Energiebeschaffung/Verbrauchscontrolling • Lenkung von Wartungs- und Instandhaltungsbemühungen • Optimierung der Energiebezugskosten • Schulung der Gebäudeverantwortlichen und Hausmeister Der Gemeinderat der Stadt Bretten hat am 26.09.2023 (154/2023) die Stadtverwaltung beauftragt, dieses kontinuierliche Energiemanagement aufzubauen, dazu einen Förderantrag (Klima-undTransformationsfonds)zustellensowieeinePersonalstelleimStellenplan2024zu berücksichtigen. Folgende Kosten waren Teil des Förderantrags: DerFörderantragwurdeAnfang2024gestelltundam21.11.25miteinerFörderquotevon70% bewilligt. Am 01.07.26 fand ein Abstimmungsgespräch mit der UEA zur weiteren Konkretisierung und Ausgestaltung des Energiemanagements statt. Thema war neben dem Vorgehen auch das Anforderungsprofil der Personalstelle. Dabei wurde aus Erfahrungen anderer Kommunen deutlich,dassdieStelledesEnergiemanagersaktuellnursehrschwerzubesetzenist.Neben der Erfüllung der vielfältigen Anforderungen, wie Erfahrung im Bereich der Haustechnik vergleichbarer Gebäude und ein strukturiertes Vorgehen zum Aufbau des Energiemanagements, stellt auch eine langfristige Personalbindung eine erhebliche Schwierigkeit dar. So wurde auf Wunsch der Verwaltung eine Variante ausgearbeitet, bei der (zunächst)aufweitereseigenesPersonalverzichtetwerdenkannundstattdessenaufexterne Beratungsleistungen zurückgegriffen werden kann. Die UEA bietet daraufhin an, die oben skizzierten Aufgaben für den Förderzeitraum von 3 Jahren zu übernehmen. Im Einzelnen bieten sie folgende Leistungen an: - 3 -  Erfassung, Ermittlung und Dokumentation der Mess- und Zähleinrichtungen, Abgleich mit LoRaWAN  Begleitung bei Beschaffung, Einrichtung und Anpassung einer Datenbanklösung für Energiecontrolling  Erstbegehungen aller Gebäude und technischer Anlagen mit Aufnahme technischer Einrichtungen, Zähler, Zählerstände  ErstellungeinerÜbersichtmitwesentlichenVerbrauchskennzahlenjeGebäude/Anlage  Sichtung und Auswertung vorhandener Abrechnungen, technischer Unterlagen und Zählerlisten  Folgebegehungen zur Kontrolle technischer Anlagen und Regelungstechnik inkl. Schulung des Personals während Begehungen  Dokumentation der Begehungsergebnisse inkl. Handlungsempfehlungen  Monatliche Datenerfassung inkl. Plausibilitätsprüfung. Korrektur und Dokumentation auffälliger Verbrauchsentwicklungen  Erstellung standardisierter Monatsberichte inkl. grafischer Darstellungen, Erstellung jährlicher Energieberichte mit Verbrauchsverlauf und Entwicklung  Ergebnispräsentation in politischen Gremien/Öffentlichkeit, Verwaltungsgesprächen und Einrichtungsleitern Die Kostenaufstellung sieht wie folgt aus: Der Posten „Energiemanager“ (242.000 €) entfällt, die UEA wird über den Posten „Dienstleistung“ (85.000€) beauftragt. Allerdings muss der Betrag um ungeförderte 24.000€ aufgestockt werden: Die Förderquote würde damit auf 62% sinken, andererseits werden Personalkosten eingespart. Nach 3 Jahren Förderung soll dann auf Grundlage der bisherigen Zusammenarbeit, der gewonnen Erkenntnisse und auf Basis der bereits umgesetzten Maßnahmen entschieden werden, ob die Dienstleistungen weiterhin extern vergeben werden soll oder ob eine interne Bearbeitung, mit Personalverstärkung, möglich ist. In einem ersten Schritt werden nur die Gebäude ins Kommunale Energiemanagement aufgenommen, die auch vom SG Hochbau betreut werden. Die UEA hält hier eine Minderung des Energieverbrauchs von 5-15% für realistisch. Bedenkt man, dass 80% dieser Gebäude zusammen einen jährlichen Energieverbrauch von rund 1,0 Mio. € haben, so entspricht die jährliche Einsparung 50-150 T€. - 4 - Empfehlung und weitere Vorgehensweise DieVerwaltungempfiehltdemGemeinderatwiedargestelltaufdiePersonalstellesowiederen Förderung zu verzichten und die Aufgaben stattdessen durch einen externen Dienstleister ausführen zu lassen. Mit der Hinzuziehung externer Dienstleister kann auf einen breiten Erfahrungsschatzzurückgegriffenwerden.DieVerwaltungwirdzurVergabederDienstleistung ermächtigt, sofern sie die genannten Kosten nicht überschreiten. Die Verwaltung wird die notwendigen Mittel in der kommenden Haushaltsplanung berücksichtigen und auf dieser Grundlage die Umwelt- und Energieagentur beauftragen. Der Gemeinderat wird im Rahmen regelmäßiger Energieberichte auch über die umgesetzten Maßnahmen und erzielte Einsparungen informiert. Die Energieberichte dienen neben dem Energie- und Kostencontrolling auch als Entscheidungsgrundlage für weitere Maßnahmen. gez. gez. Morast Maag Oberbürgermeister Dezernent

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